27.12.2019 - 12:33 Uhr
PullenreuthOberpfalz

Sagenhafte Rauhnacht an der Glasschleif

Die Rauhnächte nach Weihnachten sind sagenhaft und voller Geheimnisse. Die dunklen Abend- und Nachtstunden gelten seit je her als eine besonders heilige Zeit. Lebendig wird sie an diesem Sonntag an der Glasschleif.

Nach Einbruch der Dunkelheit treiben die Perchten ihr Unwesen, die während des Jahres aber unsichtbar bleiben.
von Werner RoblProfil

Eine Viertelstunde vor 17 Uhr startet am Sonntag vom Schützenhaus aus die Fackelwanderung von Pullenreuth zur Glasschleif, wo die Perchten bereits ihr Unwesen treiben. Als besonderes Highlight gilt der liebevoll gestaltete Sagenweg, wo alle Jahre Geschichten erzählt und gespielt werden. Das Publikum wird dabei – an manchen Stellen – sogar fest mit einbezogen, um ins sagenhafte Geschehen einzutauchen. Hunderte von Kerzen, Fackeln und Feuerkörbe bestimmen nach Einbruch der Dunkelheit – wie schon die Jahre zuvor - das stimmungsvolle Bild rund um die verwunschen wirkende, ehemalige Glasschleiferei, die man auf einer Rodungsinsel zwischen Arnoldsreuth und Harlachberg im Steinwald findet. Für einen besonderen Zauber sorgen auch die beiden Wasserräder und der Wetzsteinbruch unweit des oberhalb gelegenen Schützweihers, an dem – einer neuen Weihnachtsgeschichte zufolge – das Christkind (möglicherweise) zur Welt gekommen sein könnte. Für das leibliche Wohl sorgt die Gesellschaft „Steinwaldia“.

An vielen Stellen werden Sagen oder Geschichten vortragen, manche werden auch szenisch dargestellt
Die beiden Mädchen führen offenbar Gutes im Schilde, bei manch anderen Wesen aber sollte man während der Rauhnacht vorsorglich einen gewissen Abstand lassen.

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