05.02.2019 - 11:37 Uhr
PressathOberpfalz

Lob für solidarisches Netzwerk

Würden die Mitarbeiter des Pressather HvO und der Rotkreuz-Bereitschaft einen Lohn für ihre Arbeit im Jahr 2018 bekommen, hätten sie nach dem gesetzlichen Mindestlohn über 100.000 Euro verdient. Für die Einsatzkräfte ist das zu wenig.

An Beförderungen, Neuaufnahmen und Ehrungen fehlte es bei der Jahresversammlung der Pressather Rotkreuzbereitschaft nicht. Bereitschaftsleiter Thomas Rauch (Sechster von links vor Bereitschaftsarzt Dr. Richard Pruy) erhielt aus Kreisgeschäftsführer Sandro Galitzdörfers (Vierter von links) Hand das silberne BRK-Ehrenzeichen. Links Bürgermeister Werner Walberer, Zweite von rechts stellvertretende Kreisbereitschaftsleiterin Corinna Rewitzer. Bild: bjp
von Bernhard PiegsaProfil

Für Bereitschaftsleiter Thomas Rauch und seine "Mitstreiterschar" bemisst sich der Wert ihres Ehrendienstes nicht in entgangenem Lohn, sondern in gelindertem Leid und geretteten Menschenleben. Mehr als 12.000 Dienst-, Ausbildungs- und Bereitschaftsstunden haben die Mitarbeiter der Rotkreuz-Bereitschaft und der Helfer vor Ort (HvO) im vergangenem Jahr geleistet.

Mit Respekt sprach der Geschäftsführer des Rotkreuz-Kreisverbands Sandro Galitzdörfer in der Jahresversammlung der Bereitschaft (wir berichteten) von ihrer breitgefächerten Arbeit. Beeindruckend seien nicht zuletzt die erfolgreichen Bemühungen der HvO, eine 24-Stunden-Rufbereitschaft sicherzustellen. Als eingespieltes, solidarisches Netzwerk hätten sich die Hilfsorganisationen aus dem Kreisgebiet beim Brand in einem Seniorenheim in Neustadt/WN bewährt, als die Einrichtung evakuiert und die Bewohner betreut werden mussten. Die Pressather Bereitschaft habe eine Betreuungseinheit gestellt: "Die Heimbewohner mussten mit Frühstück, Mittag- und Abendessen versorgt werden, und das hat mustergültig geklappt." Bei dieser Gelegenheit habe sich aufs Neue erwiesen: "Ohne die ehrenamtlichen Helfer würde das System nicht funktionieren." Besonders freute sich Galitzdörfer über die Gründung der Bereitschaftsjugendgruppe. "Die Jugend für den Dienst am Menschen zu gewinnen ist das A und O für eine Gemeinschaft wie die eure."

Sein besonderer Dank galt Rauch, der als einer der stellvertretenden Kreisbereitschaftsleiter "für alle ehrenamtlichen Bereitschaften und Arbeitskreise zuständig" sei. Stolz auf "seine" Rotkreuzbereitschaft ist auch Bürgermeister Werner Walberer. "Nicht Mindestlohn, sondern gar kein Lohn, und das an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr: Ihr seid immer da, wenn andere in Not geraten sind. Deshalb sind auch wir für euch da und wissen, was wir an euch haben."

Für 2019 und 2020 vertraue die Stadt auf ein gewohnt gutes Miteinander bei der Gewerbeausstellung Pega heuer im April, bei der Stadtjubiläumsfeier im Mai 2020 und beim Open-Air-Musikabend mit den "Troglauer Buam" 2020. In seine Dankesworte schloss Walberer die Eschenbacher Rettungswache ein, deren "vorbildhafte Arbeit" er lobte. Den Dank des Stadtverbands für die gute Zusammenarbeit mit allen Vereinen und die Bereitschaftsdienste bei vielen Veranstaltungen überbrachte Robert Neuber. Schon in der Messe für die verstorbenen Rotkreuzkameraden, die der Jahresfeier vorausging, hatte Stadtpfarrer Edmund Prechtl den Rettungsdienstmitarbeitern im Namen der Pfarrgemeinde ein "Vergeltsgott" entboten.

Willkommen hieß Thomas Rauch den für Pressath neu ernannten Bereitschaftsarzt Dr. Richard Pruy, der sich auf die Zusammenarbeit mit "eurer sehr fleißigen Gruppe" freute. Alles Gute für das angebrochene Jahr wünschten auch die Kreisvorstandschaftsmitglieder Edeltraud Sperber und Hartmut Ordnung.

Info:

Silber für Rauch

Pressath. (bjp) Zahlreiche „Beförderungen“ und Ehrungen vollzogen Rotkreuz-Kreisgeschäftsführer Sandro Galitzdörfer, stellvertretende Kreisbereitschaftsleiterin Corinna Rewitzer und Ortsbereitschaftsleiter Thomas Rauch bei der Jahresversammlung der Pressather Rotkreuzbereitschaft. Besonders herzliche Glückwünsche empfing Rauchs Stellvertreterin Andrea Fürst, die seit 35 Jahren aktives Mitglied der Gruppe ist und die Galitzdörfer als „guten Geist der Bereitschaft“ würdigte.

Weitere Ehrungen galten Isabella und Katharina Bäumler für je 15 Dienstjahre. Eine Überraschung in Form des BRK-Ehrenzeichens in Silber „in dankbarer Anerkennung für besondere Verdienste um die Bereitschaft“ hatte Sandro Galitzdörfer für Thomas Rauch mitgebracht. Neu in die Bereitschaft aufgenommen wurden Marlene Wittmann und Dennis Fürst, Felix Dobler verstärkt das Team der „Helfer vor Ort“.

Zum Einsatzleiter bei Großveranstaltungen qualifizierte sich Thomas Rauch, zum Truppführer Maximilian Fuchs, zu Fachsanitätern Sonja Girisch und Maximilian Fuchs, zu Rettungsdiensthelfern Heike Gleißner und Felix Dobler, zu Sanitätern Laura Ackermann, Sonja Girisch, Maximilian Fuchs und Neumitglied Dennis Fürst, zu Blutspendehelferinnen Renate Kneidl und Gabi Rauch.

 

 

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