31.07.2020 - 13:20 Uhr
PressathOberpfalz

"Fantastische" Blutspende-Bilanz

Alles kein Problem: Das zeigt sich beim ersten Blutspendetermin in Pressath nach der Corona-Zwangspause. Das bestens vorbereitete BRK freut sich – und auch die Besucher haben Grund dazu.

Zufrieden blicken die Leiter der Pressather BRK-Bereitschaft, Thomas Rauch und Andrea Fürst (Zweiter und Dritte von links), auf den ersten Pressather Blutspendetag nach der Corona-Zwangspause zurück. Finanziell unterstützt werden sie dabei vom Pressather Gewerbering (links und rechts: Vorsitzender Martin Pepiuk, Schatzmeister Michael Schelkshorn).
von Bernhard PiegsaProfil

„Jetzt nur nicht nachlassen“, lautete eine Parole, die der Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) für die Zeit der Coronakrise ausgegeben hatte. Wie gleichsam „blutig ernst“ man in Pressath und Umgebung diesen Appell nahm, zeigte sich beim Blutspendetag am Mittwoch: Schon als die Mitarbeiter der Rotkreuzbereitschaft um 16 Uhr den Eingang zur Stadthalle freigaben, wartete dort eine gut zwei Dutzend Meter lange Schlange von Blutspendewilligen.

Viereinhalb Stunden später zog der Pressather BRK-Bereitschaftsleiter Thomas Rauch eine „fantastische Bilanz“: „Unser erster Blutspendetermin nach der Covid-19-Zwangspause war ein voller Erfolg.“ Von 152 Besuchern hatte das um einige Wasserwachtmitglieder verstärkte Team 138 zum „Anzapfen“ zulassen können: „Darunter waren 29 Erstspender.“ Und sogar einen Jubilar begrüßten die Rotkreuzler: Ihr Kirchenthumbacher Mitglied Werner Rupprecht gab zum 200. Mal rund 500 Milliliter seines „besonderen Safts“.

Ohne größere Probleme kamen „Sanis“ wie Spendewillige mit den unvermeidlichen Hygieneregeln zurecht, wenngleich der einbahnstraßenmäßig markierte Weg vom Eingang über die Bühne zum Stadthallensaal etwas von einem Slalom an sich hatte. Klare Wegmarkierungen sorgten aber dafür, dass niemand auf Abwege geriet.

Die fast schon alltäglichen Spielregeln wie Maskenpflicht, Abstandsgebote und Händedesinfektion nahmen die Blutspender ebenso gelassen hin wie das kurze und schmerzlose Fiebermessen vor dem „Pieks“. Und trotz des „Ausnahmezustands“ musste auch niemand mit leeren Händen und Mägen nach Hause gehen: Anstelle der sonst üblichen kleinen Geschenke und des Imbisses aus Kaffee und belegten Semmeln erhielt jeder Teilnehmer ein hygienisch verpacktes Lunchpaket und einen „Pressather Einkaufsgutschein“. „Der Pressather Gewerbering hat unseren Etat für ‚Zugaben‘ großzügig aufgerundet, so dass wir auch diese Gutscheine verschenken konnten“, verriet Vize-Bereitschaftsleiterin Andrea Fürst.

Für den Gewerbering sei dies „eine Selbstverständlichkeit“ gewesen, entgegnete dessen Vorsitzender Martin Pepiuk: „Wir wollen dies auch als Geste der Wertschätzung für eure ehrenamtliche Arbeit verstanden wissen. Zudem werden mit dieser Gutscheinaktion die örtlichen Geschäfte und Unternehmen ins Blickfeld der Bürger gerückt, und die Solidarität zwischen den Gewerbetreibenden und den Menschen in und um Pressath ist in der gegenwärtigen Krisenzeit wichtiger denn je.“

Andrea Fürst erinnerte daran, dass die lokalen Unternehmen und ihre Interessenvertretung auch das BRK bei vielen Gelegenheiten unterstützten: „Deshalb freuen wir uns, dass wir ihnen mit den Gutscheinen etwas zurückgeben können.“ Knoten ins Taschentuch: Der nächste Pressather Blutspendetag ist am 28. Oktober.

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