10.03.2020 - 15:19 Uhr
PoppenrichtOberpfalz

Zünftiges Bockbierfest bei den Poppenrichter Drei-Mohren-Schützen

Tolle Stimmung herrscht beim Bockbierfest der Poppenrichter Schützengesellschaft Drei Mohren. Bei zünftiger Musik und der Fastenpredigt vom Bruder Barnabas fließt der Gerstensaft in Strömen.

Vollen Einsatz zeigt das Schützenteam Jonas und Helmut Neudecker (links/rechts) beim Holzsägen. Schiedsrichter sind Robert Geitner (hinten rechts) und Markus Zagel (hinten links).
von Externer BeitragProfil
Der Bruder Barnabas alias Reiner Hoffmann liest den Politikern die Leviten.

Mit dieser traditionellen Veranstaltung in ihrem gut besuchten Schützenheim verzeichnete die Poppenrichter Schützengesellschaft wieder einen großen Erfolg. Dabei sorgten die Übler Boum für die Musik. Bereits zum 13. Mal las der Bruder Barnabas alias Reiner Hoffmann den Anwesenden die Leviten. Und auch das Baumstammsägen sorgte für Kurzweil.

Vorsitzender Robert Geitner eröffnete das Bockbierfest, ehe der Bruder Barnabas insbesondere den Gemeinde-Politikern und Bürgermeister-Kandidaten die Leviten las. So stellte er fest: „Wenn Wahlen sind, kommen auch alle, die man sonst nicht sieht – egal ob schwarz, rot oder orange.“ Und bemerkte mit Bezug auf die Bürgermeisterwahl 2019, "dass die Poppenrichter offensichtlich lieber Tee trinken als Semmeln essen“.

Auch heuer schnitt der Fastenprediger verschiedene Baumaßnahmen an: den Dorfplatz in Poppenricht („losgegangen ist das nur, weil sonst der Bauzaun auch noch unter Denkmalschutz gestellt worden wäre, solange wie der da steht“), die Straßensanierung in der Häringloher Straße („der Vollausbau muss schon deshalb kommen, weil dann der Bürgermeister eine U-Bahn von der Wohnung bis zum Rathaus hat“) und die Dorferneuerung in Witzlhof („es sollte doch egal sein, wer die wann im Wahlprogramm hatte, Hauptsache, der Ortsteil wird aufgewertet“).

In Bezug auf den Winterdienst merkte er an: „Hier ist ein Schützenverein und keine Bergsteigerkompanie, es braucht keine Schneeberge vor dem Schützenheim.“ Auch die Wahlprogramme der Parteien wurden kritisch-bissig beleuchtet. So stellte der fest: „Ihr schreibt eh alle drei das gleiche, nur in anderer Reihenfolge und Farbe.“ Und weiter: „Das mit Nahversorger und Hausarzt ist ja recht, aber die kommen seit Jahren nicht – warum sollten sie es jetzt plötzlich tun, weil Wahlkampf ist?" Auch meinte er: "Wenn gar nichts klappt mit der Nahversorgung, dann muss halt der Kaugummiautomat in der Karmensöldner Straße als Nahversorger für Poppenricht reichen."

Beim traditionellen Baumstammsägen mussten schließlich sowohl Vertreter der drei Parteien als auch der Vereine gegeneinander antreten. „Ob das für die Wahl was bringt, ist nicht klar, aber für den Schützenverein bringt es auf jeden Fall Brennholz“, sah es Barnabas von der praktischen Seite. Sieger wurde schließlich das Team Poppenricht-Traßlberg mit Bernhard Herbst und Robert Geitner, gefolgt von der KLJB Poppenricht (Klaus Ehbauer und Georg Böhm) sowie dem Team der Meiers. Den undankbaren 4. Platz teilen sich die Mannschaften der Kirwagemeinschaft Poppenricht (Johannes Hauer und Tom Müller) und der CSU Poppenricht-Traßlberg (Andy Kopf und Bernd Lang).

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