02.03.2021 - 13:55 Uhr
PoppenrichtOberpfalz

Virtueller Frühschoppen mit Bürgermeisterkandidat Hermann Böhm (CSU Poppenricht)

Zwar saß Hermann Böhm mit zahlreichen virtuellen Frühschoppengästen beisammen, aber sein leichtes Weizen musste er am Sonntag alleine trinken.
von Autor GFProfil

"Wahlkampf unter Corona-bedingten Einschränkungen hat seine eigenen Regeln", stellte Hermann Böhm beim virtuellen Frühschoppen fest, für den er schon lieber ins Schützen- oder ins SVL-Sportheim oder in den Gasthof Kopf in Altmannshof eingeladen hätte. Von „dahoam“ aus sprach der Poppenrichter CSU-Bürgermeisterkandidat per Videokonferenz seine Wählerschaft an, zugeschaltet hatten sich auch einige Bürgermeister aus dem Landkreis. Schulen und Kitas werden nach einer Woche wieder geschlossen, Baumärkte und Frisöre dürfen öffnen, Gasthöfe und Bekleidungshäuser bleiben weiterhin zu – Entscheidungen, die kaum nachvollziehbar seien, sagte Böhm. Eltern seien von erneuter Notbetreuung und Distanzunterricht wenig begeistert. Die gesamte Bevölkerung eine die Sehnsucht nach Rückkehr zur Normalität. Positiv bewertete Böhm, dass sich ein Großteil der Bevölkerung an die Vorschriften halte und die Solidarität in der Dorfgemeinschaft funktioniere.

Wie der CSU-Kandidat erklärte, werde am 14. März über die Zukunft der Gemeinde Poppenricht entschieden. Er sehe sich dank seiner langjährigen Erfahrungen als geeignet für das Bürgermeisteramt. Der Neue müsse zahlreiche Projekte umsetzen, die in den vergangenen Jahren beschlossen worden seien. Böhm nannte die Häringloher Straße, die Sanierung der Schulturnhalle, die Dorferneuerung Witzlhof, die Netto-Kreuzung, den Dorfplatz Traßlberg und das Feuerwehrhaus in Poppenricht. Für die Finanzierung des Radwegs nach Karmensölden wolle er das neu aufgelegte Bundes-Sonderprogramm „Stadt und Land“ prüfen, das eine Förderung bis zu 90 Prozent ermögliche.

Als Schwerpunkte seiner Arbeit als Bürgermeister bezeichnete Böhm die Schaffung von genügend Kita- und Krippenplätzen sowie von Wohnraum für junge Familien. Ein Allgemeinarzt solle sich ansiedeln und die Nahversorgung in der Gemeinde verbessert werden. Bezüglich der Digitalisierung stehe nun über die Bayerische Gigabitrichtlinie eine vernünftige Lösung für Altmannshof und Speckshof an. Einen fünf Meter hohen und 35 Meter breiten Vils-Staudamm zwischen Witzlhof und Neumühle wolle er verhindern, denn Hochwasserschutz für Amberg müsse bereits im oberen Vilstal beginnen und nicht erst in Witzlhof.

Wenn Corona kein Thema mehr sei, müsse die bewährt Seniorenarbeit wieder hochgefahren werden, forderte Böhm. Für Kinder und Jugendliche wolle er zusammen mit der Jugendbeauftragten Lisa Grünbauer eine Jugendsprechstunde einführen, um den noch nicht wahlberechtigten jungen Menschen einen direkten Draht ins Rathaus und zum Gemeinderat zu eröffnen. Er trete für den bürgerorientierten Ausbau des Rathauses ein. Die Rathaus-App sei nun freigeschaltet, zahlreiche Bürger hätten sie bereits heruntergeladen.

 

 

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