12.11.2019 - 15:01 Uhr
PüchersreuthOberpfalz

Querungsbauwerk und Forstweg

Zwei kommunale Bauvorhaben stehen im Mittelpunkt der Novembersitzung des Gemeinderates. Die Püchersreuther Räte diskutieren einen Wirtschaftswegebau und weitere Maßnahmen für die Freigefälleleitung bei der Kläranlage.

von Redaktion ONETZProfil

Zum einen ging es um die Instandsetzung eines Forstweges, der zwischen Botzersreuth und Rotzenmühle östlich Richtung Ziegenholz abzweigt und als Zufahrtsmöglichkeit zum Auerberg erhalten werden soll. Ein Rückbau des Weges würde eine teure Entsorgung nach sich ziehen. Nun gelte es, in Planungen einzutreten und die Kosten im Haushalt zu berücksichtigen. Zweiter Bürgermeister Josef Stangl, der vor einer Woche an einem Ortstermin mit Beteiligten und Fachbehörden teilgenommen hatte, erläuterte dazu Einzelheiten. Statt eines teuren kompletten Neubaus gehe es um eine Sanierung auf einer Gesamtlänge von etwa 700 Metern. Die alte Fahrbahn müsse in geringem Maß auf drei Meter verbreitert und auf den bisherigen Unterbau eine Asphaltschicht von maximal 19 Zentimetern aufgebracht werden. Neben der Fahrbahn würde geschottert. Außerdem würden zwei geteerte Ausweichstellen eingeplant.

Eine weitere Abklärung sei mit der Unteren Naturschutzbehörde notwendig, da der Randbewuchs der Naturschutzfläche angegriffen würde. Der zeitnahe Ausbau könnte Ende 2020/Anfang 2021 in Angriff genommen werden. Gespräche müssen auch mit der Steinwaldgruppe von wasserbaulicher Seite her erfolgen. Zur Anfrage von Michaela Treml, ob die beabsichtigte Tennet-Stromtrasse den Weg tangiere, erklärte Bürgermeister Rudolf Schopper, auf jeden Fall mit der Sanierung abzuwarten, bis hier Gewissheit herrsche. Die Maßnahme mit Gesamtkosten von 250 000 Euro bis 300 000 Euro würde mit 75 Prozent bezuschusst werden. Mit 13:0 befürwortete der Gemeinderat die weitere Planung.

Im Rahmen der Freigefälleleitung von der Kläranlage Püchersreuth nach Wurz Richtung Lanz ist ein neues, Querungsbauwerk mit zwei Kanaldeckeln an der Oberfläche erforderlich, da etwa 150 Meter unterhalb der Kläranlage auf einer Wiese eine alte Oberflächenleitung quert. Deren Wasserrohr kann demnach nicht einfach verlegt werden. Bei großen Regenereignissen bestünde die Gefahr, dass sich das Regenrückhaltebecken aufstauen und Wasser in den Kanal gelangen könnte, so dass der Querschnitt des bestehenden Bauwerks im unteren Bereich von zwei auf drei Meter vergrößert werden müsste. Die Maßnahme käme auf ungefähr 20 000 Euro netto und würde zu 50 Prozent bezuschusst. In einer längeren Diskussion wurden andere mögliche Alternativen wie das Anbringen eines Schutzkorsetts ins Spiel gebracht. Das Ingenieurbüro Zwick sollte diese prüfen und sein Bauingenieur Zwack zur nächsten Sitzung Bericht erstatten. Ein Beschluss wurde daher vertagt.

Für die Bauanträge auf Einfamilienhäuser in Püchersreuth im Kastanienweg 15 und 27 wurde die Freistellung erteilt. Ein weiterer für ein Einfamilienwohnhaus in Ilsenbach 106 wird nach kleineren Einwendungen der Baubehörde noch überarbeitet. Dem Bauantrag auf einen Anbau an das bestehende Wohnhaus in Mitteldorf 10 wurde mit 12:0 das gemeindliche Einvernehmen erteilt.

An der Einfahrt zu zwei Wohnanlagen am Thomasberg bei Eppenreuth beschloss der Gemeinderat einstimmig, für 2200 Euro eine Solarleuchte zur besseren Erschließung aufzustellen.

Zum Gemeindewahlleiter für die Kommunalwahl 2020 wurde Altbürgermeister Lorenz Enslein, zum Stellvertreter Gerhard Deinzer einstimmig berufen. Jürgen Bartmann sprach Probleme an drei Hydranten in Ilsenbach an.

Zudem wurden folgende Beschlüsse bekannt gegeben: Den Auftrag für eine Straßensanierung erhielt die Firma Strabag AG, Wackersdorf, für 95 382,78 Euro, den für die maschinelle Ausrüstung bei der Freigeländeleitung die Firma Hoelschertechnic-Gorator Gescher, für 257 030,48 Euro. Zum Schluss gab Schopper bekannt, erneut als Bürgermeister zu kandidieren.

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