18.11.2020 - 12:07 Uhr
PressathOberpfalz

Pressather Bürgermeister spricht sich im Stadtrat für attraktive „Einkaufsmeile“ aus

Dostlerhaus, Mühlgraben, "Haus der der Heimat", "Stadtbodenkonzept" und Bahnhofstraße: Bürgermeister Bernhard Stangl hat etliche Zukunftsprojekte im Blick. Kurzfristig lassen sich jedoch die wenigsten Maßnahmen realisieren.

Wenn an der Bahnhofstraße ein neuer und moderner Einkaufsmarkt entsteht, dann soll auch die Straße selbst durch ein attraktiveres Erscheinungsbild auf das "Einkaufserlebnis" einstimmen. Hierfür hofft Bürgermeister Bernhard Stangl auf Zuschüsse aus der Städtebauförderung.
von Bernhard PiegsaProfil

Für den neuen Netto-Markt, dessen Bau für nächstes Jahr geplant sei, müsse das Kanal- und Wasserleitungsnetz zwischen "Bändel" und jetzigem Geschäftsgelände erneuert werden, kündigte Bürgermeister Bernhard Stangl in der Stadtratssitzung an. Doch auch die Bahnhofstraße auf Höhe des Dietl-Parks solle als „Einkaufsmeile“ ansprechender gestaltet werden, meinte er.

Umfangreiche Planungen und Verhandlungen erfordere ab 2021 die Mühlgraben-Sanierung im Umfeld der „Wasserkante“. Auf längere Sicht werde eine Renovierung des Dostlerhauses unumgänglich sein: „Vor allem der Dachstuhl ist reparaturbedürftig.“

Auf der Agenda bleibe ebenfalls die Sanierung des „Hauses der Heimat“, die die Stadt aber in die Liste der „langfristig“ zu realisierenden Vorhaben einreihen müsse: „Zur Auslagerung des großen Exponatbestands müssen geeignete Räumlichkeiten geschaffen werden, und das ist nicht leicht“, machte der Bürgermeister deutlich. Nicht aus dem Blick verlieren wolle man schließlich das „Geschichtswegenetz“, das Bürger wie Besucher zur Neuentdeckung der Stadt- und Regionalhistorie ermuntern solle.

„Gewiss wird nicht für alles, was in der Bedarfsmitteilung für Städtebaufördermittel aufgeführt ist, ein Zuschuss genehmigt“, schätzte Bernhard Stangl: „Aber wenn etwa 70 Prozent als förderwürdig anerkannt werden, sind wir auf einem guten Weg.“

Auf Anfragen seiner Stellvertreter Max Schwärzer (CSU) und Wolfgang Graser (FWB) informierte er, dass anders als in früheren Bedarfsmitteilungen kein jährlicher Betrag für die Umsetzung des "Stadtbodenkonzepts" vorgesehen worden sei. Der Grund dafür sei, dass Straßen-, Platz- und Gehsteig-Gestaltungsmaßnahmen als Einzelvorhaben in der Liste erschienen.

Schwärzer und Graser verwandten sich dennoch nachdrücklich dafür, einen allgemeinen Verfügungsbetrag „Stadtbodenkonzept“ in die Planung aufzunehmen. Denn es sei nicht auszuschließen, dass auch abseits der in der Bedarfsmitteilung explizit genannten Einzelprojekte Reparatur- und Gestaltungsmaßnahmen notwendig werden könnten.

Stangl akzeptierte diesen Einwand und stimmte der nachträglichen Aufnahme eines entsprechenden jährlichen Verfügungsbetrags von 100.000 Euro zu. Mit dieser Ergänzung billigte der Stadtrat einstimmig die Bedarfsmitteilung, die Richard Waldmann (FWB) als richtigen Schritt hin zu einer bisher vermissten systematischen Gesamtplanung für die Innenstadt begrüßte.

Ähnlich sah es Birgit Baller (SPD): „Wir haben jetzt einen städteplanerischen roten Faden für die nächsten Jahre. Was sich davon verwirklichen lässt, muss man freilich sehen.“ Max Schwärzer schlug vor, als nächsten Schritt das "Stadtbodenkonzept" zu einem „Stadtbodenplan“ für die kontinuierliche Sanierung der Gehsteige weiterzuentwickeln.

Für die Einweihung des Dießfurter Feuerwehrhauses sei der 15. August 2021 ins Auge gefasst, informierte Stangl. Ebenfalls noch im nächsten Jahr sollen Fundamentsicherungsarbeiten an der Altöttingkapelle stattfinden, sofern von Seiten des Nachbarn Maßnahmen im angrenzenden Garten erfolgen. An eine Generalsanierung des Gotteshauses sei aber frühestens 2025 zu denken, teilte der Bürgermeister mit.

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Im Blickpunkt:

"Erzbischof Schwemmer" soll umziehen

Einen würdigeren Standort wünscht sich Bürgermeister Bernhard Stangl für die Stele, die an den vor 75 Jahren in Riggau geborenen und 2001 verstorbenen Erzbischof Hans Schwemmer erinnert. „Jetzt trägt ein nur mäßig repräsentativer Parkplatz seinen Namen und dient als Kulisse für das Denkmal“, bedauerte der Rathauschef in der Stadtratssitzung.

Ein neuer „Erzbischof-Schwemmer-Platz“ könnte nur wenige Meter entfernt an der Einmündung der Baumgartenstraße in die Erbendorfer Straße entstehen. Hier solle im Zuge der Erneuerung der Baumgarten- und Weberstraße ein schön gepflasterter und baumbepflanzter Ruheplatz entstehen, schlug Stangl vor. (bjp)

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