04.02.2020 - 10:52 Uhr
PressathOberpfalz

BRK Pressath: „Rettungszentrum“ als Modell

Die Mitarbeiter des Pressather BRK steckten vergangenes Jahr viel Energie und Zeit in ihr Ehrenamt. Nun ist es an der Zeit, zurückzublicken.

Auf allen Arbeitsfeldern der Rotkreuzarbeit ist Alois Spitzer (Sechster von links) seit 55 Jahren aktiv. Hierfür dankten ihm seine Kameraden von der Pressather BRK-Bereitschaft und die "Prominenz" von Stadt und BRK-Kreisverband.
von Bernhard PiegsaProfil

12.522 Dienst-, Ausbildungs- und Bereitschaftsstunden haben die Mitarbeiter der Pressather Rotkreuz-Bereitschaft, der Helfer vor Ort (HvO) und des Jugendrotkreuzes anno 2019 abgeleistet: Legte man nur den allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn zugrunde, müsste diese Zeit mit deutlich über 100.000 Euro vergütet werden.

Doch für Bereitschaftsleiter Thomas Rauch und seine „Mitstreiterschar“ bemisst sich der Wert ihres Ehrendienstes nicht in entgangenem Lohn, sondern in gelindertem Leid und geretteten Menschenleben. Weil aber auch bei den ehrenamtlichen Helfergruppen „ganz ohne Moos nichts los“ wäre und vor allem in die neuen Diensträume im Feuerwehrhaus einiges zu investieren ist, hatte der Stadtrat beschlossen, sein Weihnachtssitzungsgeld den HvO zu widmen. Den auf 500 Euro aufgerundeten Betrag übergab Bürgermeister Werner Walberer in der Jahresversammlung der Bereitschaft an HvO-Leiter Florian Eibl als Dank für „eure Arbeit zum Nutzen unserer Bürger, vor der ich den Hut ziehe“.

Mit der Entscheidung, alle Rettungsorganisationen einschließlich der Wasserwacht unter einem Dach im Feuerwehrhaus unterzubringen, nehme Pressath fast eine Vorreiterfunktion ein, bemerkte Walberer: „Im Landkreis gibt es das noch selten.“ Mit Respekt sprach auch der Geschäftsführer des Rotkreuz-Kreisverbands Sandro Galitzdörfer in seinem Grußwort von der breit gefächerten Arbeit der Pressather Bereitschaft, an der Menschen aller Generationen mitwirken. Besonders freute er sich über die Gründung der Bereitschaftsjugendgruppe und die Arbeit der Schnelleinsatzgruppe „Betreuungsdienst“, die bei langwierigen Großeinsätzen die Feuerwehren und Sanitäter mit Speisen und Getränken versorge und dadurch ihre Arbeit enorm erleichtere.

Als eingespieltes solidarisches Netzwerk hätten die Hilfsorganisationen aus dem Kreisgebiet auch im vergangenen Jahr bewiesen: „Ohne die ehrenamtlichen Helfer würde das System unserer Dienste nicht funktionieren.“ Richtungsweisend sei die Entscheidung für ein „Rettungszentrum“ in Pressath gewesen: „In Neustadt/WN haben wir mit einem ähnlichen Modell gute Erfahrungen gemacht und streben etwas Vergleichbares auch für Eschenbach an.“

Zahlreiche Beförderungen und Ehrungen vollzogen Rotkreuz-Kreisgeschäftsführer Sandro Galitzdörfer und Thomas Rauch. Besondere Glückwünsche und eine Ehrennadel empfing Alois Spitzer, der seit 55 Jahren aktives Mitglied ist und in dieser Zeit auf allen Arbeitsfeldern, vom Rettungsdienst über die Ausbildung bis zur Organisation von Ausflügen, „immer für uns da“ war. „Kaum zu vergleichen“ seien die Verhältnisse vor fünfeinhalb Jahrzehnten mit den heutigen Gegebenheiten, erinnerte sich Spitzer: „Unser Sanka hatte wenig mehr an Bord als eine Sauerstoffmaske und ein paar Pflaster und Verbände.“ Geblieben sei die gute Kameradschaft: „Ich habe mich beim Roten Kreuz immer wohlgefühlt.“

Den Dank des Stadtverbands für die gute Zusammenarbeit mit allen Vereinen und die Bereitschaftsdienste bei vielen Veranstaltungen überbrachte Vorsitzender Christian Panzer. Alles Gute für das angebrochene Jahr wünschten auch stellvertretende Bundesbereitschaftsleiterin Petra Luber, mehrere weitere Amtsträger des Rotkreuz-Kreisverbands, der Leiter der Eschenbacher Rettungswache Reinhard Maul sowie die Stadtratsmitglieder Sabine Eichermüller und Bernhard Stangl.

Info:

Von Erlangen nach Pressath gewechselt

Neu in die Pressather Rotkreuzbereitschaft aufgenommen wurden in der Jahresversammlung Andreas Dzierza, Sandra Herrmann, Hanna Holzer, Mila Kirschsieper, Renate Kneidl und Gabriele Rauch. Dzierza war schon während seines Studiums bei der Bereitschaft Erlangen aktiv. Für je fünf Dienstjahre wurden Helga Przetak und Jasmin Sieber geehrt.

Zu Sanitäterinnen qualifizierten sich Sylvia Girisch, Sandra Herrmann und Mila Kirschsieper, zum Fachsanitäter Dennis Fürst, zu Truppführern Lisa-Marie Bräu, Felix Dobler, Dennis Fürst und Sonja Girisch, zu Zugführern Florian Eibl und Thomas Rauch, zum Einsatzleiter bei Großveranstaltungen Florian Eibl, zu Gruppenführerinnen im Betreuungsdienst Sylvia Eibl und Andrea Fürst, zu Fachkräften für den Betreuungsdienst Lisa-Marie Bräu, Felix Dobler, Sylvia Eibl, Maximilian Fuchs, Andrea Fürst, Dennis Fürst, Sonja Girisch, Simon Götz, Isolde Hey und Helga Przetak, zur Leitungskraft in der Jugendarbeit Lisa-Marie Bräu. (bjp)

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