Ein Bekenntnis des Glaubens

Beim Patroziniumsfest in Pullenried erfuhren die Gläubigen, warum St. Vitus zum Schutzpatron der Kirche geworden ist. Die Prozession durch das Dorf wurde von Gebeten und Liedern begleitet.

Mit einer Prozession durch das Dorf legte die Pfarrgemeinde ein Bekenntnis ihres Glaubens ab.
von Christof FröhlichProfil

(frd) Die Legende um den Heiligen Vitus bekamen die Gläubigen am vergangenen Sonntag zunächst von einer Gruppe von Kindern zu hören und später in der Predigt von Stadtpfarrer Alfons Kaufmann. Das Patroziniumsfest, das mit dem Festgottesdienst in der Expositurkirche St. Vitus begann, endete mit einer feierlichen Prozession durchs Dorf.

Jedes Jahr wird der Kirchenpatron St. Vitus um den 15. Juni herum gebührend mit einem kirchlichen und einem weltlichen Fest gefeiert. Das Fest begann mit dem Einzug ins Gotteshaus und dem gesungenen Lob und Preis beim Kyrie durch den Pullenrieder Kirchenchor unter der Leitung von Rudolf Teplitzky. Zunächst zeigte eine Gruppe von Kindern den Lebensweg von Vitus, dem Sohn des römischen Senators Hylas in Mazzara, dem heutigen Mazedonien, mit Bildern im Altarraum auf. Vitus wurde von seiner Amme Crescentia und seinem Erzieher Modestus zum Christentum bekehrt. Der Vater versuchte vergeblich, seinen Sohn von der damals staatsfeindlichen Religion zu befreien.

Als Vitus dann auch noch den Sohn des Kaisers von der Besessenheit heilte, ließ dieser ihn, da er keinen Größeren neben sich duldet, in einen heißen Kessel mit Öl werfen und töten. Der Hl. Vitus wurde unter anderem zum Schutzpatron der Kinder und Jugendlichen, der Gastwirte, Bierbrauer, Schauspieler und für Saat und Ernte. Viele Kirchen, nicht nur in Bayern, tragen seinen Namen.

Auch Stadtpfarrer Alfons Kaufmann ging in seiner Predigt auf den besonderen Lebensweg des Heiligen ein. Später holte er die Kinder zum gesungenen "Vater Unser" zu sich an den Altar. Sie durften den Gottesdienst mitgestalten. Und auch bei der weltlichen Feier am Nachmittag auf dem Areal des Pullenrieder Kindergartens (weiterer Bericht folgt), standen die Jüngsten der Pfarrgemeinde wieder im Mittelpunkt.

Nach dem Gottesdienst folgte eine Prozession, bei welcher der Priester den Leib Gottes in der Monstranz durch die Straßen von Pullenried trug. Die Pfarrgemeinde legte damit ein Bekenntnis ihres Glaubens ab, ehe es zur weltlichen Feier zum Kindergartengelände ging.

Die Kinder zeigten die Leidensgeschichte von St. Vitus in Bildern vor.

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