Pressath
18.05.2018 - 20:00 Uhr

Gespräch des Schulverbands: Investieren und fit werden

In Pressath werden wieder mehr Kinder geboren. Doch bis sich das in den Schülerzahlen der Grund- und Mittelschule widerspiegelt, werden ein paar Jahre vergehen. Einstweilen schlagen noch die geburtenschwachen Jahrgänge durch.

Gerade in einer Zeit (noch) rückläufiger Schülerzahlen müsse ein Schulstandort entschlossen modernisiert werden, betont Schulverbandsvorsitzender Werner Walberer (Dritter von rechts). 	Bild: bjp
Gerade in einer Zeit (noch) rückläufiger Schülerzahlen müsse ein Schulstandort entschlossen modernisiert werden, betont Schulverbandsvorsitzender Werner Walberer (Dritter von rechts). Bild: bjp

206 Mädchen und Buben aus den drei Kommunen der Verwaltungsgemeinschaft Pressath drückten zum Schuljahresbeginn 2017/18 die Schulbänke an der Wollauer Straße - 35 weniger als ein Jahr zuvor. Entmutigen lassen sich Bürgermeister und Schulverbandsvorsitzender Werner Walberer, Rektorin Ulrike Neiser und die anderen Schulverbandsverantwortlichen davon nicht. Gerade jetzt komme es darauf an, den Schulstandort Pressath attraktiv und fit für die Zukunft zu machen, um nicht "abgehängt zu werden", setzte Walberer bei der Schulverbandssitzung als Ziel.

In diesem Sinne will der Schulverband nicht knappsen: 80 000 Euro reserviert der Verbandshaushalt 2018 für die Ausstattung des Dienstraums für die neu angestellte Jugendsozialarbeiterin, Mobiliar in weiteren Klassen- und Diensträumen, EDV-Gerätschaften und diverse weitere Ausstattungsgegenstände. Alles in allem steige das Gesamt-Etatvolumen auf 871 900 Euro (2017: 858 100), ließ Walberer wissen. Davon entfielen 761 900 (2017: 730 100) auf den Verwaltungshaushalt, der die laufenden Kosten abdecke.

Zu dessen Ausgleich hätten die drei Mitgliedskommunen des Schulverbands eine Verwaltungsumlage zu entrichten, die mit 2550 Euro je Schüler um 244,61 Euro über der Vorjahresquote liege. "Weniger Schüler bedeuten, zumal bei gestiegenen Ausgaben, eine höhere Pro-Kopf-Umlage", erläuterte Walberer.

Anders als im Vorjahr werde aber keine Investitionsumlage zum Ausgleich des für langfristige Investitionen bestimmten, mit 110 000 Euro dotierten Vermögenshaushalts eingefordert, da die Ausgaben "durch eine Rücklagenentnahme gedeckt" würden. Die beschriebene Entwicklung der Schülerzahl nehme man nicht zum Anlass, am Personal zu sparen, versprach der Vorsitzende. "Der Stellenplan sieht sogar eine geringfügig höhere Stellenquote vor als für 2017. Dies hängt mit dem Ausbau der erfolgreichen offenen Ganztagsschule zusammen."

Keine Beanstandungen erbrachte die örtliche Prüfung der Schulverbands-Jahresrechnung 2016, die in Einnahmen und Ausgaben mit 694 487,05 Euro im Verwaltungs- sowie 105 855,38 Euro im Vermögenshaushalt abschloss. Einstimmig beschloss die Versammlung, Werner Walberer als Verbandsvorsitzenden erneut zu ermächtigen, in Absprache mit den Bürgermeisterkollegen Carmen Pepiuk (Trabitz) und Thorsten Hallmann (Schwarzenbach) auch Anschaffungen im Wert von mehr als 2500 Euro zu tätigen. Voraussetzungen sind die vorherige Einholung von Angeboten und die Auftragsvergabe an den wirtschaftlichsten Anbieter.

Ferner informierte Walberer das Gremium über die Einstellung der Sozialpädagogin Sonja Bergler als "Lehrkraft für Jugendsozialarbeit" an der Grund- und Mittelschule Pressath. Grundlage sei eine Zweckvereinbarung zwischen Landratsamt und Schulverband, die er ebenso wie den Anstellungsvertrag aus Fristgründen bereits Ende Februar habe unterzeichnen müssen.

Bergler habe ihre Arbeit, die als beratendes und vermittelndes "Bindeglied zwischen Schülern, Lehrkräften und Elternhäusern" zu verstehen sei, zum 1. April für ein Jahr aufgenommen. Von den Kosten in Höhe von 35 677,04 Euro trügen Freistaat und Schulverband je 12 270, den Rest teilten sich die drei Mitgliedsgemeinden. Die Schulverbandsversammlung billigte die Vereinbarung und den Dienstvertrag nachträglich.

Schülerzahl und Umlagen

Von den 206 Schülern der Grund- und Mittelschule Pressath (Vorjahr: 241) kommen 177 (Vorjahr: 204) aus Pressath, 12 (18) aus Schwarzenbach und 17 (19) aus Trabitz.

Hieraus ergeben sich die an den Schulverband abzuführenden Umlagen (siehe Hauptartikel): An Verwaltungsumlage haben die Stadt Pressath 451 350 (Vorjahr: 470 300,41), die Gemeinde Schwarzenbach 30 600 (41 497,10) und die Gemeinde Trabitz 43 350 Euro (43 802,49) zu entrichten.

In den Berechnungen nicht berücksichtigt werden 24 Gastschüler, die nicht aus den drei Schulverbandsgemeinden stammen. (bjp)

 
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