12.03.2020 - 13:35 Uhr
PüchersreuthOberpfalz

Freude über baldige Fertigstellung

Die Sanierung des Gemeindehauses in Wurz soll im Juli abgeschlossen sein. Die Theatergruppe kann damit im Herbst den Saal wieder nutzen. „Alle warten schon auf die Fertigstellung“, sagt Bürgermeister Rudolf Schopper. Und auf neues Theater.

Das Gemeindehaus in Wurz soll bis zum Sommer fertig saniert sein. Kommende Woche beginnen die Dacharbeiten, im Inneren ist die Sanierung weitgehend abgeschlossen.
von Gabi EichlProfil

Architekt Ulrich Greiner bringt den Gemeinderat auf den aktuellen Stand. Demnach ist der Kindergarten, in dem der Betrieb schon wieder läuft, bis auf Außendämmung und Außenanlage fertig saniert, im Gemeindehaus selbst sind die Innenarbeiten weitgehend abgeschlossen, ebenso außen die Trockenlegung und die Unterfangungsarbeiten. In der kommenden Woche wird den Worten Greiners zufolge das Gerüst für die Dach- und Dachstuhlsanierung aufgestellt, die in den folgenden sechs Wochen über die Bühne gehen soll. Das Dach sehe gar nicht so schlecht aus, sagt Greiner, im Dachgeschoss habe die Zimmerei wenig Schäden festgestellt. Nach der Dachsanierung folge die Außendämmung zuerst des Kindergartens, dann des Gemeindehauses, der letzte Schritt sei dann die Fertigstellung der Außenanlage des Kindergartens.

Die geplante Photovoltaikanlage bei Eppenreuth bringt der Gemeinderat einstimmig auf den Weg, allerdings in einer größeren Form als bisher vorgesehen. Alternativen zum Standort seien geprüft, aber durchwegs wieder verworfen worden. Die Erweiterung der Eppenreuther Anlage ist laut Schopper notwendig, um auf die erforderlichen gut neun Megawatt Leistung zu kommen, mit der die Anlage erst wirtschaftlich sei. Die Grundstücksbesitzer stünden hinter dem Projekt.

Einem Antrag auf Vorbescheid zur Errichtung eines Elektrohandwerksbetriebs mit Lager, Bürofläche und Garage im Lohweg im Baugebiet Wurz Nord erteilt der Gemeinderat sein Einvernehmen nicht. Der nach den vorliegenden Plänen „sehr massive Baukörper“ verletze allzu viele Grenzvorschriften und Vorgaben des Bebauungsplanes. Schopper spricht von einer „langen Liste“. Der Gemeinderat stellt sein Einvernehmen jedoch in Aussicht, wenn der Plan dahingehend überarbeitet wird, dass die Abstandsflächen nicht mehr in dem großen Ausmaß verletzt und die Abweichungen vom Bebauungsplan genauer definiert werden. Grundsätzlich begleite man das Vorhaben wohlwollend, sagt der Bürgermeister.

Sein Einvernehmen erteilt hat der Gemeinderat zwei kurzfristig aufgenommen Anträgen. Dabei geht es einmal um die Errichtung einer Dachgaube, die Neugestaltung des Schuppendaches und den Austausch von Dachfenstern am Wohnhaus in der Hauptstraße 58 in Püchersreuth und um den schon einmal behandelten Umbau eines Rinderstalls in einen Bio-Hähnchenstall mit Freilauffläche und Freilauf-Wintergarten.

Wie die Nachbarn in Störnstein kommen auch die Püchersreuther zu dem Schluss, dass sie derzeit keinen Glasfaseranschluss für das Rathaus brauchen, auch wenn dieser zu 90 Prozent gefördert wird. In ein paar Jahren werde es Glasfaser für alle Haushalte geben, dann müssten ohnehin wieder Leitungen verlegt werden; bis dahin könne auch das Rathaus warten, heißt es.

Ein Angebot der Firma Eller Brandschutztechnik für eine Erneuerung der Rauchmeldeanlage in der Grundschule ist dem Gemeinderat zu ungenau. Schopper wird verschiedene Fragen zu dem Angebot klären und ein weiteres Angebot einholen, ehe der Gemeinderat über Umfang und Art der Erneuerung der Anlage beschließt.

Der Süd-Ost-Link bleibt Thema des Gemeinderates. Der Bürgermeister berichtet von der Rundfahrt mit Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (die Oberpfalzmedien berichteten), eine „fadenscheinige Veranstaltung“, die nicht zielführend gewesen sei, wie Schopper sagt. Der Klageweg sei im aktuellen Stadium nicht zu beschreiten, daran sei erst zu denken, wenn das Planfeststellungsverfahren abgeschlossen sei. „Wir bleiben auf jeden Fall dran“, versichert Schopper auf eine Nachfrage von Michaela Treml (SPD). Der Bürgermeister sagt, er sei nach wie vor der Meinung, dass die Verantwortlichen das gesamte Projekt „auf Null stellen“ und noch einmal darüber nachdenken sollten, ob es denn wirklich notwendig sei.

Am Püchersreuther Sportplatz stehen zwei hohe Bäume, die Anwohnern ein Dorn im Auge sind. Angeblich hat das Laub der Bäume in den Dachrinnen schon Wasserschäden an Häusern verursacht. Treml weist darauf hin, dass unter diesen Bäumen der einzige Schattenplatz für Zuschauer sei. Und sie fragt, ob die Anwohner mit den Wasserschäden ihre Dachrinnen nicht kontrolliert hätten. Schopper schlägt vor, die Bäume in der Höhe zu stutzen, ohne deren Schattenwirkung zu zerstören.

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