15.03.2020 - 21:18 Uhr
PressathOberpfalz

Pressather Bürgermeister steht fest: Stangl neues Stadtoberhaupt

Pressath bleibt weiterhin rot: Bernhard Stangl wurde mit mit 51,2 Prozent zum neuen Bürgermeister gewählt. Maximilian Schwärzer (CSU) dagegen schlittert erneut knapp am Ziel vorbei.

Auch wenn CSU-Bürgermeisterkandidat Maximilian Schwärzer (links) bei der Wahl das Nachsehen hat, gratuliert er seinem Konkurrenten Bernhard Stangl zum Erfolg: Der SPDler steht die nächsten sechs Jahre an der Spitze der Stadt Pressath.
von Marion Espach Kontakt Profil

Maximilian Schwärzer (CSU) hat den Wahlsonntag mit seiner Familie daheim verbracht, SPDler Bernhard Stangl war selbst noch wählen und gemütlich Eis essen. Den Abend verbrachten die Bürgermeisterkandidaten schließlich gemeinsam in der Schulaula: bei der Bekanntgabe des neuen Pressather Stadtoberhaupts. Und die Bürger haben entschieden: Der 54-Jährige Stangl soll die nächsten sechs Jahre an der Spitze der Stadt stehen.

So groß Stangls Freude über das Vertrauen der Bürger in ihn ist – er erhielt 51,2 Prozent (1261 Stimmen) –, so tief dürfte die Enttäuschung bei seinem Konkurrenten Schwärzer (48,8 Prozent, 1200 Stimmen) sitzen. "Das ist schon bitter, wenn du zum zweiten Mal so kurz vorm Ziel scheiterst", kommentierte der bisherige amtierende Bürgermeister Werner Walberer. Er hätte es zwar beiden gegönnt, dennoch: "Ein bisschen freue ich mich natürlich schon, dass Pressath weiterhin rot bleibt." Trotzdem hätte er auch in dem 50-jährigen CSUler Schwärzer einen würdigen Nachfolger gesehen.

Auch wenn es Schwärzer wieder nicht geschafft hat, die Mehrheit der Bürger von sich zu überzeugen, ist er froh, dass der Wahlkampf vorbei ist. "Vier Monate sind lange. Es war an der Zeit, dass endlich eine Entscheidung getroffen wurde." Erst dann könne man sich neue Ziele setzten und handel, ob als neuer Bürgermeister oder nicht. So hart der Wahlkampf aber auch gewesen sei, so fair sei er aber auch verlaufen "Ich denke, man kann sich immer noch gegenseitig in die Augen schauen, und das ist wichtig", betonte Schwärzer.

Stangl freute sich währenddessen nicht nur darüber, neuer Bürgermeister zu ein, sondern auch über die große Wahlbeteiligung (71, 2 Prozent) der Pressather. "Das ist ein sehr gutes Zeichen und zeigt, dass die Bürger die Zukunft der Stadt mitgestalten wollen." Bevor es Stangl aber anpackt, gestaltet und delegiert, ließ er den Sonntag noch gemütlich ausklingen und genoss seinen Erfolg, und auch Schwärzer verbrachte den Abend lieber ruhig – jeder für sich.

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