15.10.2019 - 10:06 Uhr
PressathOberpfalz

Gewaltprävention: Schulungen für Lehrer

29 Lehrer lassen sich von der Polizei zum Thema Gewaltprävention schulen. Dahinter steckt ein Projekt der Dominik-Brunner-Stiftung und des Bayerischen Lehrerinnen- und Lehrerverbandes.

Die beiden Kriminalhauptkommissare Nico Witte (zweiter von links) und Ralph Kappelmeier (rechts) schulten 29 Pädagogen und Sozialarbeiter an zwei Tagen in Gewaltprävention. Rektorin Ulrike Neiser (links) und BLLV-Kreisvorsitzender Uwe Prösl wünschten den Teilnehmern viel Erfolg bei der Umsetzung des Gelernten im Schulalltag
von Autor NNProfil

Für eine Schule ohne Gewalt ließen sich an der Grund- und Mittelschule 29 Lehrkräfte und Sozialpädagogen aus den Schulamtsbezirken Weiden/Neustadt und Tirschenreuth ausbilden. Insgesamt 13 Stunden an zwei Tagen unterrichteten die beiden Kriminalhauptkommissare Ralph Kappelmeier und Nico Witte aus München die Teilnehmer, mit welchen Präventionsmaßnahmen Gewalthandlungen oder sonstiges unsoziales Verhalten von Kindern und Jugendlichen unterbunden werden können.

Finanziert und unterstützt wird das Projekt von der Dominik-Brunner-Stiftung und dem Bayerischen Lehrerinnen- und Lehrerverband (BLLV). Unter dem Titel "pack ma´s" soll sich sowohl der Umgang unter den Kindern und Jugendlichen, als auch gegenüber den Lehrkräften und Aufsichtspersonen grundlegend verbessern. Bei der Multiplikatorenschulung ging es auch darum, den richtigen Umgang mit Aggressionen und Gewalt an der Schule zu vermitteln.

Weiter wurden den Pädagogen Methoden an die Hand gegeben, um Krisensituationen mit der nötigen Sicherheit und Souveränität zu begegnen. Bei der Umsetzung im Schulalltag werden sämtliche Inhalte Kindern und Jugendlichen zunächst mit Spielen, Rollenspielen und einfachen Übungen vermittelt. Im Anschluss erfolgt eine intensive Nachbesprechung und schließlich wird versucht, aus den Erfahrungen gemeinsame Vereinbarungen zu erarbeiten.

Kompetenzen werden vermittelt zu den fünf Themen "Förderung von Zivilcourage", "Stärkung von Gemeinschaft und Vertrauen", "Umgang mit Konflikten und Gewalt", "Förderung der Empathiefähigkeit" sowie das Aufzeigen von Handlungsalternativen. Letztendlich, so die Ausbilder und die teilnehmenden Lehrkräfte, solle Schule ein Ort der Sicherheit und des Miteinander sein, denn alle Beteiligten wünschen sich einen friedlichen und behüteten Aufenthalt ohne Ängste und Anfeindungen.

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