26.09.2019 - 10:30 Uhr
PressathOberpfalz

Wasserwirtschaftsamt gesprächsbereit

Der „Presserummel“ hat etwas bewegt: Das Wasserwirtschaftsamt Weiden will nun doch nochmals prüfen, ob eine weiter gehende Bereinigung des Haidenaablaufes angebracht sei. Dies gab Bürgermeister Walberer in der Bauausschusssitzung bekannt.

Ein Einwohner des Mühlbachviertels wehrte sich gegen die nur mehr geringfügigen Pflegearbeiten des Wasserwirtschaftsamts am Haidenaablauf, weil er eine erhöhte Überschwemmungsgefahr befürchtete. Nun will die Behörde doch prüfen, ob wieder eine umfassendere Bereinigung wie in früheren Jahren stattfinden soll.
von Bernhard PiegsaProfil

Der Pressather Johann Schiffmann hatte bei diversen Stellen von der Stadtverwaltung bis hinauf zum Petitionsausschuss des Landtags auf eine durchgreifendere Entschlammung des Flusslaufes bei den Bahn- und Bundesstraßenbrücken im Westen der Stadt gedrungen, um befürchtete Überschwemmungen seines Grundstücks im Mühlbachviertel zu vermeiden. Walberer begrüßte die Ankündigung der Weidener Behörde, die auch dem Wunsch der Stadt entspreche.

Zufrieden zeigten sich Bürgermeister und Ausschussmitglieder auch über den Fortschritt bei der Neugestaltung der Professor-Dietl-Anlage. Die durch den Park führenden Wege sollen in der zweiten Oktoberwoche asphaltiert, das Gefallenenehrenmal bis zum Volkstrauertag würdevoll hergerichtet werden. Anfang Dezember soll die neue WC-Anlage fertiggestellt sein. „Bis auf Kleinigkeiten abgeschlossen“ ist laut Werner Walberer die Fassadensanierung des Rathauses, dessen Straßenfront ein neuer Metallschriftzug ziert. Für das neue Dießfurter Feuerwehrgerätehaus liegt die Baugenehmigung vor. Die nicht unerheblichen Kosten für den städtebaulichen Mehraufwand werden nun von der Regierung der Oberpfalz geprüft.

Den finanziellen Aufwand für eine Sanierung zweier schadhafter Teilstücke der Gemeindeverbindungsstraße beim Kreuzerhof will die Stadtverwaltung berechnen und zudem prüfen lassen, ob das Straßenstück in das „Kernwege“-Förderprogramm der ILE (Integrierte Ländliche Entwicklung)-Region VierStädtedreieck aufgenommen werden kann. Erhalten bleibt vorerst der Parkplatz in der westlichen Schulstraße bei der ehemaligen Altstadt-Apotheke, der Behindertenparkplatz an der Ecke Schulstraße/Schellenberg soll durch eine Fahrbahnmarkierung deutlicher als solcher gekennzeichnet werden.

Auf Anfrage von Charlotte Hautmann (CSU) bekräftigte Bürgermeister Walberer, dass der Abbruch des Stadels beim Haus der Heimat im Zusammenhang mit der Neuverlegung von Wasser- und Kanalleitungen aus der Baumgartenstraße unumgänglich sei. Hautmann hatte vorgeschlagen, die Stadel während der geplanten Museumssanierung als Zwischenlager für Exponate zu nutzen. Ferner mahnte die CSU-Rätin an, in einer der nächsten Ausschuss- oder Stadtratssitzungen über den aktuellen Stand der Bauhofplanungen zu informieren. Wolfgang Graser (Freier Wählerblock) wies darauf hin, dass der Weg beim Spielplatz „Brückl“ neu aufgeschottert werden sollte.

„Isolierte Befreiungen“ von den Bebauungsplanvorgaben für die Umfriedungsgestaltung gewährte der Bauausschuss für die Grundstücke der Familien Murr (Rosenstraße) und Schuster (Gartenstraße). Dieses vereinfachte Verfahren erlaube es der Stadt, die aus heutiger Sicht oft allzu strengen Vorschriften früherer Bebauungspläne flexibler zu handhaben. Eine „Entrümpelung“ der Bebauungspläne, wie sie Stefan Brüderer (CSU) vorschlug, wäre laut Bürgermeister Walberer mit einem immensen bürokratischen Aufwand verbunden: „Da ist die Gewährung beantragter isolierter Befreiungen der einfachere Weg.“

Info:

Einvernehmen für Bauanträge

Das gemeindliche Einvernehmen erteilte der Bauausschuss für folgende Bauanträge: Umbau der früheren Altstadt-Apotheke zum Wohnhaus; Anbau Balkon an bestehendes Einfamilienhaus, Pressath; Neubau Einfamilienhaus mit Doppelgarage, Zintlhammer; Neubau Fertiggaragen, Waldmühle; Neubau Einfamilienhaus mit Doppelgarage, Hessenreuth; Holzzentrum Ziegler, Neubau Spänesilo, Industriegebiet Döllnitz.

Pressath

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