21.09.2020 - 16:47 Uhr
PressathOberpfalz

Chaoten halten Corona-Regeln nicht ein: "Hip-Hop-Barbecue" muss früher beendet werden

Gemütlich trinken, essen und Rappern live auf der Bühne zuhören – das war die Idee des "Hip Hop BBQ" am Kiesi-Beach. Leider wollten sich einige Unvernünftige nicht an das Hygiene-Konzept halten.

Die meisten der 400 Gäste feierten friedlich auf den ihnen zugewiesenen Plätzen, wie es das Hygienekonzept vorah.
von Stefan NeidlProfil

Das "Hip Hop BBQ" Ende August in Grafenwöhr war ein Riesenerfolg. Auf der Kulturveranstaltung feierten 400 Menschen friedlich unter einem strengen Hygienekonzept. Dazu gehörten fest zugewiesene Plätze, Maskenpflicht und kein Tanzen vor der Bühne. Zu späterer Stunde wurde es dann schon heikel: Mit dem Alkohol fielen die Hemmungen, die Leute rückten näher zusammen und wollten in der Nähe der Bühne tanzen. Security und Lautsprecherdurchsagen wiesen die Leute zu Recht und erinnerten an die Vorschriften. So konnten die Gäste bis zum Ende der Veranstaltung bis 23 Uhr feiern.

Das selbe Konzept galt für Pressath. Die tolle Location am Kiesi-Beach lädt zu einem Barbecue richtig ein. Die Veranstaltung war schnell ausverkauft. Und so feierten 400 Menschen unter Einhaltung des Hygienekonzepts zunächst friedlich an der Kiesgrube.

Veranstalter Danny Vampa, alias DJ Dollar Bill, legte auf der Bühne auf. Dazu gab es Auftritte von Marznb, Hoax und Haze sowie Prince Los. Zur Einlage von MmDio kam es dann jedoch gar nicht mehr: Zu späterer Stunde sanken auch in Pressath die Hemmungen. Anders als in Grafenwöhr gab es hier allerdings einige Chaoten, die das Corona-Konzept ignorierten und auf Ermahnungen nicht reagierten. Es wurden Masken abgenommen, wild Plätze getauscht und es gab eine Versammlung vor der Bühne.

Vampa hatte darum bereits die Musik gewechselt, um die Leute nicht noch mehr in Party-Stimmung zu versetzen. Leider ohne Zweck. In Beratung mit einer Polizeistreife, die routinemäßig kontrollierte, entschied er sich dann, die Veranstaltung eine Stunde früher, um 22 Uhr, zu beenden. "Die Uneinsichtigen rauszuwerfen hätte wahrscheinlich mehr Chaos gegeben, als das Event zu beenden. Es ist schade, dass 360 Menschen wegen vielleicht 40 Querulanten leiden mussten", erklärte Vampa.

Warum die Einhaltung der Regeln anders als in Grafenwöhr hier schlechter funktionierte, muss er noch analysieren. Es waren andere Leute da, zudem sei die Anlage am Kiesi-Beach dunkler als der Stadtpark. "Möglicherweise fühlten sich die Uneinsichtigen hier anonym und die Hemmschwelle ist niedriger."

Das Corona-Konzept in Grafenwöhr ging auf

Grafenwöhr
Die Hip-Hopper zeigten auf der Bühne ihr Können.
Hin und wieder verließen die Hip-Hopper auch die Bühne und tanzten auf der Fläche davor.
Am eigenen Platz zu tanzen war erlaubt und wurde von den meisten Menschen eingehalten.
Zu späterer Stunden versammelten sich einige Gäste vor der Bühne. Sie filmten und tanzten – ein Verstoß gegen das Corona-Konzept.
Zu späterer Stunden versammelten sich einige Gäste vor der Bühne. Sie filmten und tanzten – ein Verstoß gegen das Corona-Konzept.

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