08.07.2020 - 13:38 Uhr
PressathOberpfalz

Musikschule plant für Jubiläum

Zahlen, Termine und Abschiede: In der Mitgliederversammlung des „Musikschulvereins Vierstädtedreieck“ stand einiges auf der Tagesordnung.

Seit 25 Jahren unterrichtet Ulrike Dziwinski an der Pressather Musikschule Blockflöte und Saxophon. Hierzu gratulierte ihr der scheidende Musikschulvorsitzende Werner Walberer als eine seiner letzten Amtshandlungen.
von Bernhard PiegsaProfil

Für das „Leben nach Corona“ planen: 2021 werde im Zeichen der 50-Jahr-Feier der Musikschule Pressath und der Belegung neuer Räumlichkeiten im früheren Eschenbacher Vermessungsamtshaus stehen, kündigte Schulleiter Joachim Steppert in der Mitgliederversammlung des „Musikschulvereins Vierstädtedreieck“ an. Das Jubiläum hoffe man am 6. März 2021 mit einem Festkonzert in der Stadthalle feiern zu können.

Abschied zu nehmen galt es vom bisherigen Vereinsvorsitzenden Werner Walberer, dem Steppert für dessen sechsjährige verantwortungsbewusste und erfolgreiche Tätigkeit dankte. Unter Walberers Vorsitz hätten sich alle zehn Gemeinden des „Kooperationsraums VierStädtedreieck“ für den Beitritt zum Musikschul-Trägerverein entschieden, viele Spenden seien eingeworben worden. Nicht zuletzt habe man im Schulhaus eine alle Seiten befriedigende Raum-Neuaufteilung zwischen Volks- und Musikschule erreicht. „Die Musikschule braucht das Interesse und die Unterstützung der öffentlichen Hand, wenn sie zum Wohl unserer Kommunen gut funktionieren soll. Dafür hast du dich stets eingesetzt“, resümierte der Schulleiter.

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Verabschiedet wurde nach 19 Dienstjahren auch Sekretärin Kornelia Heinl, die als „gut vernetzte Ansprechpartnerin“ für alle organisatorischen Fragen „mit der Schule gelebt, großen Einsatz und Mitsorge gezeigt“ habe: „Die Musikschule in Pressath, das bist zu einem großen Teil du“, lobte Joachim Steppert. Als Nachfolgerin stellten er und Werner Walberer Katharina Pamler aus Trabitz vor. Für 25 Jahre als Blockflöten- und Saxophonlehrerin würdigte der Schulleiter Ulrike Dziwinski: „Du bist unsere Allzweckwaffe für viele Bereiche als Leiterin des Blockflötenensembles, des Nachwuchsorchesters und der Veeh-Harfen-Gruppe sowie als Mitglied des Blasorchesters und der Gitarrengruppe.“

Ihre Kompetenz habe Dziwinski nicht zuletzt als zeitweilige kommissarische Schulleiterin bewiesen, von der er 2012 das „Szepter“ übernommen habe. In jenem Jahr sei auch René Bauer als „Lehrkraft im Blechbläserbereich“ hinzugestoßen und habe sich seither als „wichtiger Ansprechpartner und Impulsgeber in vielen Fragen“ profiliert. So habe Bauer nicht nur die Vernetzung mit „Blaskapellen, Schulen, Gemeinden, Kirchen und anderen Kulturträgern“, sondern seit Beginn der Corona-Krise auch den Onlineunterricht per Videokonferenz vorangetrieben. Deshalb, so Joachim Steppert, sei vorgesehen, ihn im kommenden Jahr zum stellvertretenden Schulleiter zu berufen.

Zugleich mit Werner Walberer schieden als Vertreter ihrer Kommunen die ehemaligen Bürgermeister Peter Lehr (Eschenbach), Gerhard Löckler (Schlammersdorf) und Werner Roder (Vorbach) aus. Ihnen dankte Walberer für die stets gute Zusammenarbeit. (Weiterer Bericht folgt)

Info:

Trendwende in Schülerstatistik

„Im Schuljahr 2018/19 war die Schülerzahl eingebrochen, was auch mit der Einführung der Ganztagesschule zusammenhing“, hielt Schulleiter Joachim Steppert in der Mitgliederversammlung des "Musikschulvereins Vierstädtedreieck" Rückschau. Inzwischen versuche man dieser Entwicklung aber mit besonderen Angeboten für die Ganztagsschule zu begegnen und registriere bereits eine Trendwende in der Schülerstatistik.

Sorgen bereite allerdings noch der seit 2014 zu beobachtende Rückgang der Schülerzahl in der Sekundarstufe I (9 bis 13 Jahre). Anscheinend befürchteten immer mehr Eltern, ihre Kinder würden überfordert, wenn sie zusätzlich zum regulären Schulunterricht noch Musikschulstunden nähmen. „Irgendwann wird uns das in den Ensembles Probleme machen“, mutmaßte der Schulleiter. Auffällig sei der „Gitarrenboom“, der die Zahl der Gitarrenschüler von 62 auf 81 habe steigen lassen und das Klavier mit 72 Schülern auf Rang zwei verwiesen habe. Vor allem in Kirchenthumbach sei die Nachfrage nach Gitarrenunterricht groß. Mehr Interessenten wünschte man sich für Blasinstrumente, namentlich für Klarinette und Saxophon.

Zur Herkunft der Schüler merkte Joachim Steppert an, dass derzeit 119 (2019: 113) Schüler aus Eschenbach, 94 (90) aus Pressath und 56 (24) aus Kirchenthumbach kämen. Die Marktgemeinde habe damit Grafenwöhr mit 49 (56) Schülern auf Platz vier verdrängt. Stark vertreten seien außerdem Speinshart mit 31 (28) und Trabitz mit 27 (28) Schülern. Insgesamt würden 427 (2019: 397) Schüler von 17 Lehrkräften an fünf Orten mit 15 Räumen unterrichtet. (bjp)

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