Was die Riggauer bei einer Bürgerversammlung am 28. Februar gutgeheißen hatten, soll möglichst zum 1. Oktober vollzogen werden: Dann spült ein neues „volles Rohr“ Wasser aus Pressath ins Ortsleitungsnetz.
Fast einmütig bei nur zwei Gegenstimmen votierte der Stadtrat für die Verknüpfung der Versorgungsnetze. Verwirklicht wird die einfachere und günstigere Lösung: Der Stadtteil erhält weiterhin sein Wasser aus dem Riggauer Hochbehälter, der allerdings aus dem Pressather Reservoir über eine noch zu bauende Verbindungsleitung gespeist wird. Für einen direkten Anschluss an die Pressather Hochdruckleitung sei das betagte Riggauer Leitungsnetz nicht ausgelegt, merkte Bürgermeister Werner Walberer an.
Dass die Stadt nicht erst zum Jahreswechsel 2018/19 die schon bisher von ihren Wasserwarten unterhaltene Riggauer Wasserversorgung übernimmt, hat seinen guten Grund: In diesem Jahr hatte es dort bereits einen Rohrbruch gegeben, und vor allem Norbert Höfer (CSU) und Wolfgang Graser (Freier Wählerblock) hatten sich für eine möglichst baldige Verschmelzung der beiden Netze stark gemacht, damit die Reparatur etwaiger weiterer Leitungsschäden so bald wie möglich unter die finanzielle Verantwortung der Stadt fällt und die Riggauer damit nicht mehr belastet werden.
Die Zusammenführung der beiden Wassernetze soll möglichst bald vollzogen werden, wobei der 1. Oktober anvisiert wird. Voraussetzung hierfür ist, dass bis dahin die Wasserversorgungssatzungen geändert und die nötigen technischen Maßnahmen umgesetzt werden können. Ein Wermutstropfen wird in das dann gelieferte Pressather Nass einfließen: Auch in Riggau gilt ab der Netzfusion der Pressather Wasserpreis von 1,34 statt bisher 1 Euro je Kubikmeter.
Zum Stichtag werde der Wasserverbrauch abgelesen, damit die beiden heuer entstehenden Abrechnungsabschnitte exakt nach den jeweiligen Tarifen abgerechnet werden könnten, versprachen Bürgermeister Walberer und Verwaltungsleiter Josef Stock. Auch werde die Stadt alsbald an die Modernisierung des Leitungsnetzes gehen. Die Kosten für die neue Verbindungsleitung schätzte Werner Walberer auf etwa 250.000 Euro.













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