27.10.2019 - 09:16 Uhr
PressathOberpfalz

Streit im Schlamm festgefahren

Johann Schiffmann ist aufgebracht: „Was das Wasserwirtschaftsamt mir brieflich angeboten hat, ist schlichtweg indiskutabel“, machte er seinem Ärger beim Ortstermin des Stadtrats-Bauausschusses Luft.

Für Johann Schiffmann (Vierter von rechts) steht fest: Mit moderaten Korrekturen am Uferlauf der Haidenaab ist die Überflutungsgefahr für sein Grundstück nicht gebannt. Bürgermeister Werner Walberer (Dritter von rechts im Kreis der Bauausschussmitglieder) hofft, im Streit zwischen Schiffmann und dem Wasserwirtschaftsamt doch noch vermitteln zu können.
von Bernhard PiegsaProfil

Die Weidener Behörde hält daran fest, dass die schon vor einigen Monaten vorgeschlagenen moderaten Änderungen in der Ufergestaltung der Haidenaab unmittelbar oberhalb der Bahnbrücke ausreichen, um die Überschwemmungsgefahr für Schiffmanns Grundstück am Färberweg zu bannen. Sollte Johann Schiffmann auf einer Abbaggerung der Schlamm-“Insel“ bestehen, die sich beim Zusammenfluss von Haidenaab- und Mühlkanallauf erneut aufgeschwemmt hat und nach seiner Einschätzung den Wasserabfluss bei starkem Niederschlag oder Schneeschmelze rückstaugefährlich behindert, so müsste er die Kosten hierfür und für die Entsorgung des Sedimentmaterials tragen. Dies sei unannehmbar, zumal der Schlamm, für dessen Aufschwemmung er ja nicht verantwortlich sei, möglicherweise Schadstoffbelastungen aufweise, stellte er gegenüber Bürgermeister Werner Walberer und den Ausschussmitgliedern klar.

Walberer signalisierte seine Bereitschaft, sich nochmals als Vermittler in den verfahrenen Streit zwischen Bürger und Behörde einzuschalten, an dessen Beilegung auch die Stadt interessiert sei. Doch liege die letzte Entscheidung beim Wasserwirtschaftsamt – oder im Falle eines Rechtsstreits eben bei den Gerichten. Leichter fiel die Entscheidung des Bauausschusses im Hinblick auf die ebenfalls von Johann Schiffmann dringend angemahnte Ausbaggerung des Mühlkanallaufes zwischen der früheren Badeanstalt und den Färberweggrundstücken: Hier ist die Stadt entweder allein oder gemeinsam mit den Anwohnern Grundeigentümerin und kann deshalb das Nötige in die Wege leiten, was im kommenden Jahr auch geschehen soll.

Dem Wildparken auf der Grünfläche beim Haus der Vereine, auf das Stadträtin Charlotte Hautmann hinwies, will die Stadtverwaltung mittels Pollern ein Ende bereiten. An die seit Längerem angekündigte Reparatur schadhafter Bordsteine in einem Teilbereich der Böttgerstraße erinnerte Stadtrat Stephan Dippl. Das gemeindliche Einvernehmen erteilte der Bauausschuss folgenden Bauvorhaben: Bauvoranfrage für den Neubau eines Wohnhauses in Dießfurt; Bauantrag für den Anbau einer Maschinenhalle in Pfaffenreuth; Bauantrag für den An- und Umbau eines Einfamilienhauses in Pressath; Bauantrag für den Neubau eines Wohnhauses mit Carport und Geräteraum in Pressath; Bauantrag für den Neubau eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage in Herzogspitz; Bauantrag der Stadt Pressath für eine Grabenverrohrung (Pointgraben zwischen Wavelight und Heidweg).

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