16.06.2021 - 09:34 Uhr
PressathOberpfalz

Bauarbeiten in Pressath dauern länger

Die umfangreichen Bauarbeiten an den Pressather Gehwegen werden wohl noch eine Weile dauern. In der Bauausschusssitzung erklärt Bürgermeister Bernhard Stangl auch, warum.

Aus städtischer Eybweg- und privater Parkplatzfläche wollen Stadt und Anlieger gemeinsam eine ansehnliche granitgepflasterte Fläche schaffen.
von Bernhard PiegsaProfil

Bis Anfang Juli werde die Stadt Pressath noch an den Gehsteigen zwischen Böllathkreuzung und Raiffeisenbank zu „werkeln“ haben, schätzte Bürgermeister Bernhard Stangl in der Bauausschusssitzung. Der städtische Anteil an den Straßensanierungen nehme mehr Zeit in Anspruch als ursprünglich geplant: Zum Einen habe die Stadt den eigenen Ausbauabschnitt bis zu der Pizzeria „Zakko“ und zu einem kurzen Gehsteigstück an der Wollauer Straße ausgedehnt und zum Anderen aus bautechnischen Gründen die Neuverlegung der „Einzeiler“ mit übernommen, die die Bürgersteige von der Fahrbahn abgrenzen.

Der Landkreis, so Stangl, werde erst im August an die Erneuerung der Fahrbahn gehen, um den Schulbusverkehr in den letzten Wochen vor den Sommerferien nicht zu behindern. Dritter Bürgermeister Wolfgang Graser (FWB) wies darauf hin, dass durch Langzeitparker beim evangelischen Gemeindezentrum und Autos, die an der Baustellenampel in der Wollauer Straße halten müssten, ein mitunter fast unpassierbarer Engpass für Fahrzeuge entstehe, die in Richtung Schule/Sportzentrum/Wollau unterwegs seien. Über Grasers Vorschlag, zwei oder drei dieser Stellflächen vorübergehend zu sperren, entscheide das Landratsamt, hieß es.

Straffen will die Stadt den Fuhrpark des Bauhofs. Geplant ist laut Bürgermeister Stangl, diesen „an drei Nutzungsschienen auszurichten“. Die erste Schiene bildeten die Kommunaltraktoren: „Hier bewährt sich vor allem deren Allwettertauglichkeit. Durch die Anschaffung verschiedener Anbaugeräte kann die Auslastung der Zugmaschinen weiter verbessert werden.“ Herzstück der zweiten „Schiene“ sei ein „Knicklenker“-Fahrzeug, das sich vor allem zur Befahrung und Pflege enger Wege und Straßen, im Innenstadtbereich eigne. Zu dieser Fahrzeugsparte zählten außerdem Kleintraktoren und Mähfahrzeuge. Für ein weiteres Wegpflegegerät sei ein Landeszuschuss nicht ausgeschlossen, hoffte Stangl.

Die dritte Schiene, so Stangl, umfasse die allgemeinen Fahrzeuge wie Pritschenwagen oder Personalfahrzeuge. Offen sei die Zukunft des städtischen Unimogs: Dessen durchschnittliche Betriebszeiten lägen unter einer Stunde pro Tag, das Fahrzeug sei mithin extrem unrentabel. Deshalb werde zurzeit über einen Verkauf nachgedacht. Noch in diesem Jahr, voraussichtlich Anfang August, würden die fünf Bauhoftore, die aus Sicherheitsgründen dringend erneuerungsbedürftig seien, ausgetauscht, die Kosten beliefen sich auf rund 20.000 Euro.

Ebenfalls noch heuer, im September, wollen Stadt und Anlieger gemeinsam an die Sanierung und Neugestaltung des stadteigenen mittleren Eybwegs und einer angrenzenden privaten Parkplatzfläche gehen. Ziel sei die Schaffung einer ansprechend gestalteten und ebenen Anlage. Diese solle mit Granitsteinen belegt werden. Die Bauarbeiten würden zwar zwecks getrennter Abrechnung in zwei „Losen“ ausgeschrieben, doch hoffe man, beide Bauabschnitte an eine Firma vergeben zu können. Im Zuge der Bauarbeiten würden auch eine Wasserleitung erneuert und eine vorhandene Elektrotrasse gesichert.

Ferner informierte Bürgermeister Stangl, dass am „Kaplanhaus“ hinter dem Rathaus eine leistungsfähigere Ladestation (Wallbox) für stadteigene Fahrzeuge montiert werde. Die dienstliche Ladestation im Parkstadel sei nicht mehr ausreichend leistungsstark und werde abgebaut. Einige der dienstlichen Parkplätze auf dem Dostlerplatz würden in den Parkstadel verlegt.

Keine Blütezeit sei der Blumenwiese beschieden gewesen, die die Stadt auf einer früheren Gehsteigfläche an der Wollauer Straße anzulegen versucht habe, bemerkte Bernhard Stangl auf Anfrage von Sabine Eichermüller (SPD); „Der dortige Boden hat sich als zu nährstoffreich für die ‚Veitshöchheimer Blumenmischung‘ erwiesen, es wachsen fast nur noch Klee und Schafgarbe.“ In Absprache mit dem Landratsamt solle die Fläche neu bepflanzt werden: „Als Thema ist ‚Vom Land zur Stadt‘ angedacht – das könnte bedeuten, dass von der Wollauer Seite her Grünpflanzen, Stauden und niedrige Gehölze gepflanzt würden, die in Richtung Stadt allmählich in Rasenflächen, Osterglocken-, Tulpen- und Krokusrabatten übergehen.“

Zu Dank verpflichtet sei man Adolf Wittmann, der 40 Jahre lang eine kleine Grünanlage bei seinem Anwesen gepflegt habe. Diese Aufgabe übernehme künftig die Stadt, die sich insbesondere der vier etwa 40 Jahre alten Rosenstöcke annehmen werde. Franz Floth (SPD) und zweiter Bürgermeister Max Schwärzer (CSU) wiesen auf den schlechten Zustand des Wegs „hinter der roten Erde“ unweit der Kahrmühle und des zur Kläranlage führenden Wegs hin.

Stadt Pressath nimmt Parksünder und Raser ins Visier

Pressath

„Der dortige Boden hat sich als zu nährstoffreich für die ‚Veitshöchheimer Blumenmischung‘ erwiesen, es wachsen fast nur noch Klee und Schafgarbe.“

Bürgermeister Bernhard Stangl

 

 

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