11.07.2021 - 13:04 Uhr
PressathOberpfalz

Bauausschuss Pressath vor Ort: Neues Gerätehaus der Feuerwehr Dießfurt kurz vor der Einweihung

Das neue Gerätehaus der Feuerwehr Dießfurt steht kurz vor seiner Vollendung. Doch mit der geplanten Einweihungsfeier im großen Rahmen wird es coronabedingt nichts werden. Da bedauert auch der Bauausschuss des Pressather Stadtrats sehr.

Feuerwehrvorsitzender Hermann Lorenz (links) stellt den Mitgliedern des Pressather Bauausschusses das kurz vor der Einweihung stehende neue Gerätehaus der Dießfurter Feuerwehr vor.
von Bernhard PiegsaProfil

Zum Auftakt ihrer Juli-Sitzung ließen sich Bürgermeister Bernhard Stangl und die Mitglieder des Bauausschusses von Hermann Lorenz, dem Vorsitzenden der Feuerwehr, und Kommandant Konrad Helgert durch das in gut eineinvierteljähriger Arbeit errichtete Gebäude führen. Lorenz erinnerte daran, dass die Pläne für ein größeres und moderneres Löschgruppen-Domizil bis ins Jahr 2014 zurückreichten: „Damals hatten wir an eine Erweiterung unseres alten Gerätehauses gedacht. Aber bald ist uns klargeworden, dass dabei nur eine nicht wirklich befriedigende Kompromisslösung herauskommen würde.“

Deshalb hätten sich Feuerwehr und Stadt 2016 zu einem Neubau entschlossen. Die auf dem Baugrund an der Naabstraße stehenden Altbauten seien im Februar 2019 abgebrochen worden, den ersten Spatenstich habe man am 17. März 2020 und das Hebefest drei Monate später – umständehalber nur „im allerkleinsten Rahmen“ – gefeiert.

Auch die weiteren Bauarbeiten seien durch die Pandemievorschriften empfindlich behindert worden. Nun aber könne man das Haus im August endlich segnen lassen und so seiner Bestimmung übergeben. „Eine öffentliche Feier wird es freilich auch dann nicht geben, nur einen Festabend für Mitglieder und geladene Gäste“, bedauerte Hermann Lorenz.

Beim anschließenden Rundgang besichtigte der Bauausschuss die Fahrzeughalle, die unter anderem mit einer Deckenflächenheizung, einer Rinnenentwässerung mit Anschluss an einen Leichtflüssigkeitsabscheider und einem Alarmmonitor ausgestattet ist. Die bisherige „Alarmierung per Telefax“, so der Vorsitzende, werde demnächst eingestellt. Stattdessen erhielten die Feuerwehrleute via Monitor und App alle Einsatzfallinformationen.

Getrennte Regaltrakte für Frauen und Männer gebe es im Umkleideraum, auch die Duschen und Toiletten seien nach Geschlechtern getrennt. Obendrein verfüge das Gebäude über ein barrierefreies WC. Im ersten Stock seien ein Schulungsraum, ein Jugendraum, ein Raum für die künftige Kinderfeuerwehr und eine Teeküche eingerichtet.

Das Dachgeschoss beherberge Abstellräume und die technischen Anlagen für Photovoltaik, Heizung und Netzwerk. Bürgermeister Bernhard Stangl erklärte das neuartige Stromversorgungskonzept des Hauses, deren Herzstück eine 18,25-Kilowarr-Peak-Photovoltaikanlage ist. Der erzeugte Solarstrom werde als Eigenstrom genutzt, lade einen 5,2-Kilowattstunden-Speicher oder werde ins Netz eingespeist,

„Mit der Schaltung der Anlagenkomponenten wird Neuland betreten“, merkte Stangl an. Der Speicher diene auch als Puffer bei einem Stromausfall: „Der Lichtstrom wird dann aus dem Speicher bezogen, so dass das Feuerwehrhaus beleuchtet und nutzbar bleibt.“ Die Feuerwehr habe mithin genügend Zeit, ein Notstromaggregat an einen Einspeisepunkt außerhalb des Gebäudes anzuschließen: „So wird die Versorgungssicherheit des Hauses gewährleistet, bis das öffentliche Netz wieder betriebsbereit ist.“

Alles in allem, so Hermann Lorenz’ Fazit, sei ein „Vorzeige-Feuerwehrhaus“ entstanden, das auch die Aufmerksamkeit anderer Wehren auf sich ziehe. Das nur wenige Meter entfernte alte Gerätehaus von 1984 soll im Zuge der aus Städtebaumitteln geförderten Erneuerung des Ortskerns zu einem Dorfgemeinschaftshaus umgebaut werden.

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„Mit der Schaltung der Anlagenkomponenten wird Neuland betreten. Der Speicher dient auch als Puffer bei einem Stromausfall. Der Lichtstrom wird dann aus dem Speicher bezogen, so dass das Feuerwehrhaus beleuchtet und nutzbar bleibt. So wird die Versorgungssicherheit des Hauses gewährleistet, bis das öffentliche Netz wieder betriebsbereit ist.“

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