Pullenreuth
06.09.2018 - 17:44 Uhr

Im Wald mit allen Sinnen

Naturfans sollten sich einen lehrreichen Termin vormerken. Am Samstag, 29. September, führen Michael Schneider und Thomas Zernak in eine besondere Thematik ein.

Erstmals lädt Michael Schneider (links) gemeinsam mit dem BLSV-Übungsleiter Thomas Zernak zum Waldbaden unter dem Motto „Wald mit allen Sinnen erleben“ im Steinwald bei der Glasschleife ein. Bild: Brendel, Hubert (BR)
Erstmals lädt Michael Schneider (links) gemeinsam mit dem BLSV-Übungsleiter Thomas Zernak zum Waldbaden unter dem Motto „Wald mit allen Sinnen erleben“ im Steinwald bei der Glasschleife ein.

Start ist um 14 Uhr am Wanderparkplatz bei der Glasschleife Arnoldsreuth/Pullenreuth (Naturpark-Steinwald-Schild. Die Teilnehmerzahl ist auf maximal zehn Personen begrenzt. Das "Waldbaden" erfordert von den Erwachsenen eine ausreichende Kondition für eine Wegstrecke von rund fünf Kilometern in etwa drei Stunden und findet bei jedem Wetter statt. Als Ausrüstung ist festes Schuhwerk und regensichere Kleidung, lange Hosen, Getränke sowie Sitzkissen oder –matte und dazu ein Handtuch für eventuell nasse Füße erforderlich.

Waldbaden stammt ursprünglich aus Japan und heißt dort Shinrin Yoku (was übersetzt so viel wie Waldbaden bedeutet). Unter diesem Begriff versteckt sich ein Aufenthalt im Wald, der alle Sinne ansprechen soll. Am besten stellt man sich Kindervor, die sich stundenlang und zeitvergessen im Wald aufhalten und neugierig diverse Entdeckungen machen.

„Waldbaden“ ist geprägt von Langsamkeit und mit allen Sinnen den Wald entdecken. Dabei darf man auch schmutzige Hände bekommen oder auch barfuß über einen Baum zu balancieren und auch das eine oder andere „Souvenir“ aus dem Wald mitnehmen. Sitzend in Meditation versunken, wird bei dem einen oder anderen Teilnehmer für kurze Zeit der Alltagsstress vergessen sein und manche Erfahrung zurückbleiben, die vertieft werden will. Das Waldbaden spricht Körper, Geist und Seele an und je nach Aufgeschlossenheit des Einzelnen wird eine Erinnerung zurückbleiben, die gerne wiederholt oder erweitert werden kann.

Zudem ist Waldbaden kein von Gespräch und Unterhaltung geprägtes Wandern mit Zielerreichung und kilometerorientierte Freizeitbeschäftigung. Aus diesem Grund wird das Gespräch auf ein Minimum beschränkt sein. Ebenso ist es keine lehrreiche, wissenschaftliche Exkursion. Natürlich besteht Vor- und nach dem Waldbaden die Möglichkeit für Erklärungen und Fragen. Es werden aber auch die natürlichen Aromastoffe des Waldes genutzt, die sogenannten Terpene, die eingeatmet positive Auswirkung auf Stress und langfristig auf Krankheiten, wie Bluthochdruck oder Schlafverhalten haben.

Studien belegen ein Sinken des Stresshormons Cortisols nach einem ausgiebigen Waldbad. Wer an diesen ausgewöhnlichen Aufenthalt im Wald interessiert ist, wird gebeten, sich bei Michael Schneider, unter Telefon 09234/974123 umgehend anzumelden.

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