Wegen Corona fielen die Jahreshauptversammlungen der „Kreis-Siedler“ 2020 und 2021 komplett aus. Die im vergangenen Jahr turnusgemäß anstehende Neuwahl des gesamten Gremiums konnte deshalb nicht abgehalten werden. Der alte und neue Kreisvorsitzende Otmar Zeitler zeigte sich deshalb besonders glücklich, „dass nach langem Stillstand derartige Zusammenkünfte wieder möglich sind“. Bestürzung und Trauer habe im Kreisverband der Tod des Stellvertretenden Kreisvorsitzenden Gerhard Strobl ausgelöst, ihm und während der Pandemie verstorbener Mitglieder wurde in einer Schweigeminute gedacht.
Interessant bei der anschließenden Text- und Bildpräsentation waren zahlreiche aktuelle Themen, die Zeitler Revue passieren ließ. Für die Siedler standen dabei die derzeitige Energie-Verteuerung, die neue Grundsteuer, Miet-Verteuerungen sowie die Fragen des Kreisvorsitzenden „ist Hausbau noch möglich und was passiert mit unseren Heizungen“ im Mittelpunkt. Zuversichtlich zeigte sich Zeitler aber, „weil kleine Orte wieder als lebenswert entdeckt werden und hier die Baulandpreise noch bezahlbar bleiben“. Trotz des Baubooms in vielen Orten in den vergangenen Jahren – was früher Siedlergemeinschaften oft eine Mitgliedersteigerung beschert habe – wusste Zeitler nun von einem Mitgliederschwund bei mehreren Vereinen. Eine noch bessere und gezieltere Mitglieder-Werbung müsse deshalb betrieben werden.
Viele Anschaffungen
Zeitler verwies auch auf das neue Grundsteuergesetz. „Von 1. Juni bis 31. Oktober 2022 müssen alle bayerischen Grundstückseigentümer einmalig eine Grundsteuererklärung abgeben. Die Infos und Vordrucke hierzu werden den Grundstückseigentümern zugeschickt.“ Als Stichtag für die Gebäude- und Grundstücksgrößen nannte der Kreisvorsitzende den 1. Januar 2022 und verkündete weiter, dass im nächsten Jahr der Freistaat die Grundsteuermessbeträge an die einzelnen Kommunen übermittle. Dazu werde ein Grundsteuerfinanzamt mit 300 Mitarbeitern eingerichtet. „Nachdem von den Kommunen die Hebesätze berechnet wurden, erhalten die Hausbesitzer 2025 die Steuerbescheide“, wusste Zeitler.
Trotz der vielen coronabedingten Absagen von Ereignissen und Veranstaltungen im Verband und den Vereinen wusste der Kreisvorsitzende von zahlreichen Anschaffungen der Siedlergemeinschaften für ihre Mitglieder, wie professionelle Kreissägen, Vibrationsplatten, Hochentaster und Heckenscheren. Mit Blick auf den Bezuschussungsmodus des Kreisverbands vor Corona freute sich Zeitler, dass die Anschaffungen auch während der Pandemie finanziell fortgesetzt werden können. Hauptkassier Edgar Wagner händigte an die Siedlergemeinschaften Krummennaab, Pleußen und Plößberg die vom Kreisvorstand genehmigten Zuschüsse aus. Vorsichtig heranwagen möchte man sich in den nächsten Wochen auch wieder an die zahlreichen Veranstaltungen, die der Kreisverband alljährlich seinen Mitgliedern und den Vereinen angeboten hatte.
Neuwahlen
Gut vorbereitet hatte der Kreisverband die verschobene aber turnusgemäß notwendige Neuwahl. Der Wahlausschuss bestehend aus Toni Dutz, Andre Putzlocher und Edgar Wagner hatte deshalb nur wenig Mühe, geeignete Kandidaten für den Verband Wohneigentum Kreisverband Tirschenreuth zu finden.
Bei den teils geheimen Neuwahlen machten die anwesenden Mitglieder Otmar Zeitler (Siedlergemeinschaft Friedenfels) erneut zum Vorsitzenden. Die weiteren Ergebnisse: Zweiter Vorsitzender Andre Putzlocher (SG Wiesau), Dritter Vorsitzender Fritz Bergmann (SG Pleußen), Schriftführerin Kathrin Krieger (SG Pleußen), Hauptkassier Stefan Eckl (SG Wiesau); Kreisausschuss: Toni Dutz (SG Wiesau), Toni Hauer (SG Erbendorf), Stefan Sulzer (SG Erbendorf), Hermann Stobitzer (SG Friedenfels), Kassenprüfer: Reimund Frech (SG Wiesau) und Erna Ulrich (SG Reuth).














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