22.10.2020 - 09:58 Uhr
PressathOberpfalz

Hoffnungsvoll trotz Coronakrise

Die Krise als Chance nutzen: Dazu ruft Bürgermeister Bernhard Stangl die Mitglieder des SPD-Ortsvereins Pressath auf. Es gelte, sich auf Werte wie Zusammenhalt, Solidarität und Mitmenschlichkeit zu besinnen.

SPD-Ortsvorsitzende Sabine Eichermüller lässt die zahlreichen Aktivitäten des Jahres 2019 und den Kommunalwahlkampf 2020 Revue passieren.
von Bernhard PiegsaProfil

Im zeitbedingten Krisenmodus verlief die Hauptversammlung des Pressather SPD-Ortsvereins im Gasthof Heining: Wegen der pandemiebedingten Einschränkungen verzichtete der Leitungskreis um Ortsvorsitzende Sabine Eichermüller darauf, Gastredner einzuladen, und auch die Neuwahlen wurden „in der Hoffnung auf eine Besserung der derzeitigen Situation“ zurückgestellt.

Krisenstimmung kam allerdings kaum auf: Dafür sorgte vor allem Bürgermeister Bernhard Stangl mit einem ermunternden Grußwort. In der Stadtpolitik wie auch in der Parteiarbeit müssten manche „Brötchen“ zwar einstweilen „kleiner gebacken“ werden, doch sei „Corona“ auch eine Chance zur Neubesinnung auf „die richtigen Werte unserer Gesellschaft“: „Nicht das Feiern, nicht das Streben nach Profit sollte das Wichtigste sein, sondern Zusammenhalt und solidarische Mitmenschlichkeit“, erklärte Stangl.

Zum Glück bewähre sich gerade jetzt der Teamgeist im Ortsverein wie auch in Stadtrat, Verwaltung und Bauhof, und dies mache auch ihm den „Traumberuf“ des Bürgermeisters leichter: „Wir haben das gemeinsame Ziel, Pressath vorwärtszubringen und so viel wie möglich auf den Weg zu bringen“, machte der Bürgermeister deutlich.

Hoffnung stiften wolle man insbesondere mit dem „Advent im Park“, kündigte er an: „Einen Christkindlmarkt und eine Krippenausstellung in traditioneller Form wird es nicht geben, aber im illuminierten Professor-Dietl-Park sollen an den Adventssonntagen einige Verkaufsstände Speisen und Getränke anbieten.“

Auch ein Schmuckbaum, den Franz Floth gestiftet habe, werde dort aufgestellt. Der Baum "wird während der ganzen Adventszeit beleuchtet sein, um mit diesem Licht ein Zeichen der Hoffnung auf eine friedliche Weihnacht und ein normalisiertes Leben im neuen Jahr zu setzen“. Zudem habe sich Pfarrer Edmund Prechtl bereiterklärt, die für die Ausstellung vorgesehenen Krippen zur Verfügung zu stellen, damit sie in Schaufenstern und privaten Fenstern gezeigt werden könnten.

Ortsvorsitzende Sabine Eichermüller begrüßte diese festlichen Fixpunkte in einer Zeit der Ungewissheit, in der das Virus fast das gesamte Stadtjubiläumsprogramm und etliches andere durchkreuzt habe. Auch die zurzeit 66 Mitglieder starke Pressather SPD habe vieles absagen müssen, könne aber immerhin auf ein eigenes erfülltes Jubiläumsjahr 2019 mit vielbeachteten Veranstaltungen zum 100. Gründungstag zurückblicken.

Besonders hob Eichermüller die Zoiglfahrt nach Pfaffenreuth, den Ehrenabend mit dem Europaabgeordneten Ismail Ertug, die Wochenendfahrt in die Niederlande, das Sommerfest und die Adventsfahrt nach Erfurt hervor: „Auch 2019 hat sich wieder bewahrheitet: Wenn die SPD zur Adventsfahrt einlädt, reicht ein Bus nicht aus.“

Im Januar 2020 sei der Startschuss zum Kommunalwahlkampf mit acht Ortsgesprächen gefallen: „Unser Bernhard hat‘s geschafft, das Rathaus ist rot geblieben.“ Leider habe die SPD aber auch einen Stadtratssitz eingebüßt, die Hoffnung auf eine Mehrheit habe sich nicht erfüllt.

Bernhard Stangl nahm es sportlich: „Für uns kann das nur Ansporn und Verpflichtung sein, für unsere Anliegen Mehrheiten zu finden, indem wir überzeugend und werbend dafür kämpfen. Erfreulicherweise ist die Zusammenarbeit im Stadtrat ausgezeichnet, und mit seiner Diskussionskultur sendet das Gremium auch ein wichtiges Signal an die Öffentlichkeit: zu zeigen, dass man sich im Interesse unserer Stadt verständigen kann.“

Seinen „Genossen“ dankte Stangl für den Rückhalt nicht nur im Wahlkampf: „Wir sind ein starkes Team.“

SPD-Ortsvorsitzende Sabine Eichermüller (links) und Bürgermeister Bernhard Stangl (rechts) gratulieren den Gewinnern des Kommunalwahlquiz: Andrea Göhl (stellvertretend für Ehemann Heinz), Petra Dörner, Wolfgang Pschorn und Carina Rauch (Zweite bis Fünfte von links).
Im Blickpunkt:

Delegierte gekürt, Gewinne vergeben

Auf der Tagesordnung der Hauptversammlung der Pressather SPD stand auch die Wahl der Delegierten zur Wahlkreiskonferenz anlässlich der Bundestagswahl. Gewählt wurden als Delegierte Manfred Götz und Tatjana Kittner, als Ersatzdelegierte Silke Tanner und Markus Friedrich. Außerdem waren die Gewinner des SPD-Kommunalwahlquiz zur Preisverleihung eingeladen: Je ein Gutschein für „einen Tisch für zwei“ in einem Pressather Gasthof oder Café ging an Petra Dörner, Heinz Göhl, Wolfgang Pschorn und Carina Rauch. Dazu gab es je zwei „Pressather Coronamasken“. Die zu lösende Aufgabe, an die sich über 160 Teilnehmer gewagt hatten, bestand darin, Fotos der SPD-Stadtratskandidaten aus deren Kindheit richtig zuzuordnen. (bjp)

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