15.10.2020 - 11:49 Uhr
Preißach bei TrabitzOberpfalz

Neue Schießstände bestanden Feuerprobe

Ihre Feuerprobe im Wettbewerbseinsatz besteht beim Preißacher Königsschießen die neue elektronische Schießanlage. Diese haben die „Tannenzweig“-Schützen im Juli selbst montiert.

Papierlos und elektronisch trainieren und wetteifern die Preißacher Schützen seit dem Sommer dieses Jahres.
von Bernhard PiegsaProfil

Der ehrenamtliche Arbeitseinsatz dabei belief sich auf insgesamt 362 Stunden. „Bei dieser Gelegenheit haben wir gesehen, was für hervorragende Spezialisten wir in unserem Verein haben“, freut sich Max Wagner, der Vorsitzende der Schützengesellschaft: „Nur so konnten wir beim Aufbau auf Fremdfirmen verzichten.“

Zehn Schießstände stehen seit Ende Juli im Schützenheim bereit. Vier davon eignen sich für das Luftpistolentraining, einer ist dem kugellosen Schießen mit Laserwaffen vorbehalten. „Hier werden die jüngsten Nachwuchsschützen geschult, die noch nicht zwölf Jahre alt sind und deshalb nicht mit Munition schießen dürfen“, erläutert Wagner.

An den anderen Ständen zielen die Sportler nicht mehr auf papierene Scheiben, sondern auf Geschossfänge. Hochleistungskameras dokumentieren die exakte Aufprallstelle der Kugel an der Rückwand. Das Schießergebnis wird dem Schützen sogleich auf einem Tablet-Bildschirm angezeigt und zudem auf einem Computer abgespeichert, sofern der Schuss nicht „außer Konkurrenz“ im bloßen Übungsmodus abgegeben wurde.

„Scheibenzüge sind überflüssig geworden. Der Computer erlaubt die schnelle Ergebnisauswertung, fasst gegebenenfalls die Resultate mannschaftsweise zusammen und ermöglicht deren Anzeige auf Großbildschirmen oder per Beamer auf einer Leinwand. Außerdem wird Papier gespart“, zählt Max Wagner einige Vorzüge des neuen Systems auf.

Vor allem aber trainierten die Sportler auf einer Anlage, die den verbindlichen Anforderungen für Bezirks-, Landes- und Bundeswettkämpfe genüge: „Qualifizieren sich Mitglieder unseres Vereins für einen solchen Wettkampf, so sind sie mit der modernsten Technik vertraut.“

Zu den Kosten für diesen Schritt in die sportliche Moderne habe der Bayerische Sportschützenbund einen 45-Prozent-Zuschuss gewährt, informiert der Vorsitzende. Zudem danke die Schützengesellschaft zahlreichen Unternehmen, Banken, Institutionen und Mitgliedern für deren Spenden.

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