13.01.2020 - 09:12 Uhr
PressathOberpfalz

Stadterhebung Pressath: Magischer Auftakt zur 175-Jahr-Feier

Pressath steht ein Festjahr bevor. Der Grund: das 175-jährigen Bestehen der Stadterhebung. Auftakt ist ein Kommersabend mit 230 geladenen Gästen. Am Ende sind alle Besucher verzaubert – im wahrsten Sinne des Wortes.

von Stefan NeidlProfil

"Der Schlüssel der Geschichte ist nicht in der Geschichte, er ist im Menschen", zitierte Bürgermeister Werner Walberer den französischen Philosophen Théodore Simon Jouffroy. Zum Auftakt des Festjahres zum Jubiläum des 175-jährigen Bestehens der Stadterhebung waren 230 Gäste in den Pfarrsaal geladen. Bezirksschornsteinfeger Reinhold Hirsch spielte Glücksfee und verteilte Ein-Pfennig-Münzen aus dem Jahr 1970. Taferlträger Magdalena, Nele und Leon, Festdamen und das Fähnlein eröffneten den Empfang mit ihrem feierlichen Einmarsch.

"Unser 175-jähriges Jubiläum verdanken wir keinem geringeren als König Ludwig I. von Bayern", erklärt Walberer. Ludwig I. hatte am 20. Januar 1875 den Markt Pressath zur Stadt erhoben. In erster Linie seien es die Menschen, die Pressath zu einer lebenswerten Stadt machten. Geschichtsbewusstsein und Zukunftsgeist prägen das Zusammenleben. In seiner über 1000-jährigen Geschichte hat die Gemeinde Höhen und Tiefen erlebt.

Ein wenig ist über den Alltag früherer Zeiten bekannt. Aus heutiger Sicht sei der Ablauf schwer vorstellbar. Hungersnöte und Seuchen seien heute in Europa obsolet. Doch Walberer wurde auch kritisch: Die heutigen Bedrohungen heißen Terrorismus, Umweltzerstörung und Klimawandel. Er schloss seine Rede mit einem Zitat von Gotthold Ephraim Lessing: "Die Geschichte soll nicht das Gedächtnis beschweren, sondern den Verstand erleuchten".

Landrat Andreas Meier lobte die Anstrengungen, die Pressath für das Festjahr auf sich nimmt. 175 sei nur eine Zahl, dahinter steckten aber die Menschen die hier lebten und leben. Eine Gesellschaft funktioniere nur durch Einbringung. Jedoch gerate das Ehrenamt unter Druck. Der Landkreis Neustadt/WN stehe gut da. "Eine Gemeinde ist die Summe seiner Bürger und der Landkreis ist die Summe seiner Gemeinden", fasste er zusammen.

Bezirksheimatpfleger Tobias Appl aus Regensburg nahm Referenz auf die Bayernhymne: "Er behüte deine Fluren, schirme deiner Städte Bau." Die Städte seien es, die Bayern ausmachten. Bürgerrechte und Gleichberechtigung begannen in den Städten.Städter zu sein, sei ein anderes Lebensgefühl. Damit gehen Rechte, aber auch Pflichten einher. Ein spezielles Lob hatte Appl für die Festdamen: Als Kartenspieler hatte er bisher eine falsche Meinung, was "Pressada Moidler" seien. Dieser Eindruck wurde durch deren Anblick revidiert.

Höhepunkt des Abends war der Auftritt von Magier Marius Koslowski aus Pressath. Vor allem die Festdamen und Ehrengäste hatten dabei viel Spaß. Ob schwebende Tische, verharkte Eheringe, verschwundene Geldscheine, Zungenbrecher, magische Zahlen oder Gedankenlesen über Buchtexte – Koslowski verblüffte alle und sorgte für eine wunderbare Abrundung der Eröffnungsveranstaltung für das Festjahr.

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