27.01.2020 - 15:08 Uhr
PoppenrichtOberpfalz

SPD will Mehrheit für Bürgermeister Hoffmann

Ortsverein startet in den Kommunalwahlkampf und stellt dabei die Kandidaten samt deren Zielen vor. Zum Auftakt gibt es volles Haus in der Gärtnerei Kordein.

Kurzweilig stellen die Poppenrichter SPD-Kandidaten Teile ihres Wahlprogramms vor.
von Autor WWLProfil

(wwl) Engagierte und kompetente Kandidaten aus fast allen Ortsteilen und Altersklassen, eine ausgewogene Mischung aus amtierenden Gemeinderäten und neuen Kandidaten und ein zukunftsfähiges Wahlprogramm sollen dazu beitragen, Bürgermeister Roger Hoffmann zu einer fundierten Mehrheit zu verhelfen. Dieses Ziel formulierte stellvertretender SPD-Vorsitzender Markus Zagel beim Wahlkampfauftakt des SPD-Ortsvereins Poppenricht/Traßlberg in der voll besetzten Gärtnerei Kordein in Poppenricht.

Unter dem Motto "Ihre Stimme für uns - gemeinsam für eine starke Gemeinde" bewerben sich fünf Gemeinderäte und elf neue Kandidaten, so Zagel. Er umriss kurz die Schwerpunkte des Wahlprogramms, das von den Kandidaten kurzweilig präsentiert wurde.

Den Auftakt machte Peter Haselsteiner als Jüngster. Er möchte sich vor allem dafür einsetzen, dass Vereine und Organisationen seitens der Kommune verstärkt unterstützt werden. "Gemeinsam Lösungen für Probleme finden", so Haselsteiner. Silke Kunz wird sich für ärztliche, notfallmedizinische und gesundheitliche Versorgung stark machen. Die Etablierung von "Helfern vor Ort" ist ihr ein Anliegen. Als Lehrerin ist für Margit Müller Bildung wichtig. Sie nannte den Erhalt des Schulstandortes und die Ausstattung der Schule. Einsetzen wird sich Müller auch für den Aufbau eines Generationennetzwerkes.

Naturschützerin mit Leib und Seele ist Stefanie Scheithauer. Sie wünscht sich die Festlegung von Naturschutzzielen, Streuobstbestände besser zu nutzen, Straßenränder naturnah zu pflegen, Dämme und Böschungen als Trockenstandorte zu nutzen.

Ein Plädoyer für den Vollausbau der Häringloher Straße lieferte Wolfgang Schmidt "Die Kosten für den Vollausbau sind zwar höher als nur eine Oberflächensanierung", sagte er, "aber dafür haben wir eine nachhaltige Lösung, die die nächsten 30 bis 40 Jahre hält". Als Specks-hofer Gewerbetreibender weiß Stefan Endres, was es heißt, wenn Breitbandanbindung und Mobilfunk zu wünschen übrig lassen, denn: "Der digitale Wandel betrifft nicht nur die Wirtschaft, sondern alle Lebensbereiche. Ich setze mich dafür ein, dass in allen Ortsteilen eine ordentliche digitale Anbindung vorliegt."

Die Schließung von Baulücken ist für Manfred Birner ein Schwerpunkt. Besitzer zum Verkauf motivieren, Nutzungsvorschläge aufzeigen, Bauwillige mit Grundstücksbesitzern zusammenbringen sind seine Gedanken dazu. Drehpunkt für Rudi Kordein ist die Umsetzung der Dorferneuerung in Poppenricht. "Das dauert schon viel zu lange", monierte er.

Damit Poppenricht eine attraktive Gemeinde bleibt, muss das Thema "Vereinbarkeit von Familie und Beruf" verstärkt angegangen werden, so Mario Eckl. Er wird sich auch für eine starke Vernetzung der heimischen Betriebe einsetzen. Jeder sollte wissen, welche Firmen es hier gibt und sie so auch nutzen können. Mit der Energiewende befasst sich Michael Gradl. Informationen über moderne Heiztechniken und Haussanierung inklusive Förderberatung sieht er als schnell umsetzbare Maßnahmen. Auch über den Ausbau des Ferngasnetzes sei nachzudenken, meinte Gradl.

Waltraud Lobenhofer wird sich für die Errichtung von Seniorenwohnungen stark machen. Auch der Ausbau von Betreuungsangeboten für Ältere und Tagespflege steht auf ihrer Agenda. Interkommunale Zusammenarbeit sieht Markus Zagel als wichtiges Thema. Die Bereiche gemeinsamer Einkauf, gemeinsames Personal, das Bündeln von Ausschreibungen, Flächenmanagement seien so verstärkt anzupacken.

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