16.01.2020 - 10:34 Uhr
PüchersreuthOberpfalz

Süd-Ost-Link: Wenn´s nicht anders geht, Bohrung mittels Duldung

Die Gemeinden Püchersreuth und Störnstein untersagen Tennet Bohrungen auf Gemeindegrund für die Stromtrasse. Der Netzbetreiber will den Sachverhalt und notfalls übergeordnete Stellen einschalten, heißt es bei einer Bürgerinformationsrunde.

Tennet-Bürgerreferent Torsten Grampp (Mitte) erläutert Details der Trasse und der Vorgehensweise beim Bau.
von Gabi EichlProfil

Der Netzbetreiber des Süd-Ost-Links, Tennet, zieht aktuell durch die Gemeinden, deren Gebiet die Trasse der Stromleitung durchqueren soll. Am Mittwoch war Püchersreuth an der Reihe, dessen Gemeinderat zwei Tage vorher beschlossen hat, Tennet erste Bohrungen auf Gemeindegrund nicht zu gestatten (wir berichteten).

Gleich nach 15 Uhr sind die meisten Tennet-Mitarbeiter in der Volksschule belegt; Bürger diskutieren Grundsatz-Fragen („Wir brauchen dezentrale Lösungen“), kommen teilweise untereinander ins Gespräch, Grundeigentümer lassen sich Details zum Ablauf des Trassenbaus erläutern.

Wie geht Tennet mit den Gemeinderatsbeschlüssen Püchersreuths und Störnsteins um, die Bohrungen zu verwehren? Der Tennet-Bürgerreferent Torsten Grampp sagt, man werde zuerst prüfen, ob die Bohrpunkte auf Gemeindegrund zwingend notwendig seien und wenn ja, die Bohrungen mittels Duldungsantrag durchsetzen. Ein solcher Duldungsantrag sei nichts weiter als das Einholen der Erlaubnis von der jeweils übergeordneten Behörde, dass man die Bohrungen auch gegen den Willen eines Gemeinderates durchsetzen kann.

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