07.08.2020 - 13:37 Uhr
PressathOberpfalz

Steuerfreiheit für Therapiehunde in Pressath

Therapiehunde werden von der Hundesteuer freigestellt: Dies beschließt der Pressather Stadtrat einstimmig. In der Sitzung geht es aber noch um viele weitere Punkte. Auch der Christkindlmarkt ist im Corona-Jahr noch ein Thema.

Über den Bebauungsplan für die bisherigen "Inselgrundstücke" im Bereich des Solarparks Riggau sprechen Klaus-Peter Fels und Matthias Rembold vom Nabburger Planungsbüro RF Ingenieurberatung.
von Bernhard PiegsaProfil

In Pressath dürfen Therapiehunde künftig steuerfrei leben. Voraussetzung ist allerdings ein Nachweis über eine entsprechende Ausbildung des Vierbeiners. „Wir sind eine der ersten Städte, die eine solche Ausnahmeregelung verabschiedet, und setzen damit ein Zeichen“, betonte Bürgermeister Bernhard Stangl in der Sitzung des Pressather Stadtrates.

Zu den derzeit auf Freitag bis Sonntag von 7 bis 19 Uhr begrenzten Öffnungszeiten der Toiletten am Kiesi Beach merkte Stangl an, dass es bislang nicht möglich gewesen sei, eine Reinigungsfirma mit personellen Kapazitäten für einen ganzwöchigen Reinigungsdienst zu finden. Die Bauhofmitarbeiter könne man hierfür nicht abstellen: „Das Personal hat andere Aufgaben, mit denen es ausgelastet ist.“ Immerhin sei es gelungen, einen Reinigungsdienst für das Wochenende zu organisieren: „Wir hätten aufgrund der Pandemievorschriften die Toiletten auch komplett schließen können, aber das wollten wir nicht.“ Die Stadt sei bereit, die Öffnungszeiten auszuweiten, falls sich Reinigungskräfte für die übrigen Wochentage fänden.

Kiesi Beach: Hunde müssen draußen bleiben

Pressath

Für die Sommerferien ermunterte der Bürgermeister die Vereine, noch Ferienprogrammveranstaltungen vorzubereiten, die natürlich mit den gegenwärtigen Ausnahmevorschriften vereinbar sein müssten. Die Stadt werde solche Angebote wie üblich fördern. Nicht gänzlich aufgeben wolle man trotz der „coronabedingten“ Unwägbarkeiten die Planungen für den Christkindlmarkt: „Eine Absage ist nicht auszuschließen, aber wir sollten uns vom Virus nicht das Heft aus der Hand nehmen lassen.“ Ein Markttreiben in vereinfachter Gestalt bleibe einstweilen auf der Tagesordnung.

Für den Sankt-Georgs-Chor und den Kulturkreis wies Richard Waldmann auf die Mozart-Serenade des Chors am 23. August um 17 Uhr im Atrium der Volksschule, die Hera-Lind-Lesung im Pressather Pfarrsaal am 20. September und die Horst-Eckert-Krimilesung in der Trabitzer Alten Säge am 15. Oktober hin.

Einstimmig billigten die Räte den von Ingenieur Klaus-Peter Fels und Landschaftsarchitekt Matthias Rembold (RF Ingenieurberatung, Nabburg) vorgestellten vorhabenbezogenen Bebauungsplan „Solarpark Riggau II“ für die bisher inselgleich aus der Riggauer Solarparkfläche ausgesparten Flurstücke Riggau 355, 356 und 385. Für die Gestaltung dieser Fläche gelten die gleichen Vorgaben wie für das umliegende Solarpark-Areal.

Zustimmung fanden auch die von Stadtplanerin Lena Beyrich (Büro TB Markert, Nürnberg) geänderten Planentwürfe für das „Industriegebiet Döllnitz/Bauabschnitt II“. Neben punktuellen Präzisierungen und Änderungen, die sich aus den Stellungnahmen des Landratsamts, der Unteren Naturschutzbehörde sowie der Naturschutzverbände „Bund Naturschutz“ und VLAB ergaben, sehen die Planunterlagen vor allem eine Süderweiterung um die Flurstücke Pressath 4448 und Riggau 670/1, 682, 683/16 und 686 sowie um Teilflächen der Flurstücke Riggau 671, 671/1 und 672 vor. Die geänderten Pläne für beide Vorhaben werden im Zuge des Öffentlichkeitsbeteiligungsverfahrens ausgelegt.

Nicht vergessen wurde eine Gedenkminute für Anton Murr, an dessen Verdienste als Kreiskämmerer und Pressather Kirchenpfleger Bürgermeister Stangl erinnerte.

Ferner informierte er, dass das neue Feuerwehr-Einsatzfahrzeug für die Feuerwehr Troschelhammer eingetroffen sei. Eine Einweihung und Segnung im umständehalber „kleinen Rahmen“ sei ebenso geplant wie eine Präsentation bei einer Öffentlichkeitsveranstaltung der Feuerwehr Pressath am Kirchweihtag im Professor-Dietl-Park.

Die geänderten Pläne für den zweiten Bauabschnitt des Industriegebiets Döllnitz erläutert Lena Beyrich vom Planungsbüro TB Markert.

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