Nicht nur Pfarrer Michael Kelinske strahlte beim Zug zu St. Peter und Paul, sondern alle, die dabei waren. Die Sonne leistete nicht nur zu Beginn des Festtages ihren positiven Beitrag, sondern auch beim anschließenden Gemeindefest in der Grundschule.
Recht ansehnlich war der Kirchenzug mit Bürgermeister, Gemeinderäten, Vereinsvertretern, Käthe Pühl als Präsidentin der Dekanatssynode und Pfarrer Volker Wappmann, die von der Grundschule zur Kirche zogen. Auf einen Bollerwagen hatte Rainer Radies aus Mohrenstein-Mühle ein Holzgestell gebaut, in dem die neue 177 Kilogramm schwere Glocke befestigt war. 14 Kinder zogen und schoben den geschmückten Wagen zur Kirche. Das Gefährt war so gebaut, dass es durch das enge Kirchenportal passte und schließlich am Taufstein stand.
In der voll besetzten Kirche betonte Pfarrer Kelinske, die doppelte Bedeutung des Symbols der Taube für das Pfingstfest, das Fest des heiligen Geistes und für den Frieden mit der Weihe der Glocke. Mit dem ersten Anschlagen stellte Dekan Wenrich Slenczka die neue Friedensglocke in den Dienst Gottes. Ihr Klang solle die Menschen zum Frieden mahnen.
"Wer versteht denn den Ruf der Glocken?", fragte der Dekan. "Wenn sie am Sonntagmorgen läuten, schimpfen viele Menschen - die anderen hören den schönen Klang und das ist für sie Musik." Sie läuteten nicht nur für besondere und freudige Ereignisse, sondern auch dann, wenn man sich von einem lieben Menschen verabschiede. "Die Glocke verschönert unser Leben und sie ruft uns zu Christus, damit wir miteinander hören. Christus lebt in uns und er schenkt uns sein Leben. Wir müssen mit dem Geist von Pfingsten beschenkt sein."
Pfarrer Kelinske dankte allen die zum Gelingen des Fests ihren Beitrag leisteten. Besonders erwähnte er die, die für die neue Glocke gespendet hätten. "Gerne nehmen wir auch noch Spenden an."
Dass die ökumenische Zusammenarbeit funktioniere, zeige die Tatsache, das Pfarrer Manfred Wundlechner den Sonntagsgottesdienst verlegt habe. Zum Kirchenzug erklangen auch die Kirchenglocken der katholischen Pfarrei. Die Grüße der politischen Gemeinde überbrachte Bürgermeister Rudolf Schopper. Er lobte das Engagement der evangelischen Kirchengemeinde. Er sei stolz auf diese Tradition. Die Gemeinde habe ihren Zuschuss für die Glocke in Höhe von 1000 Euro bereits überwiesen.
Der Posaunenchor aus Plößberg musizierte während des Gottesdiensts. Das anschließende Mittagessen lieferte der Partyservice Mois und das Gemeindefest ging am Nachmittag mit Kaffee und Kuchen weiter. Beim Gemeindefest überreichten die Püchersreuther Vereine 500 Euro und das Generationen-Dorf-Café 100 Euro für die Glocke.














Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.