23.03.2020 - 13:48 Uhr
PüchersreuthOberpfalz

Es gibt noch Hoffnung für den OWV Püchersreuth

Der Oberpfälzer Waldverein Püchersreuth ist aus dem Hauptverein ausgetreten. Nun stellt sich die Frage, ob der Verein in abgespeckter Version weiterhin existieren kann. Auch der Hauptvorsitzende des Hauptvereins äußert sich zur Situation.

Die Emmauswanderung ist eine von vielen Veranstaltungen, die der OWV Püchersreuth organisiert. Wie es mit dem Heimatverein nach der Trennung vom Hauptverein weitergeht, steht noch nicht fest.
von Redaktion ONETZProfil

Den OWV Püchersreuth wird es unter diesem Namen und in dieser Form nicht mehr geben. Die Mitglieder des Zweigvereins haben sich entschlossen, ab sofort getrennte Wege vom Hauptverein zu gehen. Hauptgrund sind die Finanzen, gehen doch die meisten Vereinsbeiträge der Püchenreuther an den Hauptverein oder die Vereinszeitschrift "Arnika".

Nun stellt sich die große Frage: Wie geht es mit dem heimatverbundenen Verein weiter? In der letzten Vorstandssitzung haben die Mitglieder über Alternativen gesprochen, wie sie den Verein dennoch weiterführen können, informiert ein Presseschreiben von Kassenwartin Frieda Mois. "Einen neuen Vereinsnamen finden. Eine neue Vorstandschaft wählen", lautet das erste Vorgehen. Auf die Namensfrage haben die Mitglieder schon eine Antwort gefunden. So wird der ehemalige OWV Püchersreuth wohl bald "Heimat-und Kulturverein" (HuK) heißen. Auch für den Vorstand gebe es schon ein neues Gesicht, das in Frage kommt, berichtet Mois. Das sei aber alles noch nicht offiziell.

Das Hauptproblem des Vereins bleibt jedoch weiterhin bestehen und liegt beim hohen Altersdurchschnitt. "Die Jugend hat kein Interesse am Verein. Wir haben schon alles versucht, um das Vereinsleben an die Jugend anzupassen", erklärt Mois im Gespräch. Sie sieht das Problem aber nicht beim OWV Püchersreuth selbst, sondern an der Tatsache, sich zu engagieren, was ja bedeute, seine freie Zeit zu opfern.

Auch im Hauptverein fehlt die Jugend. Hauptvorsitzender Armin Messner kann das nachvollziehen, da viele junge Leute oft für längere Zeit die Heimat verlassen, beispielsweise um zu studieren. Doch neben der Jugend fehlt nun auch Püchersreuth im Vereinsleben. "Es tut schon immer weh, wenn sich ein Zweigverein verabschiedet", bedauert Messner. Doch könne er niemanden dazu zwingen, im Hauptverein zu bleiben. "Das sind alles eigenständige Vereine", fügt der Vorsitzende hinzu. Obwohl es sich aktuell um einen Einzelfall handelt, stehen ein paar andere Vereine auf der Kippe, die wohl eines Tages dem Zweigverein Püchersreuth nachziehen. Außerdem bestätigt Messner, dass sich die Mitglieder des OWV Püchersreuth vor allem wegen der hohen Beitragskosten für den Rückzug aus dem Verein entschieden haben.

Diese kämpfen nun weiter darum, ihren Verein zumindest in abgespeckter Form zu erhalten. Das heißt vor allem, dass der Verein weniger Veranstaltungen organisieren wird. Die Vier-Tages-Fahrt, das Aufstellen des Osterbrunnens, das Petersfeuer sowie verschiedene Wanderungen wolle der Verein beibehalten, heißt es in der Pressemitteilung.

Wie die Zukunft des Püchersreuther Vereins aussieht, bleibt erstmal bis zur Jahreshauptversammlung abzuwarten. Diese muss aufgrund des Coronavirus verschoben werden.

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