25.06.2020 - 10:51 Uhr
PressathOberpfalz

Später Storchennachwuchs in Pressath

Das Storchennest auf der Stadtpfarrkirche St. Georg in Pressath gilt seit Jahrzehnten als einer der sichersten Brutplätze des Weißstorchs in der Oberpfalz. In diesem Jahr bestätigt sich das einmal mehr.

Deutlich zu erkennen ist der beringte Vaterstorch mit der Nummer "Praha YA.636". Auch er nimmt seine Versorgerrolle sehr ernst.
von Autor BODProfil

Allerdings stellte sich der Bruterfolg deutlich später ein als in den Nachbarstandorten Weiden, Neustadt/WN und Trabitz. Rund zwei Wochen jünger sind die vier Nestlinge, die sich heuer im Horst breit machen.

Durch die intensiven Beobachtungen von Anneliese Schleicher konnte die Storchenbeauftragte des Landesbundes für Vogelschutz, Oda Wieding, jetzt feststellen, dass sich seit mindestens drei Jahren das gleiche Männchen in Pressath ansiedelt. Der männliche Storch wurde am 4. Juni 2011 in Dobrany im Bezirk Pilsen beringt und scheint sich in der Haidenaabstadt wohlzufühlen.

Schildkrötennachwuchs in Wernberg-Köblitz:

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Ob das Weibchen ebenfalls über einen längeren Zeitraum hinweg bereits in Pressath heimisch ist, lässt sich nicht feststellen. Im Gegensatz zur allgemeinen Meinung sind Störche nicht ihrem Partner, sondern dem Horst treu.

Unterbrochen wurde die lange Reihe der erfolgreichen Aufzuchten nur in den 1990er Jahren durch das aggressive Verhalten der Turmfalken, denen der damalige Stadtpfarrer Ludwig Bock im Türmerzimmer eine Nistmöglichkeit eingerichtet hatte. Die Turmfalken verhinderten durch ihre Attacken über Jahre, dass sich Störche auf dem Kirchendach niederließen.

Das Weibchen beim Füttern. Noch kräftig zulegen müssen die Nestlinge, bis sie den Horst verlassen können.

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