Nach 15 Jahren hat Jürgen Stauber sein Amt als Klimaschutzbeauftragter der Gemeinde Poppenricht aufgegeben. In seinem letzten Bericht im Poppenrichter Gemeinderat kritisierte er, dass jeder Bundesbürger jährlich durchschnittlich über neun Tonnen Treibhausgase emittiere – maximal eine Tonne wäre gerade noch verträglich.
In seiner Amtszeit seien eine PV-Anlage am Bauhof installiert worden, im Rathaus hänge ein Ertragsdisplay und für sämtlich kommunale Liegenschaften würden systematisch die Verbräuche von Strom, Wasser und Wärmebedarf erfasst. Im Lauf der Jahre seien weitere PV-Anlagen auf den Kindergärten in Poppenricht und Traßlberg, auf dem Dach des Feuerwehrgerätehauses in Traßlberg und am Rathaus hinzu gekommen.
Der Kindergarten Traßlberg sei energetisch saniert worden, habe eine Pelletheizung erhalten, ebenso die Schule. Die Bauhofmitarbeiter seien mit einem E-Auto unterwegs. Positiv bewertete Jürgen Stauber, dass Probebohrungen für Geothermie im Baugebiet „Auf der Leite“ erfolgversprechend verlaufen seien. Stauber meinte, CO2-Emmissionen seien allgemein rückläufig, PV-Erträge würden in der Gemeinde mit rund 52 Prozent eigenverbraucht, im Rathaus sogar mit rund 72 Prozent.
Stauber meinte, dass die Traßlberger Feuerwehr ihr Gerätehaus noch mit fossilen Brennstoffen beheize und im Bauhof und im Feuerwehrgerätehaus in Poppenricht noch mit Strom geheizt werde. Als Resümee nach 15 Jahren stellte Stauber fest, dass man sich als Klimaschutzbeauftragter nicht nur Freunde mache. Aber "um unseren Lebensraum zu schützen", müssten größte Anstrengungen unternommen werden, um Klimaneutralität zu erreichen. Da denke er an gemeindliche Windkraftanlagen oder große PV-Anlagen, die eine Bürgerbeteiligung ermöglichten. Bei der Gemeinderatssitzung stellte Hermann Böhm den neuen Klimaschutzbeauftragten und damit Staubers Nachfolger vor: René Auers.













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