10.03.2021 - 15:38 Uhr
PressathOberpfalz

Steinbühl im Fokus der Stadtplanung

Für das Projekt eines „integralen Stadtplanungskonzepts“ wirbt Bürgermeister Bernhard Stangl in der Bauausschusssitzung. Ein solcher Plan soll Wegweiser für die weitere bürgergerechte Modernisierung und Verschönerung Pressaths werden.

Auf lange Sicht soll die Reichweinstraße nur noch einen Gehsteig behalten. In einer ersten, vorläufigen Sanierungsetappe soll der nördliche Bürgersteig (rechts) hergerichtet und bei der in einigen Jahren anstehenden Generalsanierung der Straße völlig erneuert werden. Am maroderen südlichen Gehsteig (links) werden nur noch sicherheitsgefährdende Schäden repariert, im Zuge der Generalsanierung soll er rückgebaut werden.
von Bernhard PiegsaProfil

Ein besonderes Augenmerk im „integralen Stadtplanungskonzept“ für Pressath soll der Steinbühlsiedlung gelten, die unter Einbeziehung der TSV-Sportanlagen, des Schulareals und des Schleicher-Werksgeländes als eigenes „Sanierungsgebiet“ beplant und weiterentwickelt werden soll.

Das Sportgelände könne laut Bürgermeister Bernhard Stangl beispielsweise eine zusätzliche Aufgabe als Naherholungszone übernehmen. Für die nicht als Baugebiet nutzbaren Biotop- und Grünflächen zwischen Wollauer, östlicher Reichwein- und Wiedenhofstraße sei eine schonende „Nutzung“ als Naturschutzzonen und bei Teilflächen auch als Erholungs-, Park- und Freizeitflächen denkbar. In das Sanierungskonzept könne auch das von SPD wie CSU befürwortete Nahwärmenetz einbezogen werden.

Straßen: Fokus auf "Hauptmagistralen"

Ein besonderes Augenmerk, so Stangl, müsse der Straßensanierung gelten, wobei man für dieses „zweistellige Millionenprojekt“ einen Zeitplan erstellen werde und zunächst die „Hauptmagistralen“ wie Schinner-, Reichwein- und Kolpingstraße in den Blick nehmen sollte. Die Widmung zum Sanierungsgebiet würde den Einwohnern steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten für die Kosten privater Renovierungsmaßnahmen eröffnen.

Pressath: Dauerthema Gehwege

Pressath

Eine gewisse Modellfunktion in puncto Straßensanierung, meinen Ausschuss und Bürgermeister, solle der östlichen Reichweinstraße zukommen. Die Ausschussmitglieder plädierten dafür, im Abschnitt zwischen Schinner- und Schlesierstraße bei der bevorstehenden vorläufigen Sanierung nur den Bürgersteig an der Nordseite (ungerade Hausnummern) herzurichten, der in besserem Zustand sei. Beim maroderen südlichen Gehsteig solle sich die Stadt weitgehend auf die Erhaltung des bestehenden Zustands beschränken, nur offenkundig sicherheitsgefährdende Schäden sollten repariert werden. Bei der in wenigen Jahren anstehenden Generalsanierung werde dieser Gehsteig dann rückgebaut, weshalb sich eine umfassende Instandsetzung nicht mehr lohne. Wie der verbleibende Fußweg nach der Generalsanierung aussehen werde, solle bereits jetzt auf einem kurzen „Musterabschnitt“ gezeigt werden.

Den Wirtschaftsweg, der westlich und nördlich um Eichelberg herumführt, soll die Stadt nach Meinung des Bauausschusses möglichst noch heuer für etwa 65.000 bis 70.000 Euro asphaltieren lassen. Eine entsprechende Empfehlung geht an das Stadtratsplenum. „Ein schnelles Handeln tut hier not, denn von der alten Asphaltdeckschicht aus den 1960er Jahren ist kaum noch etwas übrig“, betonte Bürgermeister Stangl. Eine ebenfalls zur Diskussion stehende bloße Schotterung lehnte der Ausschuss ab, zumal diese mit etwa 50.000 Euro nur unwesentlich billiger käme und weniger dauerhaft wäre. Ob der Ausbau noch in diesem Jahr erfolgen kann, hängt allerdings von der Haushaltsplanung ab.

Zeit drängt bei Verbindungstraße

„Ruinös“ ist nach Einschätzung des Gremiums auch der Zustand der Verbindungsstraße zwischen Wollau und der Winterleite. Dieser Straßenzug sei zwar in das „Kernwegenetz“ des Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzepts VierStädtedreieck einbezogen, informierte Bernhard Stangl: „Aber bis der Ausbau der Kernwege beginnt, werden wohl mindestens fünf Jahre vergehen. Das ist eine Zeitspanne, die die Straße nicht mehr mitmachen wird.“ Auch hier solle man versuchen, die auf etwa 370.000 Euro geschätzten Sanierungskosten noch in den Haushaltsplan 2021 hineinzunehmen.

 

 

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