13.03.2019 - 12:39 Uhr
PressathOberpfalz

22 Kinder mehr als im Vorjahr

In Pressath werden seit einigen Jahren wieder mehr Kinder geboren. Das beginnt sich nun in den Schülerzahlen widerzuspiegeln - gut für die Grund- und Mittelschule.

Über Investitionen sprechen Kämmerer Christian Marzi, Schulverbandsvorsitzender Werner Walberer und Rektorin Ulrike Neiser (Dritter, Vierter und Siebte von links) in der Schulverbandssitzung.
von Bernhard PiegsaProfil

228 Mädchen und Buben aus den drei Kommunen der Verwaltungsgemeinschaft Pressath drückten zum Schuljahresbeginn 2018/19 die Schulbänke an der Wollauer Straße - 22 mehr als ein Jahr zuvor. Bürgermeister und Schulverbandsvorsitzender Werner Walberer, Rektorin Ulrike Neiser und die anderen Schulverbandsverantwortlichen nehmen dies als Ansporn, den Schulstandort noch attraktiver zu machen.

62 600 Euro reserviert der Schulverbandshaushalt 2019 für EDV-Geräte, Möbelstücke und weitere Ausstattungsgegenstände in Klassen-, Fach- und Diensträumen. Hinzu kommen 33 000 Euro für die Herstellung eines gigabitfähigen Glasfaseranschlusses. Dieser, so Werner Walberer und Kämmerer Christian Marzi, soll über die Landesrichtlinie zur Förderung von Glasfaseranschlüssen für öffentliche Schulen finanziert werden. Es sei mit einem 90-prozentigen Zuschuss zu rechnen.

Alles in allem sei das Gesamt-Etatvolumen des Schulverbands mit 856 700 Euro (2018: 871 900) etwas niedriger bemessen als im Vorjahr. Davon entfielen 746 300 Euro (2018: 761 900) auf den Verwaltungshaushalt, der die laufenden Kosten abdecke. Zu dessen Ausgleich hätten die drei Mitgliedskommunen des Schulverbands eine Verwaltungsumlage zu entrichten, die mit 2 500 Euro je Schüler um 50 Euro unter der Vorjahresquote liege. "Mehr Schüler bedeuten eine niedrigere Pro-Kopf-Umlage, auch wenn das Umlagesoll mit 570 000 Euro um 44 700 über dem des Vorjahres liegt", erläuterte Walberer.

Wie im Vorjahr werde keine Investitionsumlage zum Ausgleich des für langfristige Investitionen bestimmten, mit 110 400 Euro (2018: 110 000) dotierten Vermögenshaushalts eingefordert, da die Ausgaben "durch eine Rücklagenentnahme gedeckt" würden. Auch Darlehen müssten nicht aufgenommen werden, der Schulverband bleibe schuldenfrei.

In den nächsten Jahren sei ein neuerlicher Anstieg der Pro-Kopf-Verwaltungsumlage denkbar, zumal die "Kosten für den sächlichen Aufwand" wie Strom oder Schulbus wohl weiter steigen würden und man mit höheren Landeszuweisungen für die Schülerbeförderung nicht rechnen könne. Sanierungsbedingt müsse voraussichtlich auch die vom Schulverband an die Stadt zu zahlende Gebäudemiete erhöht werden.

Gute Nachrichten aus dem Kultusministerium brachte Kämmerer Christian Marzi mit: Aus dem Förderprogramm "Digitales Klassenzimmer" erhalte der Schulverband ein "Digitalbudget" in Höhe von 22 644 Euro zum Erwerb von Computern, Laptops oder Beamern. Aus diesem Betrag dürften bis zu 90 Prozent der Kaufsummen gedeckt werden. Der Schulverband solle den Zuschuss im kommenden Jahr abrufen, empfahl Marzi. Schulleiterin Ulrike Neiser merkte an, dass ein "Digitalkonzept" bereits zu etwa drei Vierteln fertiggestellt sei. Schon jetzt sei jeder Klassenraum mit je einem Beamer bestückt: "Damit sind wir besser ausgestattet als manches Gymnasium in der Region."

Auch verfüge die Schule als Zwischenlösung bis zur Einrichtung des Glasfaseranschlusses seit Kurzem über einen 250-Megabit-Internetzugang. Ferner informierte die Rektorin, dass ab kommendem Schuljahr in der fünften und der siebten Jahrgangsstufe Informatik als Pflichtfach und "erster Baustein zum Programmierenlernen" eingeführt werde: "Vorgesehen ist eine Stunde pro Woche, unsere Lehrer werden bereits dafür geschult."

Info:

Schülerzahl und Umlagen

Von den 228 Schülern der Grund- und Mittelschule Pressath (Vorjahr: 206) kommen 193 (Vorjahr: 177) aus Pressath, 11 (12) aus Schwarzenbach und 24 (17) aus Trabitz. Hieraus ergeben sich die an den Schulverband abzuführenden Umlagen (siehe Hauptartikel): An Verwaltungsumlage haben die Stadt Pressath 482 500 (Vorjahr: 451 350), die Gemeinde Schwarzenbach 27 500 (30 600) und die Gemeinde Trabitz 60 000 Euro (43 350) zu entrichten. In den Berechnungen nicht berücksichtigt werden 19 (Vorjahr: 24) Gastschüler, die nicht aus den drei Schulverbandsgemeinden stammen.

Keine Beanstandungen erbrachte die örtliche Prüfung der Schulverbands-Jahresrechnung 2017, die in Einnahmen und Ausgaben mit 726 870,85 Euro im Verwaltungs- sowie 221 915,04 Euro im Vermögenshaushalt abschloss. (bjp)

Weitere Informationen zur Schulverbandssitzung

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