01.02.2019 - 11:37 Uhr
PullenreuthOberpfalz

Für Barrierefreiheit stark machen

Georg Brand referiert beim VdK Pullenreuth über Aufgaben des Sozialverbands.

Kreisvorsitzender Georg Brand bei seinem Referat anlässlich der Jahreshauptversammlung.
von Autor GMAProfil

Auch im vergangenen Jahr stieg die Mitgliederzahl beim VdK wieder stark an, immer mehr Menschen suchen Rat beim VdK, wusste Georg Brand aus Kastl in der Jahreshauptversammlung des Ortsverbandes Pullenreuth. Was der Kreisvorsitzende im Kreisverband Tirschenreuth-Kemnath damit meinte, führte er im Landgasthof Steinwald in Harlachberg näher aus.

Zurzeit gebe es über 600 000 Mitglieder beim VdK Bayern: verteilt in 69 Kreisverbänden, 1900 Ortsverbänden mit über 16 000 Ehrenamtlichen. "Das Kernstück in diesem Jahr wird wohl wieder die Rente, Gesundheit, Behinderung und die Altersarmut sein", meinte Brand. Der VdK als derzeit größter Sozialverband werde sich auch in den kommenden Jahren für Barrierefreiheit stark machen. Vor allem in der stationären Pflege sieht der VdK großen Handlungsbedarf. Vielen Menschen werde erst im Pflegefall klar, dass sich die Pflegeversicherung nur an den reinen Pflegekosten beteiligt. Auch die Armutsgefährdung für ältere Menschen sei in Bayern mit 21,9 Prozent äußerst hoch. 60 Prozent der Anspruchsberechtigten stellten keinen Antrag aus Unwissenheit, sondern vor allem aus Scham. Schließlich führe Armut auch zu Krankheit. Der traurige Begleiter sei die Einsamkeit, besonders für ältere Menschen. "Deshalb verkümmern viele alte Menschen regelrecht und verlieren ihre Lebensfreude."

"Allein in unserem Kreisverband Tirschenreuth-Kemnath haben wir 5759 Mitglieder. Aufgrund der 787 Anträge, 265 Widersprüche und 83 Klagen wurden 2018 für unsere Mitglieder wieder Beihilfen und Zuschüsse von 644 816 Euro erwirkt." Ehrenamtliche Mitarbeiter dürften Mitglieder nicht beraten. Deswegen bat der Kreisvorsitzende, sich bei Fragen und Problemen an die VdK-Kreisgeschäftsstelle in Wiesau zu wenden (weiterer Bericht folgt).

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