30.06.2020 - 11:22 Uhr
PressathOberpfalz

Dorfkreuz erstrahlt in neuem Glanz

Ihr Dorfkreuz liegt den Wollauern sehr am Herzen. Es steht gegenüber der kleinen Dorfkapelle, die sich in Privatbesitz befindet. Die vergangenen fast 50 Jahre haben jedoch - nicht zu übersehen - an dem Kreuz ihre Spuren hinterlassen.

Im Bild (von links) Ortssprecher Konrad Neuser, Johann Fütterer, Stadtpfarrer Edmund Prechtl sowie Richard und Erna Wolf bei der Segnung des renovierten Dorfkreuzes in Wollau.
von Autor ISProfil

„Das Wahrzeichen der Ortschaft muss saniert werden“, sagten sich deshalb engagierte Bewohner von Wollau und begannen mit der Renovierung des Kleinodes. Vor allem an der Christusfigur, gefertigt von dem bereits verstorbenen Pressather Bilderhauer Max Langhammer, hatte der „Zahn der Zeit“ genagt.

Richard Wolf und Hans Fütterer leiteten nicht nur die Arbeiten, sondern sie legten auch fleißig Hand an, um das Objekt wieder in neuer Pracht erstrahlen zu lassen und für die nächste Generation zu erhalten. Dabei waren alle Beteiligten nicht nur Handwerker, sondern auch Künstler zugleich. Das Kreuz wurde total erneuert und auch die Christusfigur brauchte eine sehr gründliche und sorgfältige Renovierung.

Richard Wolf war dabei als versierter Schreiner so richtig in seinem Element. Aber nicht nur er und Hans Fütterer waren an den Arbeiten beteiligt, sondern auch Christine Meinke, die für die Anpflanzung des Umfeldes verantwortlich zeichnete, und Erna Wolf, die für den Blumenschmuck sorgte, waren aktiv. Sarah Wolf und ihr Vater Martin kümmerten sich um die Neugestaltung des Schriftzuges über der Christusfigur, Werner Hahn aus Eschenbach übernahm die Arbeiten an der Kupfereindeckung des Kreuzes.

Am Samstagabend nahm dann Pressaths Pfarrer Edmund Prechtl im Beisein fast aller Dorfbewohner die Segnung des renovierten Kreuzes vor. Er würdigte die Arbeit der beteiligten Personen als ein Werk der Frömmigkeit und Dankbarkeit gegenüber dem Herrgott.

„Derartige Kreuze und Bildstöcke sind ein Beispiel dafür, dass schon frühere Generationen ihr Leben Gott anvertraut haben und dass auch heute noch das Kreuz auf die Nähe Gottes hinweist und uns schwere Stunden meistern lässt“, sagte der Geistliche. "Kreuze lassen uns Gott 'erdenken' und tragen dazu bei, unser Leben 'nachdenklicher' zu gestalten. Nach dem Segensgebet, einer kurzen Lesung und einer Litanei stimmten alle Teilnehmer an der Feier in den „Engel des Herrn“ ein, bevor Stadtpfarrer Edmund Prechtl den Segen spendete.

Ortssprecher Konrad Neuser dankte dann allen Helfern für die geleisteten Arbeiten. Er erinnerte daran, dass im Jahr 1972 anlässlich eines Feuerwehrfestes der damalige Stadtpfarrer Josef Brunner das Kreuz eingeweiht hatte. In gemütlicher Runde wurde dann unter Beachtung der Regelungen der Coronazeit auf die gelungene Renovierung angestoßen.

Anlässlich des 90-jährigen Gründungsjubiläums der Feuerwehr Riggau fand 1972 in Wollau ein großes Fest statt. Einer der Höhepunkte war die Einweihung eines neuen Dorfkreuzes im Herzen der kleinen Ortschaft. Die Einweihungsfeierlichkeiten nahm der damalige Stadtpfarrer von Pressath, Josef Brunner, vor. Besonders die Kinder waren damals an vorderster Stelle mit dabei, was dieses Bild eindeutig unter Beweis stellt. Darauf sind zu sehen: (von links) Stadtpfarrer Josef Brunner, Wolfgang Meinke, Konrad Neuser, Sonja Mrochem (Gast aus München), Martin Wolf, Bernhard Wolf und Herbert Meinke.

Mehr über die religösen Denkmäler von Wollau

Wollau bei Pressath

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