19.06.2020 - 09:35 Uhr
Wernberg-KöblitzOberpfalz

Freude über 16 gepanzerte Kinder

Edmund Schmid aus Wernberg-Köblitz ist seit 40 Jahren Halter von Maurischen Landschildkröten. Seit einigen Jahren erzielt er beachtliche Zuchterfolge in seinem Brutkasten – auch heuer.

Die Schildkröteneltern freuen sich über ihren Nachwuchs, der mittlerweile neun Monate alt ist.
von Anton (Rufn. Toni) WildProfil

Nicht ohne Stolz präsentiert Edmund Schmid seine Schildkrötenfamilie im Freilandgehege in seinem schönen Garten. Das sind die beiden größeren 20-jährigen Weibchen Susi 1 und Susi 2, sowie das etwas kleinere Männchen Strolchi mit ihren 16 gepanzerten Kindern im Alter von neun Monaten. „Die werden uns wohl überleben“, meint der Hobbyzüchter, denn diese sonnenliebenden Tiere aus Afrika und dem Mittelmeerraum können bis zu 100 Jahre alt werden.

Schildkrötennachwuchs gibt es auch in Dirk

Pirk

„Die Männchen sind kleiner als die Weibchen, und Strolchi heißt er deshalb, weil er schon einige Male ausgerissen ist“, ergänzt er. Da in den warmen Herkunftsländern die Sonne die im Sand verscharrten Eier ausbrütet, braucht man in der Oberpfalz einen Brutkasten, bei dem allerdings nachts auch die Temperatur etwas abgesenkt werden muss.

Auch 2018 freuten sich die Schildkröten über 16-fachen Nachwuchs: Hier der Artikel

Strolchi hat nach dem Winterschlaf wieder seine Susis begattet. Im Mai schaufelten sie im Sand Gruben, legten die Eier hinein und deckten die Gruben wieder schön mit Erde zu. „Die Eier müssen im Brutkasten dieselbe Lage haben wie sie gelegt wurden und werden deshalb markiert“, erklärt Schmid. „Nach etwa 70 bis 90 Tagen, also im August, schlüpfen dann die Winzlinge, noch halb mit Eierschale bedeckt“. Die erste Woche zehren sie noch vom Dottersack, dann gibt es Salat, Gurken, Obst, Grünzeug von der Wiese und etwas Kraftfutter aus der Tierhandlung.

Ansonsten seien die Schildkröten genügsame und pflegeleichte Heimtiere, außer vor der Winterstarre Ende Oktober und dem Aufwachen Anfang März. Früher wurden die Krabbler zu Hunderttausenden eingeführt. Heute dürfen nur noch in Deutschland gezüchtete Tiere gehandelt werden. Diese bräuchten zum Nachweis ihrer Herkunft und Abstammung einen Ausweis mit Fotos, normal von vorn und auf dem Rücken liegend, erklärt Edmund Schmid. Er freut sich schon auf den nächsten Nachwuchs im August.

Edmund Schmid zeigt eine 20-jährige Maurische Landschildkröte, die auch heuer wieder ihre Eier im Sand vergraben hat
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