13.05.2019 - 10:06 Uhr
PressathOberpfalz

Berufsorientierung durch ein Freiwilliges Soziales Jahr

Barbara Englhart absolviert ein Freiwilliges Soziales Jahr bei der DJK Pressath, um sich beruflich zu orientieren. Sie empfiehlt es weiter, denn inzwischen hat sie einen Beruf gefunden, in dem sie Arbeiten will.

FSJ-lerin Barbara Englhart unterstütz die richtige Körperhaltung bei verschiedenen Übungen, und zeigt den interessierten Kindern, worauf sie achten müssen. "Die Arbeit mit den Kindern macht sehr viel Spaß", gibt sie zu.
von Doris MayerProfil

Sie sind in verschiedenen Bereichen gefragte Kräfte. Im kulturellen, sportlichen oder vor allem sozialen Bereich finden sie ihr Aufgabengebiet. FSJ-ler sind junge Menschen, die oft gerade der Schullaufbahn entwachsen sind. Barbara Englhart aus Speinshart leistet seit August 2018 ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) bei der DJK Pressath ab und beantwortet uns im Interview einige Fragen.

ONETZ: Wer hat dich auf die Möglichkeit eines FSJ in Pressath aufmerksam gemacht?

Barbara Englhart: Mein FSJ-Vorgänger hat bei uns an der Schule einen Vortrag gehalten. Das hat mein Interesse geweckt. Da ich mir nach dem Abi noch nicht so ganz klar war, in welche berufliche Richtung es für mich gehen soll, ist das für mich eine gute Möglichkeit, mich zu orientieren. Da ich selbst von Kindheit an Sportakrobatik mache und die DJK Pressath einen großen Schwerpunkt im Turnen hat, passte das sehr gut.

ONETZ: Wie lief das Bewerbungsverfahren ab?

Auf der Internetseite der Bayerischen Sport Jugend gibt es den Unterpunkt "Freiwilligendienst". Unter "Bewirb dich hier" findet man eine Karte mit offenen FSJ-Stellen und eine kurze Erklärung dazu. Hier findet sich auch ein Bewerbungsformular. Das habe ich ausgefüllt und abgeschickt. Anschließend haben sich die Verantwortlichen der DJK Pressath bei mir gemeldet. Mir wurde erklärt, wie das FSJ abläuft, und was meine Aufgaben sind. Wenn man sich dann einig ist, kann der Vertrag unterschrieben werden.

ONETZ: Wann und wie war der Start ins FSJ?

Im August 2018 war ich mit rund 20 weiteren FSJ-Interessenten aus der Umgebung zu einem Übungsleiterlehrgang in einer Jugendherberge. Das war sehr interessant, lehrreich und hat Spaß gemacht. Wir bekamen viel Input zu Sport und zur Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, lernten den Aufbau von Sportstunden kennen und probierten auch viele Sportarten selbst aus. Das ist schon sehr cool. Ein Prüfungswochenende und nochmal zwei Wochen Seminar während des FSJ müssen ebenfalls absolviert werden. Insgesamt hat man 26 Bildungstage.

ONETZ: Wie sieht den Alltag als FSJlerin aus?

Dreimal pro Woche bin ich vormittags im Kindergarten. Da gehe ich mit Kleingruppen in den Turnraum und mache Turnstunden abgestimmt auf das jeweilige Alter. Einen kleinen Teil der Zeit verbringe ich auch mit in der Kindergartengruppe. Von Montag bis Freitag helfe ich in der Offenen Ganztagsschule der Grundschule Pressath. Hier ist überwiegend allgemeines Betreuen und Hausaufgabenhilfe gefragt. Wenn Zeit ist, biete ich dort auch Sport an. Anschließend bin ich zur Unterstützung bei der DJK Pressath im Einsatz, bei den Basketballern der U12 und U14, beim Purzelturnen, Geräte- und Mädchenturnen. Das macht mir besonders viel Spaß, weil ich durch meine Erfahrung in Sportakrobatik eine gute Hilfe sein kann. Die übrige Zeit bin ich noch als Aufsicht im Kraftraum eingeteilt. Insgesamt hat meine Woche 38,5 Stunden, eben ein normaler Arbeitsalltag. Als Besonderheit sollen wir noch ein Projekt gestalten. Hier biete ich einen gemeinsamen Trainingstag von Sportakrobaten mit den Kindern vom Geräteturnen an. Neben gemeinsamen Training steht auch Theorie zu "Gesunde Ernährung" und "Bewertung im Wettkampf durch die Kampfrichter – wie kommen die Noten zustande?" auf dem Plan.

ONETZ: Was bringt dir das FSJ persönlich und auch finanziell?

Für mich ist es super als Orientierungsjahr. Ich weiß jetzt, dass ich Physiotherapeutin werden will und habe inzwischen schon eine Ausbildungsstelle in Nürnberg gefunden. Die Einführung in Anatomie und Sportpädagogik, die wir bei den Kursen für den Übungsleiterschein bekommen haben werden mir da sicher helfen. Monatlich bekomme ich ein Gehalt von 300 Euro, bin während des Jahres krankenversichert und habe weiterhin Kindergeldanspruch. Und für zukünftige Studenten interessant: Das FSJ wird als Wartesemester angerechnet.

ONETZ: Würdest du rückblickend wieder ein FSJ absolvieren?

Auf jeden Fall, denn mir gibt es persönlich viel an Erfahrung und einen guten Einblick in einen Berufsalltag. Und die Arbeit mit den Kindern macht viel Spaß.

FSJ 2019 bei der DJK Pressath – Eine Win – Win-Situation!:

Wer nun Interesse an einem Freiwilligen Sozialen Jahr im Sportbereich hat, kann sich bei Pia Stevens unter der Telefonnummer 09644/91338 oder per Mail: Pia.stevens[at]hotmail[dot]de melden. Kontakt aufnehmen. Voll des Lobes zur Arbeit der FSJler ist der Vorsitzende der DJK, Siegfried Rauch. Wir haben mit den engagierten, jungen Menschen gute Erfahrungen gemacht. Sie zeigten sich wissbegierig und interssiert." Da gleich zu Beginn des FSJ eine Übungsleiterlizenz absolviert wird, sind die FSJler gut gerüstet, um die Nachwuchsarbeit im Sportverein, bzw. Sportstunden im Kindergarten oder unterstützende Tätigkeiten in der Offenen Ganztagsschule zu übernehmen. Weitere Infos unter www.djkpressath.de oder www.bsj.org. (myd)

Körperspannung ist das A und O beim Turnen und Sportakrobatik. Barbara gibt Tipps, wie man die Muskulatur stärken kann.
Ein gerader Handstand? Kein Problem mit fachkundiger Unterstützung. "Sportdidaktik, bzw. : wie erkläre und zeige ich es Kindern, wurde uns im Übungleiterschein vermittelt!", erzählt Barbara Englhart.

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