Auch die Siedler können ihren Anteil zur Energiewende leisten. Darauf machte der Kreisverband in einer Versammlung im Sportheim des TSV Reuth aufmerksam. Matthias Rösch vom Energie-Technologischen Zentrum (ETZ) Nordoberpfalz zeigte Möglichkeiten der Umsetzung auf.
Der Siedler-Kreisverband zählt aktuell rund 4200 Mitglieder, die in 19 Siedlergemeinschaften organisiert sind. Viele davon haben offensichtlich Interesse, einen kleinen Beitrag zur Energiewende zu leisten. Denn das Sportheim war zur Freude von Kreisvorsitzendem Otmar Zeitler voll besetzt.
Diplom-Ingenieur Rösch informierte über Neuerungen und Änderungen beim Bau von Photovoltaikanlagen. Der Geschäftsführer des ETZ machte auf die Möglichkeit aufmerksam, kostenlos eine neutrale Erstberatung zu bekommen. Davon profitieren könnten Privatpersonen, aber auch Unternehmen und Kommunen. "Wir arbeiten in enger Zusammenarbeit mit der Verbraucherzentrale Bayern", sagte Rösch.
Die Mitglieder interessierten sich dabei auch für das Thema Heizungsaustausch, das derzeit wegen der Beschlüsse in Berlin viele beschäftigt. Bei einem Heizungstausch erfolge zuerst eine Analyse des bestehenden Heizsystems, sagte Rösch. Im Anschluss würden mögliche neue Heizsysteme geprüft. Der Kunde erhalte drei Vorschläge über mögliche Heiztechniken und Fördermöglichkeiten. Dies alles bekomme der Kunde nach etwa vier Wochen schriftlich, dafür sei jedoch eine Gebühr fällig. Ziel sei es, so Rösch, "dass wir schneller mit dem Klimaschutz vorankommen".
Trotz wieder sinkender Energie- und Strompreise sollte nach Auskunft von Rösch jeder darüber nachdenken, zumindest teilweise den Energiebedarf mit "Erneuerbaren" abzudecken. Vor allem hat er dabei die Errichtung einer Photovoltaikanlage auf dem Dach im Blick. Seine Einrichtung bietet eine Beratung bei jedem Interessenten zuhause an. Zunächst erfolge eine detaillierte Prüfung, was möglich sei. Nach der zweistündigen Beratung, für die Kosten in Höhe von 30 Euro anfielen, erhalte der Interessent einen individuellen Bericht mit vorgeschlagenen Handlungsfeldern und dem möglichen weiteren Vorgehen. Röschs eindringlicher Appell: "Bitte macht eure Dächer mit Photovoltaikanlagen voll." Die Anlagen könnten jetzt bis Ende 2027 gefördert werden.
Rösch listete in der Folge verschiedene Vorschläge auf, wie eine eigene Photovoltaikanlage zum Eigenverbrauch verwendet werden kann. Interessant werde auch ein Elektroauto, wenn der Strom von der heimischen Photovoltaikanlage komme.
Kreisvorsitzender Zeitler erinnerte an die letzte Frist zur Grundsteuerabgabe und meinte, dass die Kommunen jetzt den Schwarzen Peter hätten, weil sie den Hebesatz festlegen müssten. "Ohne Erhöhung wird es nicht ausgehen, so manche Kommune ist haushaltsmäßig dazu sogar gezwungen", vermutete Zeitler. Weiter wies der Kreisvorsitzende darauf hin, dass Siedlergemeinschaften auf Antrag bei freiem Eintritt für Veranstaltungen keine Gema-Gebühr mehr zahlen müssten. Die Radsternfahrt führe am Sonntag, 2. Juli, zur Siedlergemeinschaft Pleußen. Die feiere ihr 50-jähriges Bestehen.
















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