10.01.2019 - 12:33 Uhr
PullenreuthOberpfalz

Feuerwehrnachwuchs jederzeit willkommen

Auf 16 Einsätze blickt die FFW Trevesen bei ihrer Jahreshauptversammlung zurück. 2019 möchten die Floriansjünger ein neues Mannschaftsfahrzeug anschaffen und ein Gerätehaus finanzieren. Das stellt die "kleine" Wehr vor Herausforderungen.

Die Feuerwehr Trevesen zeichnet den zweiten Kommandanten Stefan Schultes (Mitte) zum Löschmeister aus. Neben ihm stehen die Mitglieder des Vorstands, mit Bürgermeister Hubert Kraus (Zweiter von links) und Kreisbrandmeister Peter Prechtl (rechts).
von Autor TWGProfil

Nachdem im vergangen Jahr der langjährige Vorsitzende und zweite Kommandant Jürgen Bäuml an einer schweren Krankheit starb, übergaben die Mitglieder der Feuerwehr Trevesen Benjamin Schiener ihr Vertrauen. Der Vorsitzende eröffnete die Jahreshauptversammlung. Kommandant Markus Müller informierte: "Vergangenes Jahr wurde die Feuerwehr Trevesen zu 16 Einsätzen alarmiert."

Die Brandschützer leisteten 162 Einsatzstunden. Darunter waren das Beseitigen von Ölspuren und Bäume über der Fahrbahn, ein Verkehrsunfall, ein Unwettereinsatz sowie eine Türöffnung. Die Floriansjünger hielten Sicherheitswache am Johannisfeuer und übernahmen die Absicherungen beim Bittgang, Fronleichnam oder Maibaumaufstellen.

Benjamin Schiener bezifferte den aktuellen Mitgliederstand auf 110 Personen. Die Wehr gliedere sich in 28 aktive Brandschützer, 2 Jugendliche und 80 passive Mitglieder. Der Altersdurchschnitt der Aktiven liegt bei 37 Jahren. Bei der Ausbildung der Jugendlichen konnten die Trevesener auf die Hilfe der Feuerwehr Lochau und Erbendorf zurückgreifen. Philipp Müller nahm dort an verschiedenen Übungen teil. Bei der Jugendolympiade in Kulmain ging er mit der Feuerwehr Erbendorf an den Start. Außerdem nahm er mit Erfolg am Jugendwissenstest teil und erhielt das Abzeichen in Silber, Stufe 2.

Ein Problem für die aktive Feuerwehr in Trevesen stellt die Anschaffung eines neuen Mannschaftstransportfahrzeugs dar. Kommandant Müller verwies darauf, dass Trevesen zu den "kleinen" Wehren gehöre und keine Zuschüsse von der Gemeinde hierfür erhält. Deshalb muss aus eigenen Mitteln ein "neuer, gebrauchter" Bus angeschafft werden. Auch der Neubau eines Feuerwehrgerätehauses stellt im neuen Jahr eine Herausforderung dar.

Da das neue Tragkraftspritzenfahrzeug ein zulässiges Gesamtgewicht von 4,5 Tonnen hat, dürfen alle, die den B-Führerschein besitzen, dieses Fahrzeug nicht fahren. Aus diesem Grund wurde der sogenannte Feuerwehrführerschein ins Leben gerufen. Die Theorie hierzu ist bereits erledigt, die Fahrstunden und die praktische Prüfung müssen noch vier Mitglieder bestehen. Müller berichtete zudem von drei Schulungen, sieben Übungen und einer Funkübung im vergangenen Jahr. Außerdem wurden vier Kommandantenbesprechungen, zwei auf KBI-Ebene, sowie eine Besprechung zur Zonenplanung abgehalten. Eine ganztägige Frühjahrsschulung der Kommandanten wurde in Tirschenreuth besucht, ebenfalls die Herbstdienstversammlung in Wiesau.

Mit der Feuerwehr Lochau besichtigte die Trevesener Wehr die Firma Plannerer in Neuhof, um bei einem eventuellen Einsatz eine Übersicht des Geländes und der dort vorliegenden Gefahren zu haben. Kommandant Müller sprach zum Ende seines Berichts Dankesworte an seinen Stellvertreter Stefan Schultes aus und überreichte ihm die Urkunde und das Abzeichen zum Löschmeister.

Benjamin Schiener erzählte von Aktivitäten im gesellschaftlichen Leben. Unter anderem gratulierte die Feuerwehr vier Kameraden zur Hochzeit, sie nahm am Ferienprogramm der Gemeinde Pullenreuth teil und veranstaltete eine Nachtwanderung und Weihnachtsfeier. Außerdem besichtigten die Brandschützer die Brauerei Kuchelbauer und die Flughafenfeuerwehr in München. Ein voller Erfolg war auch die Veranstaltung in der Stadthalle Erbendorf mit "Barbari Bavarii" zur Finanzierung des neuen Mannschaftsbusses. Für dieses Jahr ist ein "Angerfest" in Planung.

Kreisbrandinspektor Otto Braunreuther überbrachte den Gruß des Landkreises. Er berichtet von 1848 Einsätzen im vergangenen Jahr, 150 mehr als in 2017. Laut Braunreuther kämen die Ehrenamtlichen an ihr Limit, da viele die Aktivitäten der Wehr mit Familie und Arbeit nicht vereinbaren können. Er bedauerte zudem, dass es immer weniger Nachwuchs gibt. Das sei darauf zurückzuführen, dass die Rettungskräfte oftmals bei Einsätzen angepöbelt würden. "Um Menschen zu helfen, deswegen gehen wir zur Feuerwehr", betonte er.

Bürgermeister Hubert Kraus dankte für den Einsatz und fand es bemerkenswert, was die Feuerwehr für die Gemeinde leistet. Auch Vorsitzender Benjamin Schiener betonte in seinen Schlussworten, dass jederzeit neue Mitglieder erwünscht sind. Kassier Werner Schultes gab bekannt, dass er im nächsten Jahr bei den Neuwahlen sein Amt zur Verfügung stellen möchte, das er bereits seit 36 Jahren ausübt.

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