23.06.2020 - 08:58 Uhr
PressathOberpfalz

Fanartikel für Verantwortungsbewusstsein

Vielen ist eine Mund- und Nasen-Maske lästig. Dabei können die ein echter Hingucker sein, wie die Stadt Pressath zeigt.

Mit Ampeln stellt die Stadt während der Bauarbeiten in der Kemnather Straße einstweilen den Verkehrsfluss sicher. Ab 8. Juli wird allerdings eine vorübergehende Vollsperrung nicht zu vermeiden sein.
von Bernhard PiegsaProfil

Auch mit den von vielen als lästig empfundenen Corona-Masken kann man nicht nur für Verantwortungsbewusstsein, sondern obendrein für die Heimat lässig „Flagge zeigen“: Auf eine Anregung von Ehefrau, Tochter und Schwester hin ließ Bürgermeister Bernhard Stangl bei einer Pressather Druckerei Mund- und Nasen-Masken mit Wappen, Ortsansicht und einem Hinweis auf das Stadtjubiläum bedrucken, die im Rathaus auf Nachfrage abgeholt werden können.

In seinem Rückblick auf die seit der zweiten Maisitzung verflossenen Wochen, in denen es für die Stadtverantwortlichen an Arbeit nicht gefehlt habe, verwies Stangl zunächst auf den „guten Beginn“ der Kanal- und Wasserleitungsbauarbeiten in der Baumgarten- und der Kemnather Straße. Voraussichtlich bis 8. Juli werde die Kemnather Straße zwischen Forstamt und Haus der Heimat halbseitig und anschließend bis 31. Juli vollständig gesperrt sein, die Bauarbeiten sollten im November abgeschlossen werden. Die Bürger würden fortlaufend über den Stand der Maßnahmen informiert.

Sichergestellt werde die Zufahrt zum Kindergarten, so Stangl: „Die Kindertagesstätte wird entweder von der Erbendorfer Straße beim früheren Kloster oder von der Tulpenstraße her erreichbar sein. Während der Baumaßnahmen vor dem Kindergarten wird die Zufahrt über den Gartenbereich organisiert.“ Ein an der Leitungstrasse befindlicher Stadel habe leichte Schäden erlitten: „Dies ist bei Baumaßnahmen in dieser Größenordnung und bei derart beengten Platzverhältnissen aber kaum zu vermeiden.“ Die Stadt werde hier im Gefolge der Tiefbaumaßnahmen Risse aufnehmen und Reparaturen durchführen.

Weit vorangeschritten sei der Bau des neuen Feuerwehrhauses in Dießfurt: „Das Dach wird gedeckt, Fenster und Türen sind vergeben.“ Mit der Vervollständigung des Informationstechnologiekonzepts für die Schule habe man begonnen. Intensivieren wolle man die Zusammenarbeit mit Unternehmen und Gewerbetreibenden und die Bemühungen um Firmenvergrößerungen und -neuansiedlungen. Mit vier Firmen, so Stangl, führe die Stadt bereits erfolgversprechende Gespräche. Im Baugebiet Wiedenhofstraße-Ost sei der letzte Bauplatz verkauft worden, nun müsse die Planung des neuen Baugebiets Schwarzlohe forciert werden.

Angestrebt werde außerdem der Titel „Fair-Trade-Stadt“, mit dem Pressath in eine Reihe nicht nur mit Tirschenreuth, Kemnath und Windischeschenbach, sondern sogar „mit Rom, Paris und London“ treten würde. Die an dieser Initiative beteiligten Städte setzten sich für faire Handelsbeziehungen mit gerechter Lohn- und Preisgestaltung ein: „Das reicht bis in kleine Gesten wie etwa die Bestückung von Präsentkörben mit ‚Fair Trade‘-Waren.“ Der Titel „Fair-Trade-Stadt“, von dem sich die Stadt einen Imagegewinn verspreche, werde für fünf Jahre verliehen, in dieser Zeit werde eine Lenkungsgruppe einschlägige Initiativen und Informationsveranstaltungen organisieren. Über Einzelheiten werde der Stadtrat in einer der nächsten Sitzungen informiert. Einen Antrag auf Zuerkennung des Titels könne die Stadtverwaltung erst nach Zustimmung des Ratsgremiums stellen.

Mehr aus dem Stadtrat

Pressath
Info:

Gewerbegebietsplanung unverändert

Formsache waren die abschließenden Stadtratsvoten über die zweite Änderung des Bebauungsplans „Gewerbegebiet Pressath-West“: Laut Architekt Ralph Stadter vom Planungsbüro RSP hatte sich in der zweiten Öffentlichkeitsbeteiligungsrunde nur das Landratsamt ausführlicher geäußert, doch enthielt auch diese Stellungnahme lediglich geringfügige Präzisierungen und Detailanmerkungen, die keine Änderungen an den Planunterlagen notwendig machten. Somit bleibt es beim Planungsstand von März dieses Jahres .

Im Nachgang zur letzten Sitzung informierte Bernhard Stangl, dass für die Professor-Dietl-Anlage „kommunikative Spielgeräte“ neu erworben werden, die für Kinder wie Erwachsene gleichermaßen geeignet seien und so den Kontakt zwischen den Generationen förderten. Konkret seien derzeit ein Schachspielfeld und eine Memory Station geplant. Weitere Spielstationen seien in Planung. (bjp)

Fanartikel für die Heimatstadt und für Verantwortungsbewusstsein: die Pressather "Corona-Maske".

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