25.07.2018 - 10:10 Uhr
PressathOberpfalz

Inklusionsprojekt

Mit Rollstühlen und Augenbinden bekamen es die Schüler der Grund- und Mittelschule zu tun. Bei einem Inklusions-Projekts erfuhren die Kinder aus den Klassen 3 bis 6, wie es sich anfühlt, wenn man mit einer Behinderung leben muss.

Ein Inklusionsprojekt soll den Schülern der Pressather Mittelschule zeigen, wie das Leben mit einer Behinderung ist.
von Autor NNProfil

(nn) Einen umfangreichen Parcour mit mehreren Stationen hatten die Inklusionsbeauftragte Beate Götz, Sozialpädagogin vom HPZ Irchenrieth Martina Grüner sowie die beiden Betreuer Robert Götz und Sibylle Moos in der Turnhalle und auf verschiedenen Gängen und Treppen aufgebaut. Nach einer kurzen Einführung im Sitzkreis ginmg es zur ersten Station mit dem Thema "Rollstuhl". Hier durften die Schüler die rollenden Fortbewegungsmittel genau betrachten, zerlegen und zusammenfalten. Sie konnten testen, wie man eine Person durch einen Hütchenparcours, über schräge Flächen und Kanten schiebt, ohne ihn umzukippen. Auch Basketball durften die Kinder vom Rollstuhl aus spielen. Hier konnten außerdem Brillen getestet werden, die das Sehvermögen stark einschränken.

Statation zwei bestand aus den Übungen Lückenfühler, Fühlmemory sowie Fühlen. Holzplättchen mussten in passende Aussparungen gefügt werden, zwei Plättchen mit gleicher Oberfläche mussten gefunden werden. Dies alles mussten die Buben und Mädchen mit verbundenen Augen schaffen. Station drei war ein Hörmemory. Die Schüler schüttelten Döschen mit verschiedenem Inhalt und verglichen die entstehenden Geräusche. In den kleinen Behältern befanden sich Reis, Perlen, Steinchen, Kaffeebohnen und Vogelfutter. An Station vier ging es um das genaue Hinhören und Reagieren. Zwei Kinder rollten sich einen Glöckchenball zu. Einer saß mit verbundenen Augen zwischen ihnen in der Mitte und versuchte zu orten, auf welcher Seite der Ball mit dem Glöckchen vorbeirollte. Er griff flink danach, jedoch meist ein Griff ins Leere!

Beim anschließenden Dufträtsel versuchten die Kinder durch Riechen an Döschen herauszufinden, was in den Behältern war. Dabei ging es um Stoffe wie Pfefferminze, Curry, Zimt oder Kokos. An der letzten Station wanderten die Teilnehmer mit Hilfe eines Blindenstocks durch einen Parcours, eine Treppe hinauf und wieder hinunter. Dabei wurden sie von einem Betreuer begleitet, denn sich blind zu orientieren ist eine echte Herausforderung. Am Ende waren sich alle Jungen und Mädchen einig,dass es ganz schön schwierig ist, mit einer Behinderung das alltägliche Leben zu meistern. Der Dank auch der Schulleitung galt dem Inklusionsteam, die diese wichtigen Erfahrungen für die Schüler ermöglicht hatten.

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