05.10.2020 - 15:22 Uhr
PüchersreuthOberpfalz

Püchersreuth wächst stetig

Die Kindergärten der Gemeinde sind laut Bürgermeister „rappelvoll“, die Krippe in Wurz ist sogar bis zum Kindergartenjahr 2022/23 ausgebucht. Wenig verwunderlich, denn die Gemeinde verzeichnet kontinuierlich Zuzüge und Geburten.

Die Püchersreuther Kindergärten sind gut ausgelastet.
von Gabi EichlProfil

Bürgermeister Rudolf Schopper berichtet dem Gemeinderat über die aktuelle Situation. Den Püchersreuther "Kinderstodl" besuchen demnach aktuell 36, die Krippe 12 und den Hort 10 Kinder. 2021 sei mit 40 Kindergartenkindern im Durchschnitt zu rechnen. Die Krippe habe Voranmeldungen schon bis Januar 2022.

Mittelfristig sei geplant, Räume in der Schule für eine Betreuung von Schulkindern zu nutzen. Von 2025 an sei man verpflichtet, eine Ganztagesbetreuung an der Grundschule anzubieten; die Gemeinde müsse sich also spätestens im kommenden Jahr Gedanken über einen notwendigen Anbau machen.

Den Wurzer Kindergarten besuchen derzeit 27 Kinder, die Krippe 13, von denen drei jedoch nicht aus der Gemeinde stammen. Über kurz oder lang müsse für die Fälle über Alternativen nachgedacht werden, um ausreichend Plätze für Kinder der Gemeinde selbst zu haben. Für die Wurzer Krippe seien erst von März 2023 an Plätze verfügbar.

Projekte in Püchersreuth

Püchersreuth

Corona-Hygiene teuer

Schopper erläutert dem Gemeinderat den Rahmenhygieneplan für den Schulbetrieb und die Nutzung der Turnhalle. "Es funktioniert", sagt er, koste aber eine Menge Geld. Die Reinigungskosten seien auf etwa 1500 Euro im Monat gestiegen, bisher waren es nicht ganz 800 Euro. Für die Nutzung der Turnhalle durch Vereine müsse sichergestellt sein, dass Geräte, Boden und Toiletten gereinigt würden, sagt Schopper. Die Schule nutze aktuell weder Toiletten noch Umkleideräume, diese würden daher nicht vom Reinigungsdienst der Schule geputzt.

Maria Sauer (SPD) regt an, ein schriftliches Nutzungskonzept zu erstellen, das auch entsprechend kontrolliert werde. Denn aktuell wisse man nicht, wer wann die Halle nutze. "Das ist etwas, das mir schon ganz lang sauer aufstößt", sagt sie. Auch müssten die Übungsleiter in Bezug auf die Hygienerichtlinien geschult werden, denn verantwortlich sei die Gemeinde, wenn etwas passiere. Simon Schönberger (FWG) sagt, ein aktueller Belegungsplan existiere durchaus, er sei nur nicht an die Gemeinde weitergegeben worden. Die Übungsleiter des Sportvereins seien inzwischen auch entsprechend geschult.

Sätze für Hundesteuer

Die neue Mustersatzung zur Hundesteuer übernimmt die Gemeinde weitgehend - mit dem zusätzlichen Hinweis, dass der erste Hund 24 Euro kostet, jeder weitere 30 Euro.

Bitratenanalyse zu teuer

Auf die Erstellung einer Bitratenanalyse (Bayerische Gigabitrichtlinie) verzichtet die Gemeinde wie andere in der Verwaltungsgemeinschaft. Für eine rein statische Karte ohne dynamische Anpassung seien 13 000 Euro zu viel Geld, auch wenn die Erstellung zu 100 Prozent gefördert werde, sagt Schopper. Der Gemeinderat sieht das genauso.

"Gütesiegel Heimatdorf 2021"

Die Gemeinde wird sich auf Vorschlag des Bürgermeisters an dem Wettbewerb "Gütesiegel Heimatdorf 2021" beteiligen. Man habe in jedem Dorf der Gemeinde etwas Besonderes zu bieten, so Schopper.

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