11.03.2020 - 15:34 Uhr
PoppenrichtOberpfalz

VdK-Ortsverband Luitpoldhütte-Poppenricht kämpft erfolgreich für Grundrente

Lob gibt es für die Bundesregierung vom VdK-Ortsverband Luitpoldhütte-Poppenricht. Vorsitzender Frank Senft verweist auf die im Februar endlich die Grundrente beschlossen wurde – auf Drängen des VdK, wie er betont.

Der weitgehend wiedergewählte Vorstand des VdK-Ortsverbands Luitpoldhöhe-Poppenricht (von links): Silke Kunz, Bürgermeister Roger Hofmann, der die Leistungen des VdK würdigt, Eva Senft, Vorsitzender Franz Senft, Petra Herz, Werner Rößner und Hedy Rößner.
von Autor USCProfil

Anlässlich der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Kopf in Altmannshof erhielt Frank Senft bei den Neuwahlen erneut das Vertrauen der Mitglieder, ebenso seine Stellvertreterin Hedy Rößner. Eva Senft bleibt Vertreterin der Frauen im Ortsverein. Neu als Vertreterin der jüngeren Generation ist Silke Kunz. Zur Beisitzerin wählte die Versammlung Petra Herz. Werner Rößner wurde erneut zum Kassier berufen.

Senft bedauerte in seinem Rechenschaftsbericht, dass die Bundesregierung viele Erwerbsminderungsrentner im Regen stehen lasse. „Sie gehen nach den aktuellen Plänen leer aus“, stellte er fest. Der VdK fordere daher, die sogenannte Gleitzone auf 30 Jahre zu senken. Außerdem müssten Zeiten der Erwerbsminderung angerechnet werden, sagte er. Denn leider werde es auch in Zukunft Rentner geben, die trotz Grundrente zum Sozialamt gehen müssten. Senft: „Vom Grundrentenzuschlag werden 12,5 Prozent wieder abgezogen. Der VdK fordert daher, dass die gesetzliche Rente nicht voll auf die Grundsicherung angerechnet wird. Der bestehende Freibetrag für die betriebliche und private Altersvorsorge muss für alle gelten.“

Instrumente wie die Grundrente dürfte es laut dem Vorsitzenden in einem so reichen Land wie Deutschland eigentlich gar nicht geben. „Wir brauchen endlich einen Mindestlohn von über 12,80 Euro. Nur dann beziehen die Menschen nach einem Leben voller Arbeit eine Rente oberhalb der Grundsicherung", forderte er. Darüber hinaus brauche man ein stabil hohes Rentenniveau von mindestens 50 Prozent. Ziel müsse es sein, dass alle, die ein Leben lang gearbeitet haben, im Alter von ihrer Rente leben können. Dafür setze sich der VdK weiter ein.

Was das Geschehen im Ortsverein anbelangt, so konnte Senft auf Wachstum verweisen, denn der Mitgliederstand stieg nach seinen Angaben von 306 im Januar 2019 auf aktuell 334: 158 Frauen und 176 Männer mit einem Durchschnittsalter von 61 Jahren. „Damit sind wir ein relativ junger Ortsverein“, freute sich Senft. Das älteste Mitglied sei 96 Jahre, das jüngste 11 Jahre alt. Wie Senft weiter berichtete, gab es bei der Helft-Wunden-heilen-Sammlung ein Rekordergebnis von 1212 Euro.

Senft verwies auch auf die enge Zusammenarbeit mit dem VdK-Ortsverband Ammersricht und auf gemeinsame Veranstaltungen. In seinem Ausblick auf 2020 bedauerte er, dass die VdK-Großdemo, die für Samstag, 28. März, in München geplant war, wegen des Coronavirus abgesagt werden musste, ebenso die Messe Leif am 18. April. Am Samstag, 4. April, bietet der Ortsverband eine Besichtigung der Amberger Dreifaltigkeitskirche, des Friedhofs mit seinen alten Grabdenkmälern und der Dreifaltigkeitskapelle an. Am Vatertag, 14. Mai, steht eine Fahrt zum Hopfenmuseum in Wolnzach auf dem Programm.

Bürgermeister Roger Hofmann hob in seinem Grußwort die Bedeutung des VdK als wichtige Anlaufstelle für Hilfesuchende in Fragen der Sozialgesetzgebung hervor und dankte für die kontinuierliche Arbeit im Ortsverein.

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