01.03.2021 - 11:50 Uhr
PoppenrichtOberpfalz

SPD-Bürgermeisterkandidat will in Poppenricht Jugendparlament etablieren

Bürgermeisterkandidat Michael Gradl (Reihe eins, drittes Bild) stellt sich den Fragen der Bürger.
von Autor WWLProfil

Auf großes Interesse stieß die Online-Wahlveranstaltung von Michael Gradl, dem Bürgermeisterkandidaten der Poppenrichter SPD, die unter dem Motto „Wir hocka uns zamm – digital“ stattfand. Der freute sich besonders, dass die überwiegende Zahl der Teilnehmer keine SPD-Mitglieder waren und viele Fragen gestellt wurden. „Meine langjährigen Erfahrungen im gesellschaftlichen und vereinspolitischen Leben geben mir das Rüstzeug für das Bürgermeisteramt. Als unverbrauchter, junger Kommunalpolitiker kann ich alle Themen unvoreingenommen angehen. Ich traue mir das zu“, zeigte sich Gradl selbstbewusst. Fachlich unterstützt wurde er von den SPD-Gemeinderäten. Anna Krauß moderierte die virtuelle Veranstaltung.

"Für die SPD war eine Teilsanierung der Häringloher Straße und der Neuen Heimat nie eine Alternative zum Vollausbau", unterstrich der Kandidat. Die jahrelange SPD-Forderung nach einem Straßen- und Kanalkataster würden Sanierungsmaßnahmen im Straßen- und Kanalbereich planbarer machen - und somit für eine nachhaltige Kommunalentwicklung stehen, fuhr Gradl fort. Auch die unzureichende Internetverbindung in Speckshof und Altmannshof war ein Thema: "Alle Haushalte müssen mit den entsprechenden Bandbreiten versorgt werden. Es zeichneten sich gerade wohl Lösungsansätze ab, die in Altmannshof und Speckshof einen ersten Schritt in Richtung Glasfaser zu gehen scheinen." Damit endlich Bewegung in die Problematik rund um die Netto-Kreuzung komme, die im Zuständigkeitsbereich der Stadt Amberg und des Staatlichen Bauamts liege, werde er weiter Druck machen.

Sehr am Herzen liege ihm das Thema Generationen. Gradl betonte, dass er die Einbindung von Jugendlichen in die Gemeindepolitik sehr ernst nehme. Sein Ziel sei es, ein Jugendparlament zu etablieren. Um Senioren die Möglichkeit zu geben, in ihrem sozialen Umfeld wohnen zu bleiben, wenn deren Wohnung zu groß werde, wolle er baldmöglichst das Thema Seniorenwohnen angehen wie beispielsweise in Ursensollen. Endlich einen Nahversorger für den Ortsteil Poppenricht und einen Allgemeinarzt für die Gemeinde zu finden, steht bei Gradl nach eigenen Angaben ebenfalls oben auf der Agenda. Wichtig sei ihm zudem, gemeinsam mit den Bürgern das Thema Dorfplatz Traßlberg anzugehen, um das seit Jahren ungenutzte Grundstück sinnvoll zu nutzen. Im Blick haben werde er außerdem aufeinander abgestimmte Planungen hinsichtlich der Ausweisung von Baugebieten im Konsens mit der Entwicklung von Kindertagesstätten, Kindergärten und Schule.

Mit einer Bürger- und serviceorientierten Gemeindeverwaltung soll laut Gradl die neue Poppenricht-APP mit Leben erfüllt werden. Auch der Relaunch der Poppenrichter Internetseite stehe auf seiner Agenda. Serviceorientierung und Barrierefreiheit müssten sich auch auf der Website und in der APP wiederfinden. Für die geplante Sanierung des Feuerwehrhauses in Poppenricht stehen aktuell zwei Entwürfe zur Auswahl. Es frage sich, ob nicht auch ein Neubau geprüft und Erwägung gezogen werden sollte, schloss Gradl.

 

 

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