17.02.2021 - 15:22 Uhr
PressathOberpfalz

Neue Kneippanlage in der Brunngass?

An der Brunngass in Altendorf könnte eine neue Kneippanlage entstehen. Bürgermeister Bernhard Stangl (SPD) stellt ein Konzept vor. Die Stadträte hinterfragen die Notwendigkeit eines solchen Projekts.

Die Brunngasquelle soll modern gestaltet werden und eine Kneippanlage anbieten. Bürgermeister Bernhard Stangl hat viele Ideen dafür und stellte diese dem Stadtrat vor.
von Stefan NeidlProfil

Bürgermeister Bernhard Stangl wünscht sich eine Sanierung und Neugestaltung der Brunngasquelle in Altendorf. Die Quelle wurde bereits 1939 als Naturdenkmal ausgewiesen und war für das Dorf bedeutend: Sie diente als Trinkwasserquelle, Viehtränke, Waschplatz, Kühlmöglichkeit für Lebensmittel und zur Wiesenbewässerung.

Das aktuelle Kneippbecken ist aus einem Baumstamm herausgesägt worden. Durch sein Alter ist es dem Verfall Preis gegeben. Der Quelllauf werde regelmäßig mit Laub verstopft und muss mühselig freigelegt werden. Der Ablauf ist nicht definiert und sickert in den Hangbereich hinein, wodurch es immer wieder zu kleinen Abrutschungen kommt.

Kneipp-Förderprogramm

Stangl erklärt den Stadträten, die Idee sei durch ein bayerisches Förderprogramm anlässlich des 200. Geburtstags von Pfarrer Sebastian Kneipp im Jahr 2021 entstanden. Damit können öffentliche und freizugängliche Kneippanlagen errichtet und modernisiert werden. Aufgrund der Vielzahl von Anträgen ist die Verwaltungsgemeinschaft Pressath allerdings nicht in das Programm hineingerutscht, die Idee war dennoch geboren.

Zum Plan gehört die Errichtung eines Kneippgartens als Picknickpunkt mit Bänken, Spielstationen, Tische und der Anlage selbst. Stangl sieht in dem Projekt eine ein Ruhe- und Freizeitangebot sowie eine dauerhafte Sicherung der Quelle. Dafür soll sie schonend freigelegt und in einer Quellfassung gesichert werden. Er denkt an einen steinernen Granittrog, in den Hände und Arme getaucht werden können.

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Von dort läuft das Wasser in das eigentliche Kneippbecken und wird anschließend in eine Sicker- und Wiesenzone eingeleitet. So könnten dort auch geschützte Arten für den Naturschutz angesiedelt werden. Das Becken soll aus Granitstein mit einem Edelstahlgeländer bestehen, ein Sitzbelag aus Lärchenholz. Die Fläche soll mit Granitpflaster befestigt werden um sie barfuß betreten zu können und damit Ausschwemmungen verhindert werden.

Dazu soll die Brunngass besser beschildert werden, denn im Moment fänden nur Einheimische die Quelle. Der Weg führt weiter bis nach Pressath. Stangl will den dann attraktiven Wegpunkt in seine geplante Überarbeitung des Radwegekonzepts einbauen.

Braucht es eine solche Anlage?

Maximilian Schwärzer (CSU) war nicht gegen eine Umsetzung, hinterfragte aber die Notwendigkeit eines solchen Projekts. Er fand die Prioritäten in Pressath lägen an anderen Stellen und wollte die finanziellen Mittel darauf konzentrieren. Stangls SPD-Parteikollege Christian Mörtl wollte wissen, ob den überhaupt Bedarf für eine Kneippanlage da sei.

Stangl erklärte sein Ziel, das Gemeindegebiet wieder schöner machen zu wollen. Der Tourismus solle gefördert werden und darum müsse man die Schönheit der Landschaft, die eigene Geschichte und Merkmale zeigen. Er will das Projekt in den Haushaltsplan 2021 einstellen und mit der Regierung wegen Fördermittel Kontakt aufnehmen.

Der einzige Wegweiser ist auch in die Jahre gekommen und sticht kaum ins Auge. Für Bürgermeister Bernhard Stangl gehörte eine attraktive Beschilderung zum Konzept dazu.

 

 

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