26.10.2020 - 15:00 Uhr
PressathOberpfalz

Strittiger Straßenname Thema im Pressather Bauausschuss

Dorf oder Industriegebiet? Das ist in Döllnitz bei Adressen häufig die Frage, Die Verwechslungsgefahr ist groß – und eine Lösung noch nicht in Sicht.

Mit dem Fortgang der Befestigungsarbeiten an der Erschließungsstraße des Industriegebiets Döllnitz ist der Bauausschuss zufrieden. Ob die Straße einen neuen Namen erhalten wird, ist allerdings ungewiss.
von Bernhard PiegsaProfil

Einerseits „Döllnitz“, andererseits „Industriegebiet Döllnitz“: Fast gleichlautende Adressen in Dorf und Gewerbegebiet stiften immer wieder Verwirrung.

Ob der vor einigen Monaten im Stadtrat diskutierte neue Name „In der Lohe“ für die Industriegebietsstraße vergeben wird, ist inzwischen jedoch fraglich: Ein Unternehmen rechnet bei einer Namensänderung mit Folgekosten in Millionenhöhe.

„Für die meisten der betroffenen Firmen würden sich die Kosten und logistischen Folgen in einem überschaubaren Rahmen halten“, berichtete Bürgermeister Bernhard Stangl in der Sitzung des Bauausschusses.

Eines der Unternehmen, das „weltweit agiert“, habe jedoch dargelegt, dass die Zollverwaltungen derartige Änderungen nur sehr schwerfällig registrierten: „Deshalb befürchtet man enorme Probleme bei Export und Verzollung – das könnte so weit gehen, dass die Produkte nicht über die Zollgrenzen gelassen werden.“

Als Alternative könnte sich laut Stangl anbieten, im Ort Döllnitz Straßenbezeichnungen einzuführen: „Dieses Thema sollte in einer Ortsversammlung zur Sprache gebracht werden.“

Reibungslos verlaufen im Industriegebiet demgegenüber die Bauarbeiten an der Industriegebietsstraße, wo zwischen „Corrtech“ und „Wavelight“ der Straßenrand befestigt wird, sowie auf dem Gelände am Heidweg, auf dem die Firma Ziegler zwei Lagerhallen und ein Pelletwerk errichtet. Die Hallen sollen im ersten Quartal 2021 fertiggestellt werden, der erste Spatenstich für das Pelletwerk ist für Anfang November geplant.

„Hier rechnet man mit der Inbetriebnahme im dritten Quartal 2021“, ließ Bernhard Stangl wissen. Im Zuge dieser Arbeiten solle ein größeres Regenrückhaltebecken angelegt werden, das Niederschlagswasser aus dem Ziegler-Grundstück und angrenzenden städtischen Flächen auffange.

Auch die Arbeiten am Dießfurter Feuerwehrhaus gingen zügig vorwärts: „Die Zusammenarbeit zwischen Baufirmen, Feuerwehr und Stadt klappt ohne größere Komplikationen.“ Das dortige öffentliche WC solle zugänglich bleiben, allerdings werde es aus sicherheitstechnischen Erwägungen und wegen der Einbruchsgefahr keine direkte Verbindungstür zwischen Gebäude und barrierefreier Toilette geben.

Fast abgeschlossen seien die Arbeiten am stadteigenen Keller beim Anwesen Münsterer in der Von-Zedtwitz-Straße: „Das Gewölbe wurde wieder freigelegt und soll keine Metalltür, sondern eine Holztür erhalten", teilte der Bürgermeister mit Auf Verputz sei verzichtet worden.

Mittelfristig sollte die Stadtverwaltung die zahlreichen Kellergewölbe im Stadtgebiet erfassen, statisch untersuchen und eventuell in ein touristisches Konzept integrieren, schlug Stangl vor.

Mehr aus dem Pressather Bauausschuss

Pressath

Dritter Bürgermeister Wolfgang Graser empfahl, in der Tulpenstraße die Geschwindigkeitsbegrenzung „30“ auch auf der Fahrbahn zu kennzeichnen, weil viele Autofahrer, die von der Schulstraße her in Richtung Kindergarten führen, „recht wild unterwegs“ seien und nicht auf Rechts-vor-links-Regelungen achteten.

Schließlich informierte der Bürgermeister, dass es coronabedingt die üblichen Gedenkfeiern am Volkstrauertag nicht geben werde. Gemeinsam mit Mitgliedern des Stadtrats wolle er aber an den Mahnmalen Kränze niederlegen. Näheres werde in der Stadtratssitzung am 29. Oktober festgelegt.

Im Blickpunkt:

Neues Kioskhaus für Kiesibeach?

Bei einer Ortsbesichtigung des Kiesibeach-Geländes sprachen Bauausschuss und Bürgermeister über Aspekte einer möglichen Weiterentwicklung des Freizeitareals. So seien die Kioskräume und Sanitäranlagen im Wasserwachthaus nicht mehr zeitgemäß, so dass man einen Neubau erwägen sollte. Die derzeitigen Kioskräume könnten dann beispielsweise zu Lagerräumen umgebaut werden. Der Stadtrat werde sich in den nächsten Sitzungen mit diesem Thema eingehender befassen. (bjp)

 

 

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