03.07.2018 - 18:05 Uhr
PullenreuthOberpfalz

Wissenswertes über Bingarten

Heimatkundliche Familienwanderung der Steinwaldia Pullenreuth kommt glänzend an.

Adalbert Busl, der Heimatforscher aus Wiesau, führte den Namen „Bingarten“ auf die im Mittelalter hier sehr wichtige Bienenzucht zurück..
von Externer BeitragProfil

(exb) Die heimatkundliche Familienwanderung der Gesellschaft Steinwaldia Pullenreuth erforschte den südwestlichen Teil des Steinwaldes. Ausgangspunkt war der kleine Ort Bingarten, der zur Stadt Kemnath gehört. Am Start bei den „Steinpyramiden“ etwas oberhalb des Ortes begrüßte der Vorsitzende Norbert Reger die zahlreichen Wanderer. Sie waren überwältigt von der Rundumsicht auf das Fichtelgebirge, den Hohen Steinwald, Oberpfälzer Wald und Hessenreuther Wald. Den meisten war dieser Platz, von manchen als Kraftort bezeichnet, vollkommen unbekannt.

Wie immer wurden vor Ort anstehende Themen behandelt. Adalbert Busl, der Heimatforscher aus Wiesau, führte den Namen „Bingarten“ auf die im Mittelalter hier sehr wichtige Bienenzucht zurück. Die „Zeidelweide“ wurde schon 1283 erwähnt, als die Landgrafen von Leuchtenberg dem Kloster Waldsassen Zwergau und Bingarten schenkten. In dieser unter besonderem Schutz stehenden Waldabteilung sammelten die Zeidler den Honig wilder Bienenvölker.

Die ziemlich komplizierte Geologie an dieser Stelle mit ihren zahlreichen Gesteinsarten erklärte uns Geoparkrangerin Ursula Schimmel aus Waldershof. Die hier anzutreffenden Gesteinsformationen haben nichts mit dem Granit des „Hohen Steinwaldes“ zu tun. Auf romantischen Pfaden – man hatte den Frauenberg vor Augen, auf dem vor 500 Jahren ein Schloss stand – ging es hinab ins Tal der Fichtelnaab. Dort steht in der Unteren Hopfau ein verlassenes früheres Hammerschloss. Adalbert Busl erklärte die Geschichte des Hammerwerks und des späteren Glasschleif- und Polierwerks.

Hier wurde 1852 Anton von Rieppel geboren, der als 40-Jährigerer bereits alleiniger Vorstand der MAN-Werke wurde. Sein technisches Meisterstück ist heute noch zu bewundern, die Müngstener Brücke, die zwischen Solingen und Remscheid über die Wupper führt. Mit einem Abstand von 107 Metern zwischen den Eisenbahnschienen und dem Wasserspiegel der Wupper ist sie die höchste Eisenbahnbrücke Deutschlands.

Weiter ging die Wanderung durch das idyllische Tiefenbachtal zum gleichnamigen Weiler. Die Mittagsrast am Waldrand mit der Brotzeit aus dem Rucksack und Getränken aus dem Betreuungsbus, organisiert von Alwin Pöllmann, war erholsam und ergab Gelegenheiten für gute Gespräche. Norbert Reger wies bei dieser Gelegenheit darauf hin, dass man sich ganz in der Nähe einer Flur „Pullenreuth“ befinde, die aber keine Beziehung zum gleichnamigen Ort hat.

Auf der Wanderung zum Ziel öffnete sich der Blick nach Westen, zur Burgruine Waldeck und zum Rauhen Kulm. Auf dem Weg gab es noch weitere Hinweise zur Landschaft und der interessanten Geologie. Nach einer Einkehr im Gasthaus Waldfrieden in Hahneneggaten wurden die PKW-Lenker wieder zu ihren Autos am Parkplatz bei Rosenbühl zurückgebracht.

Die ziemlich komplizierte Geologie an dieser Stelle mit ihren zahlreichen Gesteinsarten erklärte Geoparkrangerin Ursula Schimmel aus Waldershof. Die hier anzutreffenden Gesteinsformationen haben nichts mit dem Granit des „Hohen Steinwaldes“ zu tun.

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