03.05.2021 - 14:01 Uhr
PullenreuthOberpfalz

Benchmarking beschlossene Sache

Die Teilnahme am Benchmarking Wasserversorgung und Abwasser war Thema der jüngsten Gemeinderatssitzung in Pullenreuth. Dafür gaben die Räte ihr einstimmiges Votum.

Die neue Asphaltdecke bei der Grüngutablagestelle Pullenreuth ist fertiggestellt. Sie kann nun von den Pullenreuther Bürgern leichter angefahren werden.
von Autor TWGProfil

In der vergangenen Gemeinderatssitzung galt es, über den Beitritt zum Benchmarking abzustimmen. Denn um eine Förderung von Vorhaben im Wasserversorgungsbereich zu erhalten, muss der Zuwendungsempfänger mit der Verwendungsbestätigung einen Nachweis der Teilnahme an einem Benchmarking-Projekt innerhalb der vergangenen drei Jahre vorlegen beziehungsweise die Selbstverpflichtungserklärung, innerhalb von drei Jahren an einem Benchmarking-Projekt teilzunehmen. Benchmarking heißt: Vergleich von Herstellungsprozessen, Managementpraktiken und Produkten oder Dienstleistungen, um Leistungsdefizite aufzudecken.

In der Gemeinde Pullenreuth wurden bereits 2020 Zuwendungen bezüglich der Wasserversorgung und des Abwassers abgerufen und die entsprechende Selbstverpflichtungserklärung vorgelegt. 2022 sollte nun auch die tatsächliche Teilnahme am Benchmarking Wasserversorgung und Abwasser Bayern erfolgen.

100 Fragen

Wie Bürgermeister Hubert Kraus erklärte, enthält das Basismodul zum Kennzahlenvergleich circa 100 Fragen, der Erhebungsaufwand beträgt circa ein bis zwei Tage, die Datenerfassung erfolgt online oder über Excel-Bögen. Nach der Datenerhebung und Plausibilisierung werden die Zahlen ausgewertet und jeder Teilnehmer erhält einen individuellen Bericht. Die Kosten für die Teilnahme bemessen sich nach der Unternehmensgröße, sprich der Netzabgabemenge.

Für die Gemeinde Pullenreuth betragen die Kosten bei einer Netzabgabe von weniger als 0,5 Millionen Kubikmetern 850 Euro netto zuzüglich einer Nebenkostenpauschale für Reise- und sonstige Kosten. Eine gewünschte Unterstützung zur Erhebung vor Ort sowie eine individuelle Präsentation zum Projektabschluss würden jeweils 1500 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer, also insgesamt 3750 Euro zusätzlich verursachen.

Kürzung bei Nichtteilnahme

Im Rahmen der Projektrunde erhalten jedoch alle Wasserversorger mit einer Netzabgabe bis 1 Million Kubikmetern pro Jahr eine Förderung des Freistaates Bayern in Höhe von 750 Euro. Letztendlich bliebe damit ein Eigenanteil für die Beauftragung des Basismoduls von 337,36 Euro für die Gemeinde Pullenreuth. Bei einer Nichtteilnahme droht gegebenenfalls eine Kürzung der Förderung bis zu 15 Prozent.

Das Benchmarking Abwasser Bayern bietet den bayerischen Abwasserentsorgern die Möglichkeit, sich regelmäßig auf freiwilliger und anonymer Basis mit anderen Unternehmen zu vergleichen und dadurch die eigene Leistungserbringung einzuordnen und zu verbessern. Die Teilnahme am Einstiegsmodul ist unentgeltlich, den Teilnahmebetrag übernimmt das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz. Nach der Datenvalidierung erhält der teilnehmende Abwasserentsorger einen Abschlussbericht.

In der Gemeinde wurden mehrere Maibäume aufgestellt.

Pullenreuth

Die Gemeinderäte stimmten der Teilnahme am Benchmarking Wasserversorgung und Benchmarking Abwasser Bayern einstimmig zu. Die Verwaltung wurde beauftragt, alle notwendigen Schritte in die Wege zu leiten. Die zu erwartenden Kosten werden in den Haushalt 2022 sowie in die Gebührenkalkulation für 2022 eingestellt.

Asphaltarbeiten abgeschlossen

Bürgermeister Hubert Kraus informierte seine Räte über den Abschluss der Asphaltarbeiten an der Grüngutabfallstelle. Die Bankette seien noch nicht fertiggestellt, die Bürger könnten aber nun ihre Abfälle besser abladen. Auch wenn es regne, könne man die Stelle gut anfahren.

Die Aktion der Gemeinde Pullenreuth, Schilder mit Hausnamen an den Wohngebäuden anzubringen, ist laut dem Gemeindeoberhaupt ein Erfolg gewesen. Bisher seien um die 40 Stück beantragt worden. Gemeinderat Hans Wopperer (UWG) erkundigte sich zum Baubeginn des Verbindungsweges im Ortsteil Trevesen und bat um rechtzeitige Information der Anlieger, da diese in der Bauphase den Weg nicht befahren könnten.

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