25.10.2020 - 15:24 Uhr
PressathOberpfalz

Stadt Pressath will Sanierung des Mühlbachs anpacken

Wird der Mühlbach in Pressath aufgefüllt oder zumindest teilverfüllt? Bürgermeister und Bauausschuss wollen die Sanierung des Gewässers nicht länger auf die lange Bank schieben.

Von der Sanierungsbedürftigkeit des Mühlbachs zwischen "Wasserkante" (Bild) und früherer Badeanstalt machte sich der Bauausschuss bei einem Ortstermin ein Bild.
von Bernhard PiegsaProfil
Ausloten will die Stadtverwaltung die Förderoptionen für eine Grundsanierung der Treppe bei der "Wasserkante".

„Diese Angelegenheit liegt nun schon an die 30 Jahre auf der langen Bank – und von dort wollen wir sie endlich hinunterschieben“: Anpacken will die Stadt möglichst bald die Sanierung des Mühlbachs zwischen „Wasserkante“ und früherer Badeanstalt mit den beiden Wehren und einer Fischtreppe. Doch für die von Bürgermeister Bernhard Stangl angestrebte „saubere gestalterische Lösung“ wird noch einige Verhandlungs- und Planungsarbeit nötig sein.

Die Thematik berühre Rechte, Interessen und Zuständigkeiten vieler Personen und Institutionen, erinnerte der Bürgermeister in der Bauausschusssitzung: „Die Stadt hat bereits Vorgespräche mit den Anliegern, dem Wasserwirtschaftsamt, dem Landratsamt und der Regierung der Oberpfalz geführt.“ Auch die Naturschutzbehörde müsse in die Planung einbezogen werden.

Immerhin bestehe die Chance auf Städtebaufördermittel, weil das Gewässer innerhalb der Fördergebietsgrenze liege. Die einfachste Lösung, gegen die sich auch das Wasserwirtschaftsamt nicht stellen würde, bestünde darin, den Mühlbach zu verfüllen: „Er war ja einst als Zweckgewässer für den Betrieb der Stadtmühle angelegt worden, und dieser Grund ist inzwischen weggefallen.“

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Allerdings verbinde sich mit diesem Kanal auch ein Stück Stadtgeschichte eben wegen der früheren Nutzung für die Stadtmühle. Zudem befänden sich in diesem Bereich die ehedem vielbesuchte Badeanstalt und ein alter Waschplatz: „Um auf diese historischen Gegebenheiten hinzuweisen, sollte der Mühlbach vielleicht nur zu einem Niedrigwasserbachlauf teilverfüllt werden.“ Wasserwirtschaftsamt, Landratsamt und Regierung hätten hierzu ihr Einverständnis signalisiert. In Kürze werde er mit Vertretern von Wasserwirtschaftsamt und Kreisverwaltung ein Gespräch zwecks „Ideensammlung“ führen, kündigte Bernhard Stangl an.

Die Klärung rechtlicher Detailfragen und Gespräche mit den Anwohnern müssten folgen: „Wir wollen mit tragfähigen Vorschlägen und kompetenten Antworten auf alle Rechts- und praktischen Fragen in die Unterredungen mit den betroffenen Bürgern eintreten.“ Im Blick behalten müsse man auch die Auswirkungen jeglicher Umgestaltung auf den von Verlandungen betroffenen Mündungsbereich von Mühlbach und Haidenaab, gab Stangl zu verstehen.

Sichtbare Spuren hat der Zahn der Zeit auch an der Treppe zwischen Färberweg und Alter Schulgasse nahe der „Wasserkante“ hinterlassen. Anstelle der in einer früheren Sitzung erwogenen Auffrischung der Stufenbeschichtung erwägen Bürgermeister und Bauausschuss nun allerdings eine nachhaltigere „Grundsanierung“. Eventuell, so Stangl, lasse sich die Treppe in einen der geplanten „Stadtgeschichtswege“ einbeziehen. Eine Bezuschussung aus Städtebaumitteln sei dann nicht ausgeschlossen.

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